Archäologische Restaurierung (B.A.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit:

7 Semester

Studienbeginn:

Wintersemester

Zulassungsbedingungen:

Abgeschlossene Berufsausbildung (berufsfeldbezogen)

Ausbildungsvertrag mit dem Römisch-Germanischen-Zentralmuseum (nach dreimonatigem erfolgreich bestandenen Vorpraktikum am RGZM)

Bewerbung:

> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bis zur Einschreibung einzureichende Unterlagen:

Ausbildungsvertrag mit dem RGZM

Nachweis über die Berufsausbildung in einem einschlägigen handwerklichen Beruf oder entsprechend lange berufsfeldbezogene Praktika

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06. - 01.09.

Homepage:

Institut für Vor- und Frühgeschichte

Fachbereich:

Fachbereich 07 - Geschichts- und Kulturwissenschaften

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Die Tätigkeit des/der archäologischen Restaurator/-in besteht in der Erhaltung, Pflege und Restaurierung sowie der technologischen Erforschung von Kunst- und Kulturgut. Der/die Restaurator/-in nimmt am Objekt vor:

  • alle konservatorischen Maßnahmen, die am Objekt bestandsgefährdende Veränderungen verhindern und aufhalten sollen,
  • alle restauratorischen Eingriffe, durch die ein beschädigtes, entstelltes oder fragmentarisches Objekt ohne Zerstörung von historisch bedeutender Substanz in allen relevanten Dimensionen erschlossen werden soll,
  • alle Untersuchungen zur Bestimmung von historischer Substanz, Schadensbild sowie handwerklicher und künstlerischer Technik.

Aus dieser Tatsache erwächst seine/ihre besondere Verantwortung und die Notwendigkeit einer methodisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung, die das Original in allen wesentlichen Dimensionen zu verstehen sucht und zugleich die Konsequenzen eines jeden Eingriffes abwägt. In diesem Sinne bedeutet Restaurierung heute die Anwendung wissenschaftlicher Methoden auf die Erhaltung historischer Substanz, bei der theoretische Kenntnisse und die Fähigkeit, diese zielgerichtet und koordiniert einzusetzen ebenso wichtig sind, wie manuelle Geschicklichkeit, praktische Erfahrung mit historischem Material und künstlerisches Einfühlungsvermögen.

Der duale Bachelor-Studiengang Archäologische Restaurierung wird in Kooperation zwischen dem Institut für Vor- und Frühgeschichte, dem Fachbereich 07 – Geschichts- und Kulturwissenschaften – und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM), Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte, unter Beteiligung der Institute für Geowissenschaften und für Kernchemie (beide Fachbereich 09 – Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften) durchgeführt. Das Anforderungsprofil umfasst neben feinmanuellem Geschick, hoher persönlicher Motivation, Kommunikations- und Ausdrucksvermögen, geschichtlichem Interesse und Verantwortungsbewusstsein in besonderem Maße auch chemisches Grundwissen sowie Interesse an Naturwissenschaften und Technik.

Studienaufbau

Im dualen Bachelor-Studiengang Archäologische Restaurierung sind theoretisch-systematisches Lernen in den wissenschaftlichen Ausbildungsmodulen sowie berufliches und Erfahrungslernen in den praktischen Ausbildungsmodulen eng miteinander verknüpft. Die theoretisch-wissenschaftlichen Module werden dabei durch die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und die berufsrelevanten praktischen Ausbildungsanteile in den Werkstätten des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) vermittelt.

Im Bereich der Theorie gibt es eine vertikale Gliederung in Grund- und Aufbaumodule im Bereich der Archäologie und Naturwissenschaften sowie das den Studiengang beschließende Abschluss- bzw. Prüfungsmodul mit Bachelor-Arbeit und Bachelor-Prüfung.

In weiteren Modulen sind miteinander in Beziehung stehende theoretische und praktische Ausbildungseinheiten strukturell verzahnt und inhaltlich aufeinander abgestimmt; hier können in der Theorie erworbene Kenntnisse und Kompetenzen unmittelbar in der Praxis angewendet werden. Umgekehrt können praktische Erfahrungen durch vertiefende Theorie-Module immer wieder reflektiert werden. Praxismodule schließlich stehen nicht isoliert, sondern haben einen deutlichen inhaltlichen Bezug zu den theoretischen Modulen aus dem archäologischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

In die abschließende Bachelor-Arbeit fließen praktische Anteile mit ein. So wird im Prüfungsmodul die gelungene Verzahnung von Theorie und Praxis im dualen Studiengang überprüfbar.

Während der dreijährigen Studienzeit sind die Studierenden gleichzeitig in Ausbildung befindliche Beschäftigte des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und erhalten eine entsprechende tarifliche Vergütung. Da das Römisch-Germanische Zentralmuseum aufgrund seines Stellenplanes nur über 14 Ausbildungsplätze verfügt, werden pro Studienjahr durchschnittlich fünf Studienplätze zu belegen sein.

Auslandsstudium

Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Praktika

Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen überhaupt entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern.

Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.

Fremdsprachenkenntnisse

Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen; dies umfasst nicht das Anfertigen von schriftlichen Studienleistungen sowie von Prüfungsleistungen in englischer Sprache.

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Derzeit sind nahezu alle Absolvent/innen der bisherigen Restauratorenausbildung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums auch im Beruf des Restaurators/der Restauratorin tätig. Arbeitgeber sind in der Hauptsache archäologische Sammlungen und Museen sowie die Bodendenkmalpflege. Daneben wählt ein Teil der Absolvent/innen auch den Weg in die Selbständigkeit. Insgesamt nimmt die europäische bzw. internationale Ausrichtung des Arbeitsmarktes beständig zu. Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de