Biomedizinische Chemie (B.Sc.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit:

6 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

in allen Fachsemestern universitätsintern zulassungsbeschränkt

Bewerbung:

> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:

Erforderlicher Kurs der Feststellungsprüfung: Mathematische Wissenschaften/ T-Kurs
Ob die Feststellungsprüfung erforderlich ist, erfahren Sie auf Ihrer Anerkennungsurkunde.
Nachweis von Deutschkenntnissen.

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06. - 15.07.

Sommersemester: 01.12. - 15.01.

Master:

Biomedizinische Chemie (M.Sc.)

Fachbereich:

Fachbereich 09 - Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

biomedizinische_chemie

Der in der deutschen Hochschullandschaft einzigartige Bachelorstudiengang Biomedizinische Chemie vermittelt Schlüsselkompetenzen für eine biomedizinisch orientierte Forschung, deren Ziel die Entwicklung neuer und die Verbesserung bekannter Therapiekonzepte ist. Biomedizinische Fragestellungen können aufgrund ihrer Komplexität nicht mehr zufriedenstellend durch die Lösungsansätze traditioneller Studiengänge wie Biologie, Chemie oder Medizin beantworten werden. Im Bachelorstudiengang Biomedizinische Chemie werden daher unterschiedliche Lösungsansätze zusammengebracht und vernetzt.

Er stellt eine vollwertige Ausbildung in den chemischen Kernfächern (Anorganische, Organische und Physikalische Chemie) sicher und deckt darüber hinaus die biomedizinisch relevanten Fächer Biochemie, Pharmazeutisch-Medizinische Chemie, Zellbiologie, Histologie, Anatomie und Physiologie ab. Im Vergleich zum klassischen Chemiestudium ist das Pensum in den Fächern Anorganische und Physikalische Chemie reduziert, Mathematik und Physik werden jedoch im selben Umfang gelehrt. Von typischen Biochemie-Studiengängen grenzt sich der Studiengang durch die umfangreiche Ausbildung in Organischer und Pharmazeutisch-Medizinischer Chemie ab.

Das Studium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zeichnet sich darüber hinaus durch das breite Spektrum an chemischen und biomedizinischen Wahlfächern von Molekularbiologie über Immunologie bis Radiopharmazie aus. Der Studiengang Biomedizinische Chemie legt somit die Grundlagen für das spätere interdisziplinäre Arbeiten in einem forschungsorientierten Umfeld. Er ist damit interessant für Personen, die ein breites Interesse an chemisch/biochemisch sowie medizinisch/physiologischen Fragestellungen haben und ihre Stärken in der Chemie oder Biochemie sehen.

Der biomedizinische Chemiker ist aufgrund seiner breitgefächerten Ausbildung in der Lage, interdisziplinäre Lösungsansätze umzusetzen. Je nach Schwerpunktsetzung konkurriert der Biomedizinische Chemiker beim Berufseinstieg mit Chemikern, Biochemikern und naturwissenschaftlich arbeitenden Medizinern.

Weitere Informationen zum Berufsfeld finden Sie im entsprechenden Abschnitt.

Einen Beitrag von Campus-TV über den Studiengang Biomedizinische Chemie finden Sie hier.

Studienaufbau

  • 1.-4. Semester
    • Grundlagenmodule (Vorlesungen, Übungen und Praktika) in
      • Allgemeiner und Anorganischer Chemie
      • Mathematik
      • Physik
      • Organischer Chemie
      • Physikalischer Chemie
      • Analytischer Chemie
      • Zellbiologie und Histologie
      • Anatomie und Physiologie
  • 5.-6. Semester
    • Modul Biochemie
    • Modul Klinische und Pharmazeutisch-Medizinische Chemie
    • Fortgeschrittenenmodul Organische Chemie
    • Modul Instrumentelle Analytik, Trennverfahren, Literatur
    • Wahlpflichtmodul
  • 6. Semester
    • Bachelorarbeit und Abschlussprüfung

Da mit dem Bachelorabschluss in Biomedizinischer Chemie nur bedingt ein beruflicher Einstieg möglich ist, schließen sich in der Regel der Masterstudiengang (4 Semester) und die Promotion (ca. 3-5 Jahre) an.

Auslandsstudium

Ein Auslandsaufenthalt ist während des eng durchstrukturierten Bachelorstudiengangs nicht sinnvoll, jedoch sehr gut im Rahmen des anschließenden Masterstudiengangs möglich.

Praktika

Laborpraktika sind zentrale Bestandteile von Pflicht- und Wahlpflichtmodulen. Im Studium erworbenes Wissen wird hier in der Praxis angewendet. Studierende erlernen Arbeitstechniken zur Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen. Praktika in Wahlpflichtmodulen dienen der individuellen Spezialisierung und persönlichen Profilbildung zur Vorbereitung auf spätere selbstständige Forschungstätigkeit.

Fremdsprachenkenntnisse und weitere Hinweise

Gute Englischkenntnisse sind in den Naturwissenschaften unverzichtbar, da ein Großteil der Fachliteratur nur in englischer Sprache erhältlich ist. Die Lehre erfolgt aber in deutscher Sprache, in Seminaren z. T. in Englisch.

Das Lehrangebot, bestehend aus Vorlesungen, Übungen und Praktika, ist auf durchschnittlich 30 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit des Semesters ausgelegt. Der Praktikumsanteil liegt bei bis zu 50 %. Die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen nimmt weitere Zeit in Anspruch.

Die meisten Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Biomedizinische Chemie schließen ein Masterstudium und eine Promotion an. Am Fachbereich Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften, am Fachbereich Biologie, an der Universitätsmedizin und an angegliederten Forschungszentren wie dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung oder dem Max-Planck-Institut für Chemie bestehen vielfältige Promotionsmöglichkeiten.

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Der Fachbereich 09 bietet darüber hinaus noch ein Mentoring-Programm für Studienanfänger/innen sowie eine fächerübergreifende Beratung zu Themen wie Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums, Bewältigung von Prüfungsangst, familiären Schwierigkeiten etc. an.

Informationsprogramme für Schüler/innen und Studieninteressierte

Schnupperstudium

Das Schnupperstudium dient der Studienorientierung. Interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 12 und 13 haben die Möglichkeit, eine Woche lang Lehrveranstaltungen im 1. Semester Biomedizinische Chemie zu besuchen. Sie werden dabei von älteren Studierenden betreut, die ihnen auch alle Fragen rund um das Studienfach beantworten. In dieser Woche können sie sich nicht nur ein Bild von den Studieninhalten machen, sondern erleben auch die Lehrenden dieses Studienfaches, die Ausstattung und Gebäude sowie den Campus.

Anmeldung und weitere Informationen unter www.fb09.uni-mainz.de/953.php.

Schnuppertage

Sie können sich über dieses Fach im Rahmen des Schnuppertagsprogramms informieren.
Die Schnuppertage richten sich an einzelne Studieninteressierte, die überprüfen möchten, ob das entsprechende Studienfach den eigenen Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Sie können an einem Vormittag ein Studienfach genau kennen lernen: durch den Besuch typischer Lehrveranstaltungen und durch Gespräche mit Lehrenden und Studierenden. Jede Schüler/innengruppe wird von einer studentischen Tutorin bzw. einem studentischen Tutor betreut.

Weitere Informationen und Online-Anmeldeformulare finden Sie hier.

 

Berufsfelder

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in der chemischen und pharmazeutischen Industrie (Forschung, Analytik, Verfahrensentwicklung, Produktion, Anwendungstechnik, Marketing, Patentwesen, Dokumentation), an Hochschulen und Forschungseinrichtungen (z.B. Max-Planck-Institute) und in der öffentlichen Verwaltung. Das Hauptfeld der Beschäftigungsmöglichkeiten liegt im Bereich der Arzneistoffforschung, -entwicklung und -zulassung.

Für Absolventinnen und Absolventen universitärer Bachelor-Studiengänge im Bereich Chemie ist ein direkter Berufseinstieg zwar theoretisch möglich, im Allgemeinen werden im Berufsfeld jedoch ein aufbauender Masterabschluss und eine abgeschlossene Promotion erwartet.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de.