Meteorologie (B.Sc.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit:

6 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bewerbung:

> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:

Erforderlicher Kurs der Feststellungsprüfung: Mathematische Wissenschaften/ T-Kurs
Ob die Feststellungsprüfung erforderlich ist, erfahren Sie auf Ihrer Anerkennungsurkunde.
Nachweis von Deutschkenntnissen.

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06. - 01.09.

Sommersemester: 01.12 - 01.03.

Master:

Meteorologie (M.Sc.)

Computational Sciences (M.Sc.)

Homepage:

Studium Meteorologie

Fachbereich:

Fachbereich 08 - Physik, Mathematik und Informatik

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

 

(c) Dr. Philipp Reutter

(c) Dr. Philipp Reutter

Interesse für Naturwissenschaften und keine Scheu vor Mathe und Physik?

Wissen wollen, wie, wo und warum Hurrikanes entstehen?

Sich fragen, warum alle von Klimawandel sprechen, während New York im Schnee versinkt?

Erfahren wollen, warum Wettervorhersagen nie perfekt sind?

Wenn diese Fragen alle mit einem “Ja” beantwortet werden können, sind das schon grundlegende Voraussetzungen, um an der Universität Mainz Meteorologie zu studieren.

Die Meteorologie ist ein Musterbeispiel eines interdisziplinären Studienganges innerhalb der Umweltwissenschaften. Der Hauptbestandteil des Faches findet sich schon im zweiten Namen des Studienganges: Physik der Atmosphäre. Durch physikalische Größen (z.B. Druck, Temperatur, Feuchte, Wind) und Gleichungen werden atmosphärische Zusammenhänge beschrieben.

Somit beschäftigt sich die Meteorologie als Teilgebiet der Physik mit komplexen und interessanten, faszinierend-schönen, aber zum Teil auch gefährlichen Naturphänomenen, die man jeden Tag erleben kann – auch ohne Mikro- oder Teleskop. Neueste Technik kommt zur Erforschung der Phänomene natürlich trotzdem zum Einsatz, ob in Form von Hochleistungsrechnern, Beobachtungssatelliten oder als innovative, selbstentwickelte Messinstrumente.

Meteorologinnen und Meteorologen erwerben in ihrem Studium eine breite naturwissenschaftliche und interdisziplinäre Basis, um zur Lösung wesentlicher Probleme im Bereich von Wetter und Klima beitragen zu können. Die dafür erlernten systematischen Methoden lassen sich jedoch längst nicht nur auf meteorologische Inhalte anwenden: Meteorologinnen und Meteorologen sind Generalisten, die sich überall dort einsetzen lassen, wo solche Fähigkeiten benötigt werden – das reicht bis hin zum Bankenwesen oder der Unternehmensberatung. Vielleicht sammeln sie aber auch an Bord eines Forschungsflugzeugs in der ganzen Welt wichtige Daten, um das Verständnis von Wetter und Klimaprozessen zu verbessern. Als Meteorologe lernt man zu verstehen, wie Wetter und Klima unsere Welt beeinflussen.

 

Studienaufbau

Die konsekutiven Studiengänge bestehen aus einem 6-semestrigen Bachelor- und einem 4-semestrigen Masterstudium mit studienbegleitenden Prüfungen:

Das Meteorologiestudium im Bachelor zielt darauf ab, sich neben einem physikalisch-mathematischen Grundwissen eine umfassende Kenntnis der Meteorologie anzueignen. Hierbei übt man sich zugleich darin, komplexe Probleme kreativ mithilfe einer analytischen Denkweise anzugehen und zu lösen. Die Meteorologie-Studierenden an der JGU profitieren von einem sehr breiten Forschungsangebot, das ihnen die Wahl unter den Forschungsgruppen am Institut für Physik der Atmosphäre ermöglicht. Bereits im Bachelorstudium können die Studierenden aktiv wissenschaftliche Beiträge leisten, sowohl vor Ort als auch an weltweit führenden Forschungsinstituten. Viele Forschungsgruppen bieten bezahlte Stellen, die Studierenden dabei helfen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten – und die gleichzeitig einen Einblick in die aufregende Welt der Wissenschaft erlauben.

Der Studiengang „Bachelor of Science Meteorologie“ umfasst insgesamt sechs Semester (Regelstudienzeit) und gliedert sich in zwei Phasen: das Grundstudium und das Hauptstudium.

Während der ersten zwei Semester (Grundstudium) gibt eine umfassende Einführung in die Meteorologie und Klimatologie. Zudem werden die grundlegenden Inhalte der experimentellen und der theoretischen Physik sowie der Mathematik erlernt.

Im dritten bis sechsten Semester (Hauptstudium) werden die Kenntnisse in den Hauptgebieten der Meteorologie vertieft. Ab dem dritten Semester dienen physikalische und meteorologische Praktika dazu, den Aufbau von Experimenten im Labor und den Umgang mit Messgeräten zu üben. Hinzu kommen fachübergreifende Wahlpflichtveranstaltungen (Vorlesungen und Praktika). Ergänzt wird das Studium von einem vierwöchigen Berufspraktikum, das einen ersten Eindruck des breitgefächerten Aufgabengebiets eines Meteorologen bietet. Die Bachelorarbeit und die mündliche Abschlussprüfung sind für das sechste Semester vorgesehen.

Auslandsstudium

Studieren inmitten von Eis und Schnee nördlich des Polarkreises bei etwa 78°N? Wie soll das gehen?

(c) Dr. Heiko Bozem

(c) Dr. Heiko Bozem

Ein Auslandssemester am University Centre in Svalbard (UNIS) in Longyearbyen erlaubt während Ihres Meteorologiestudiums genau das! Aber nicht nur Longyearbyen oder Bergen in Norwegen sind beliebte Ziele der Mainzer Meteorologiestudierenden. Auch Uppsala (Schweden), Warschau (Polen) oder Toulouse (Frankreich) sind möglich.

Aber warum überhaupt ins Ausland?

Ein Auslandssemester ist nicht nur ein echtes "Plus" im Lebenslauf, es bietet auch eine einzigartige Möglichkeit viele interessante Erfahrungen zu machen und Bekanntschaften auf der ganzen Welt zu schließen. Dazu können Fächer wie z.B. Ozeanographie belegt werden, die an der JGU Mainz nicht angeboten werden.

Und so wird's gemacht:

Sowohl im Bachelorstudium (ab dem 5. Semester), zwischen Bachelor- und Masterstudium als auch im Masterstudium ist ein Auslandssemester möglich. Ein Auslandssemester wird nicht als Fachsemester gezählt und wir erkennen sofern möglich alle Leistungen an, die im Ausland erbracht werden. Es besteht also kein Grund zur Sorge, dass durch einen Auslandsaufenthalt Zeit verloren geht oder er sich sogar nachteilig auswirkt, ganz im Gegenteil!

Wir empfehlen sich frühzeitig (z.B. ab dem 3. Semester) mit dem Thema zu beschäftigen. Anmeldefristen, Stipendienangebote und unterschiedliche Semesterzeiten sind zu berücksichtigen und bedingen gewisse Vorlaufzeiten.

Im Rahmen des EU-Austauschprogramms ERASMUS  pflegt der Fachbereich Kooperationen mit 36 Hochschulen in insgesamt 12 Ländern. Für weitere Informationen einfach an den ERASMUS-Beauftragten der Meteorologie, Dr. Joachim Eichhorn, wenden.

Darüber hinaus gibt es die Kontaktstelle Internationales im Fachbereich mit ausführlichen Informationen zu Partnerhochschulen, Finanzierungsfragen, Ankündigungen von Informationsveranstaltungen sowie einer kommentierte Linkliste.

Auf den zentralen Internetseiten der Johannes Gutenberg-Universität zudem allgemeine Informationen zum Thema Auslandsaufenthalt zu finden.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Praktika

Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen überhaupt entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern.

Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.

Fremdsprachenkenntnisse und weitere Hinweise

Englischkenntnisse sind unerlässlich, weil die wissenschaftliche Kommunikation im Fach Meteorologie überwiegend in englischer Sprache erfolgt.

Brückenkurs Mathematik

Der Fachbereich bietet zum besseren Übergang von Schule zu Hochschule und zur Angleichung der Vorkenntnisse Brückenkurse über Mathematik an. Es wird dringend geraten an diesen Brückenkursen teilzunehmen – dies gilt umso mehr, wenn das Studium nicht nahtlos an die Schulzeit anschließt.

Weitere Info, Termine und Zeiten finden Sie unter www.studium.fb08.uni-mainz.de/mathematik/erstsemester-info/brueckenkurs-mathematik.

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsaussichten

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Meteorologie-Studiums stehen unseren Absolventinnen und Absolventen viele Türen offen. Dabei sind die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt so vielfältig wie die Inhalte des Studiums. Über 50 Prozent der Meteorologie-Absolventen in Mainz streben nach dem Studium eine wissenschaftliche Karriere an und starten eine Promotion. Dabei profitieren sie von der exzellenten Ausbildung in Mainz und den guten Kontakten und Forschungskooperationen im nationalen und internationalen Umfeld.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung landet nur ein geringer Teil unserer Absolventen tatsächlich in der klassischen Wettervorhersage, sei es bei kleineren Wetterdienstleistern oder beim staatlichen Deutschen Wetterdienst (DWD). Wegen ihrer im Studium erworbenen Fähigkeiten, große Datenmengen und Zeitreihen zu analysieren, sind Meteorologen gerne in der Finanzbranche gesehen. Die Techniken, den Verlauf eines Aktienkurses zu verstehen, sind dieselben, die man bei der Analyse von langjährigen meteorologischen Zeitreihen anwendet.

In der Versicherungsbranche werden Experten auf dem Gebiet der Atmosphärenphysik vor allem zur quantitativen Einschätzung der Risiken eines sich ändernden Klimas benötigt. Welche Wetterextreme sind in welchem Ausmaß in welchen Gebieten zu erwarten? Natürlich werden unsere Absolventen auch in der Energiebranche gebraucht. Gerade heute ist es wichtig, regenerative Energien so effizient wie möglich einzusetzen. Dies geht nur mit einem fundierten Wissen über die meteorologischen Zusammenhänge – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und darüber hinaus.

Neben den eher theoretischen Berufsfeldern können unsere ehemaligen Studierenden ihr Wissen auch bei der Entwicklung von neuen technischen Geräten wie Pumpen, Sensoren oder anderen präzisen Gerätschaften einbringen. Durch die Erfahrungen in der Entwicklung und Bedienung von hochsensiblen meteorologischen Messgeräten im Labor oder bei einer Messkampagne sind unsere Studierenden perfekt auf die späteren Anforderungen vorbereitet.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ausgebildet als Generalisten mit speziellen Kompetenzen zur Lösung komplexer Probleme sind Meteorologen für die verschiedensten Branchen des Arbeitsmarkts attraktiv.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de