Bachelor of Education (B.Ed.)

In Rheinland-Pfalz besteht die Lehramtsausbildung aus den Studiengängen Bachelor of Education (B.Ed.) und anschließendem Master of Education (M.Ed.).

Der Studiengang Bachelor of Education umfasst zwei Fachwissenschaften einschließlich ihrer jeweiligen Fachdidaktik sowie das Fach Bildungswissenschaften.

Angebotene Fachwissenschaften

Bildende Kunst Biologie Chemie
Deutsch Englisch Ev. Religionslehre
Französisch Geographie Geschichte
Griechisch Informatik Italienisch
Kath. Religionslehre Latein Mathematik
Musik Philosophie Physik
Russisch Sozialkunde Spanisch
Sport

Kombinationsmöglichkeiten

Informatik kann ausschließlich in Kombination mit Mathematik oder Physik studiert werden.

Die Fächer Kunst und Musik können nicht miteinander kombiniert werden.

Alle anderen Fächer sind frei kombinierbar.

Studienaufbau

Ein besonderes Merkmal des lehramtsbezogenen Bachelorstudiums in Rheinland-Pfalz ist seine polyvalente Ausrichtung. Polyvalenz bedeutet in diesem Fall, dass die ersten vier Semester des Bachelorstudiums nicht speziell auf eine Schulart zugeschnitten sind. Erst ab dem fünften Semester weist das Studium eine schulartspezifische Ausrichtung auf. Grundsätzlich werden innerhalb von Rheinland-Pfalz erworbene Abschlüsse im Studiengang Bachelor of Education mit dem gleichen schulartspezifischen Schwerpunkt ohne Gleichwertigkeitsprüfung wechselseitig anerkannt. An der JGU ist im Studiengang Bachelor of Education ab dem 3. Studienjahr die Schwerpunktbildung ausschließlich für das gymnasiale Lehramt möglich. Entsprechend wird der Master of Education (M.Ed.) nur für das gymnasiale Lehramt angeboten.

Die Bachelorarbeit des B.Ed. kann auch in dem Fach Bildungswissenschaften geschrieben werden und muss in einem anderen Fach als die Masterarbeit angefertigt werden.

Eine Zulassungsbeschränkung beim Übergang vom B.Ed. zum M.Ed. besteht in Rheinland-Pfalz nicht.

Schulpraktika

Schulpraktika sollen Elemente der Berufspraxis in das Studium integrieren. Durch die Praktika soll zum einen frühzeitig ein wissenschaftlich fundiertes Handlungsverständnis aufgebaut werden. Zum anderen dienen die Praktika der Überprüfung der persönlichen Eignung und Neigung für den Lehrberuf. Die Orientierenden Praktika sollen an verschiedenen Schularten absolviert werden. (Eines der Orientierenden Praktika kann durch ein Praktikum an einem außerschulischen Lern- oder Ausbildungsort ersetzt werden, z.B. Kindergarten oder eine Assessorentätigkeit im Rahmen des tasteMINT-Angebots des Ada-Lovelace-Projekts der JGU.)

Orientierendes Praktikum 1: 15 Unterrichtstage, nach dem 1. Semester des Bachelorstudiengangs (3 LP)

Orientierendes Praktikum 2: 15 Unterrichtstage, in der Regel vor der Wahl des lehramtsspezifischen Schwerpunktes (3 LP)

Vertiefendes Praktikum Bachelor: 15 Unterrichtstage, in der Regel während der vorlesungsfreien Zeit nach dem Orientierenden Praktikum 2 (4 LP)

Anerkennung
Für die Anerkennung von Praktika, die vor Studienbeginn abgeleistet wurden, gibt es keine allgemeinverbindliche Regelung. Dies ist im Einzelfall mit dem Hochschulprüfungsamt abzuklären.

Anmeldung
Die Anmeldung zu allen Praktika erfolgt ausschließlich über die eigens eingerichtete Internetplattform www.schulpraktika.rlp.de

Regelstudienzeit und Leistungspunkte

Die Regelstudienzeit für den Studiengang Bachelor of Education beträgt 6 Semester und umfasst 180 Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System (ECTS). Die im Bachelor of Education vorgesehenen Leistungspunkte (LP) verteilen sich wie folgt:

zwei Fächer mit je 65 LP
Bildungswissenschaften 30 LP
Bachelorarbeit 10
LP
Schulpraktika 10 LP

Einzelheiten bezüglich der zu erbringenden Leistungsnachweise finden Sie in den Prüfungsordnungen.

Integriertes Studienprogramm und bilinguale Zusatzqualifikation

Im Schuldienst werden immer mehr Lehrkräfte gebraucht, die im Rahmen ihrer Fächerkombination ein bilingual unterrichtetes Sachfach (Geschichte, Geographie, Sozialkunde) vertreten und eine Fremdsprache (Englisch und Französisch) fast wie ihre Muttersprache beherrschen oder sogar als Muttersprache sprechen.

Im Rahmen des integrierten lehramtsbezogenen Bachelorstudiengangs Mainz-Dijon (mit der Université de Bourgogne, Dijon) ist ein Doppelabschluss (Bachelor of Education/Licence der Université de Bourgogne) möglich. Weitere Informationen zum integrierten lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang Mainz-Dijon erteilt das Dijon-Büro.

Auch wer nicht am integrierten lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang Mainz-Dijon teilnimmt, kann eine Zusatzqualifikation für den bilingualen Unterricht erwerben. Möglich sind derzeit Zusatzqualifikationen in Geschichte/Französisch, Geschichte/ Englisch, Geographie/Französisch, Geographie/ Englisch, Sozialkunde/Englisch. In der Regel dauert die Qualifizierung zwei Semester.

Weitere Informationen zum Erwerb der bilingualen Zusatzqualifikation finden Sie hier.

Erweiterungsprüfung

Im Bachelor of Education können Sie ab dem 5. Fachsemester eine dritte Fachwissenschaft (Erweiterungsprüfung) belegen.

Hierfür absolvieren Sie ca. 6 Module aus dem regulären B. Ed. und M. Ed.

Details hierzu entnehmen Sie bitte der Ordnung für die Prüfung im lehramtsbezogenen Zertifikatsstudiengang (Erweiterungsprüfung) sowie dem dazugehörigen fachspezifischen Anhang Ihres Faches.

Falls Sie derzeit im Bachelor of Education an der JGU eingeschrieben sind und zusätzlich zu Ihrer bisherigen Fächerkombination ein weiteres Fach (Erweiterungsprüfung (B.Ed/M.Ed) ) wählen möchten, bewerben Sie sich bitte dafür innerhalb der Bewerbungszeiträume über das Online-Portal.

Für die Einschreibung in das 1. Fachsemester der Erweiterungsprüfung (B.Ed/M.Ed) gelten die gleichen Zulassungsbeschränkungen wie für das 1. Fachsemester des Bachelor of Education des jeweiligen Faches.

Falls Sie das Studium im Bachelor of Education bereits abgeschlossen haben und sich für das 1. Fachsemester eines zulassungsbeschränkten Faches im lehramtsbezogenen Zertifikatsstudium (Erweiterungsprüfung) bewerben möchten, wird Ihr Studienwunsch im Rahmen des Zulassungsverfahrens wie ein Zweitstudium behandelt; bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweise zum Zweitstudium. Im Fall der Zulassung und Einschreibung wird für das lehramtsbezogene Zertifikatsstudium (Erweiterungsprüfung) keine Studiengebühr erhoben, da das lehramtsbezogene Zertifikatsstudium (Erweiterungsprüfung) generell von der Studiengebührenpflicht ausgenommen ist.

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