Kunstgeschichte (B.A.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Bachelor of Arts (Kern- und Beifach)

Regelstudienzeit:

6 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bewerbung:

in Kombination mit einem zulassungsfreien Kern- oder Beifach
> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

in Kombination mit einem zulassungsbeschränkten Kern- oder Beifach
> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:

Erforderlicher Kurs der Feststellungsprüfung: Geisteswissenschaften/ G-Kurs
Ob die Feststellungsprüfung erforderlich ist, erfahren Sie auf Ihrer Anerkennungsurkunde.
Nachweis von Deutschkenntnissen.

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06. - 01.09.

Sommersemester: 01.12 - 01.03.

Kombinieren Sie im Zwei-Fächer-Bachelor ein zulassungsfreies mit einem zulassungsbeschränkten Kern- oder Beifach, so gelten die Bewerbungsfristen für zulassungsbeschränkte Fächer:

Wintersemester: 01.06. - 15.07.

Sommersemester: 01.12 - 15.01.

Konsekutive Master an der JGU:

Kunstgeschichte: Werke - Kontexte - Diskurse (M.A.)


Kunstgeschichte / Histoire de l’art (M.A.)

Homepage:

Institut für Kunstgeschichte

Fachbereich:

Fachbereich 07 - Geschichts- und Kulturwissenschaften

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Das Fach Kunstgeschichte untersucht die Genese, die gesellschaftliche Funktion sowie die kulturelle Bedeutung von künstlerischen Artefakten und ästhetisch gestalteten Räumen vom Frühmittelalter bis in die Gegenwart. Neben der Architektur und den klassischen Bildkünsten Malerei und Skulptur, dem Kunsthandwerk und den textilen Künsten umgreift die Lehre auch zentrale Gattungen der zeitgenössischen Kunst wie die Photographie und die neuen Medien. Inhaltliche Schwerpunkte in Forschung und Lehre bilden die Kunst und die materielle Kultur Italiens seit der Frühen Neuzeit, die französische Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts sowie die deutsche Architektur und Kunst des Mittelalters, der Frühen Neuzeit und des 20. Jahrhunderts.

Die StudierenKunstgeschichteden werden mit einer Bandbreite unterschiedlicher methodischer Ansätze vertraut gemacht, die sich in steter Weiterentwicklung befinden und die wichtige Stellung des Faches innerhalb der Geisteswissenschaften dokumentieren. Dem Wissen über Schaffensprozesse einzelner Künstler wird dabei ebenso große Bedeutung beigemessen wie der theoretischen Auffassung über Kunst und Künstler oder der Frage der Funktion bestimmter Artefakte in der kulturellen Praxis einer Epoche. Geographisch werden neben Mittel-, Nord- und Osteuropa auch der Mittelmeerraum sowie der (nord-)amerikanische Kontinent in die Lehre mit einbezogen. Von zunehmender Bedeutung ist schließlich die Untersuchung transkultureller Austauschprozesse zwischen Europa, Asien und dem amerikanischen Kontinent.

Der Bachelorstudiengang ist mit allen anderen Zwei-Fach-Bachelorstudiengängen kombinierbar und bietet vielfältige Möglichkeiten für die individuelle Gestaltung von Inhalten und zeitlichem Verlauf. Der Bachelor of Arts Kunstgeschichte ist ein wissenschaftlich orientiertes Studium. Im Sinne der Vorbereitung auf die spätere berufliche Praxis wird das Lehrprogramm dabei regelmäßig durch Veranstaltungen von ausgewiesenen Experten aus dem Kunst- und Kulturbetrieb erweitert.

Studienaufbau

Kernfach

Im Kernfach Kunstgeschichte müssen insgesamt 120 Leistungspunkte bis zum Bachelorabschluss erworben werden. Davon entfallen 20 Leistungspunkte auf die Bachelorarbeit, die mündliche Abschlussprüfung und das Kolloquium. Es empfiehlt sich, das Einführungsmodul gleich zu Beginn des Studiums zu absolvieren. Es bietet  einen breiten Überblick über das künstlerische Schaffen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die einführenden Proseminare vermitteln wichtige Grundkenntnisse in Bezug auf die Themen, Methoden und das wissenschaftliche Arbeiten in der Kunstgeschichte. Sie sind für das weitere Studium unabdingbar. Die Veranstaltungen schließen jeweils mit einer Klausur ab. Die Basismodule, die bereits ab dem ersten Semester besucht werden können, bieten dem/ der Studierenden die Möglichkeit, sich mit zentralen Themenkomplexen aus dem Bereich der Bildkünste und der Architektur vertraut zu machen. Es wird sehr stark empfohlen, sowohl ein Basismodul in den Bildkünsten als auch in der Architektur zu belegen, um, auch im Hinblick auf die spätere Berufspraxis, fachspezifisches Wissen auf breiter Basis zu erlangen. Die Basismodule bestehen i.d.R. aus einem Seminar und einer Übung. Die Modulabschlussleistung wird i.d.R. als Hausarbeit oder als mündliche Prüfung zum Thema des Seminars erbracht. Ein Basismodul ist der kunsthistorischen Methodik gewidmet. Um dieses Modul abzuschließen, ist das erfolgreiche Absolvieren einer Klausur Voraussetzung. Das Vorlesungsmodul, welches aus drei Vorlesungen und einem Tutorium besteht, sowie ein frei gestaltetes Diskursmodul bieten die Möglichkeit, vertiefte Kenntnisse auf unterschiedlichen Gebieten zu erlangen. Die Studierenden werden hier zugleich mit neuesten Ansätzen der internationalen Forschung und den Thesen führender Vertreter des Faches vertraut gemacht. Das begleitende Tutorium soll die Studierenden beim Aneignen und Aufarbeiten der Inhalte unterstützen. Es bietet ferner Hinweise für das Verfassen des als Abschlussleistung geforderten Portfolios. Das Diskursmodul stellt den Besuch einer Fachtagung  oder eines wissenschaftlichen Workshops dar dient der Ausbildung kunsthistorischer Fach- und Methodenkompetenzen als auch der Einführung in die scientific community (Selbst- und Sozialkompetenz). Im Rahmen einer Übung vor Originalen und mehrerer (Tages-)Exkursionen soll das Arbeiten mit und an Objekten anschaulich und praxisnah trainiert werden. Ein Praktikum (s.u.) und eine Projektseminar vergrößern die Berufsbefähigung der Kernfachstudierenden und fördern die Kontaktaufnahme mit kunsthistorischen Institutionen und anderen kulturellen Einrichtungen. Diese berufsvorbereitenden Bestandteile des Studienganges sollten nicht vor dem 2. Semester gewählt werden und können über vier Semester hinweg absolviert werden. Im Aufbaumodul sollen die erworbenen Kenntnisse nicht nur thematisch vertieft werden, sondern auf einer theoretisch höheren Ebene auf anspruchsvollere Fragestellungen angewandt werden. Mit dem Ziel einer breitgefächerten Bildung sind aus einem Pool zwei nichtkunsthistorische Module zu belegen und erfolgreich zu absolvieren. Es können Lehrveranstaltungen des Studium generale oder anderer kulturwissenschaftlicher Fächer besucht werden. Auch die Möglichkeit eine weitere Sprache zu erlernen, kann im Rahmen des nichtkunsthistorischen Studienbereiches genutzt werden. Die Bachelorarbeit umfasst etwa 30–40 Seiten und soll zeigen, dass die/der Studierende innerhalb von 9 Wochen ein gestelltes Thema unter einer vereinbarten Fragestellung anhand der erlernten Methoden erfolgreich bearbeiten kann. Neben der Betreuung durch eine/n Lehrende/n erhält der/ die Bachelorkandidat/in die Möglichkeit, seine/ ihre wissenschaftlichen Fortschritte im Rahmen eines Colloquiums den Mitstudierenden zu präsentieren. Zusätzlich zur Bachelorarbeit ist eine mündliche Prüfung von 30 Minuten zu absolvieren.

Beifach

Im Beifach Kunstgeschichte müssen insgesamt 60 Leistungspunkte bis zum Bachelorabschluss erworben werden. Eine explizite Abschlussprüfung im Beifach gibt es nicht. Die Module, der Modulaufbau und die Prüfformen selbst entsprechen größtenteils denen des Kernfachs. Daher ist es wichtig, die oben genannten Ausführungen zu den Modulen des Kernfachs eingehend zur Kenntnis zu nehmen. Verpflichtende Module sind das Einführungsmodul, das Methodenmodul sowie die Basismodule zu den Bildkünsten und der Architektur. Auch hier wird der Besuch sowohl des Basismoduls „Bildkünste“ als auch des Basismoduls „Architektur“ als sehr empfehlenswert angesehen. Ferner hat der/ die Beifachstudierende ein Modul aus dem oben beschriebenen nichtkunsthistorischen Pool auszuwählen. Unterschiede bestehen im Vorlesungsmodul. Es besteht aus drei Vorlesungen, einem Tutorium sowie einem Projektseminar, verfolgt aber die gleichen Ziele wie im Kernfachteil bereits erläutert. Um jedem Studierenden einen breitangelegten fachübergreifenden Wissenserwerb zu ermöglichen, besucht man im Beifach Kunstgeschichte ein Modul aus einem Pool nichtkunsthistorischer Disziplinen oder einen Sprachkurs.

Fremdsprachenkenntnisse

Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen; dies umfasst nicht das Anfertigen von schriftlichen Studienleistungen sowie von Prüfungsleistungen in englischer Sprache. Darüber hinaus wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive Kenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache verfügen, die zur Lektüre von Fachliteratur befähigen.

Auslandsaufenthalt/-studium

Ein Auslandsaufenthalt ist nicht verpflichtend, wird aber empfohlen. Im Kernfach bietet sich dazu die Zeit nach dem 2. oder 4. Semester an. Im Beifach ist die Zeit nach dem 3. Fachsemester dafür vorgesehen. Generell ist der Auslandsaufenthalt aber auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Anerkennungen ausländischer Leistungen sind prinzipiell erlaubt und werden gefördert.

Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Praktika

Berufsvorbereitende Bestandteile des Studienganges sind die Übung vor Originalen sowie ein berufsbezogenes Projektseminar; siehe dazu Praxis im Modulhandbuch. Die parallele Absolvierung eines Praktikums (6 Wochen) in einem potentiellen Berufsfeld (s.u.) wird im Kernfach als obligatorisch betrachtet. Im Beifach kann das Absolvieren eines fachbezogenen Praktikums ein Projektseminar auf Antrag ersetzen.

Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen überhaupt entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern.

Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Museen, Kunsthallen, Galerien und Auktionshäuser, Hochschulen, Denkmalpflege, Kunsthandel, Versicherungswirtschaft, Banken und Kunstberatungen, Medien (Presse, TV, Verlage), Erwachsenenbildung, Tourismus, ggf. Restauration.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de