Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften (M.A.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Master of Arts (M.A.)

der JGU und Hochschule Mainz

Regelstudienzeit:

4 Semester

Studienbeginn:

Wintersemester

Zulassungsbedingungen:

im 1. Fachsemester universitätsintern zulassungsbeschränkt

Bewerbung:

über das Studierendensekretariat der JGU

zum Bewerbungsverfahren

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen: Unterrichtssprache: Deutsch
Erforderlicher Sprachnachweis: DSH-2

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.04. - 15.05.

vorausgehende Bachelor:

B.A. in einer Geistes- oder Kulturwissenschaft oder B.Sc. in einer angewandten Informatik bzw. einem Fach mit informationswissenschaftlichem
Schwerpunkt

Homepage:

Masterstudiengang Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften (M.A.)

Fachbereich:

Fachbereich 07 - Geschichts- und Kulturwissenschaften

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Der erstmals zum Wintersemester 2016/17 angebotene hochschulübergreifende Masterstudiengang "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften" wird als konsekutiver, forschungsorientierter Studiengang angeboten. Voraussetzung ist ein Bachelorabschluss in einer Geistes- oder Kulturwissenschaft oder einem Fach der angewandten Informatik bzw. mit einem informationswissenschaftlichen Schwerpunkt. Der innovative Studiengang ist auf zunächst 24 Studierende pro Jahr mit Studienbeginn jeweils zum Wintersemester beschränkt.

Ziel des Studiums "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften" ist die Anwendung innovativer digitaler Methoden zur Lösung geistes- und kulturwissenschaftlicher Fragestellungen. Die Absolventinnen und Absolventen können die Methodik in ihrer Wirkungsweise beurteilen und ihre bedarfsorientierte Weiterentwicklung anleiten. Der Studiengang ist an der Schnittstelle von angewandter Informatik zu den Geistes- und Kulturwissenschaften angelegt und erschließt Forschungsprobleme entlang der digitalen Methodik statt innerhalb der Disziplinen. Studierende des Mainzer Studiengangs bekommen daher einen breiten Einblick in die verschiedenen Bereiche der Digital Humanities. Sie wählen nach eigenem Interesse aus einem großen Angebot digitaler Methoden in den vier Wissensdomänen Text und Sprache, Objekte mit Raumbezug sowie Musik- und Medieninformatik. Eine solche Vielfalt innerhalb eines Masterstudiengangs wird deutschlandweit nur in Mainz geboten.

Eine weitere Besonderheit ist die Angleichung, in der die Studierenden ihrem Bachelorabschluss entsprechend die nötigen Grundlagen der Informatik bzw. der Geisteswissenschaften erlernen. Dazu besuchen sie entweder ausgewählte einführende Lehrveranstaltungen der Informatik oder der Geschichtswissenschaften. Der Studiengang ist ausgesprochen anwendungsorientiert und bietet mit einem hohen Anteil von Übungen, Blockseminaren und einem zehn Wochen umfassenden Praktikum Raum, um theoretisches Wissen umzusetzen und eigene technische Lösungen auszuprobieren.

Kleine Gruppengrößen und die enge Anbindung an die Forschungstätigkeit der Lehrenden bietet den Studierenden ausgezeichnete Bedingungen, um sich in einem neuen und stark nachgefragten Arbeitsfeld zu etablieren.

Die Einrichtung des neuen Masterstudiengangs trägt den Entwicklungen im Zuge der umfassenden Digitalisierung wissenschaftlicher Information Rechnung. Aktuelle Forschungsansätze in den Geistes- und Kulturwissenschaften beschäftigen sich mit immer umfangreicheren Datenvolumina, leiten fachspezifisch relevante Fragen an diesen digitalen Materialien ab und entwickeln auf Grundlage zeitgemäßer informationstechnischer Konzepte innovative analytische Methoden und veränderte Formen der Kommunikation der Forschungsergebnisse. Die digitale Methodik steht damit als Bindeglied zwischen den wachsenden digitalen Quellenbeständen und dem Spektrum innovativer Analytik vor dem Hintergrund der sich dynamisch entwickelnden Webtechnologien.

Angesiedelt am Fachbereich 07 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist er als hochschulübergreifender Studiengang mit dem Fachbereich Technik an der Hochschule Mainz – University of Applied Sciences konzipiert und umfasst eine Kooperation mit vier prominenten geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsinstitutionen am Wissenschaftsstandort Mainz: der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (ADW), dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz (IEG), dem Institut für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V. (IGL) und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum und Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM). Inhaltlich begleitet und organisatorisch unterstützt wird der Studiengang durch mainzed, das Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften, über das die auch am Studiengang beteiligten Institutionen ihre Forschungsarbeiten koordinieren und personelle und fachliche Synergien realisieren.

Studienaufbau

Der Masterstudiengang "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften" ist modular aufgebaut und umfasst 120 LP, die in vier aufeinanderfolgenden Semester zu insgesamt mind. 36 SWS erbracht werden. Der Studiengang beginnt nur zum Wintersemester, um die systematische Heranführung an die Studieninhalte zu gewährleisten und allen Studierenden ein vollumfängliches, gleichartiges Studienangebot zu bieten. Zu besuchen sind

  1. im 1. bis 2. Studiensemester insgesamt zwei aufeinanderfolgende Module zur Angleichung, in denen die Studierenden entsprechend ihres Bachelorabschlusses entweder Grundlagen der angewandten Informatik oder der Geschichtswissenschaft erlernen;
  2. im 1. bis 2. Studiensemester weiterhin verpflichtend zwei Module "Digitale Geistes- und Kulturwissenschaften" ("Grundlagen" und "Vertiefung");
  3. im 1. und 2. Studiensemester ein verpflichtendes Modul "Digitale Methodik";
  4. im 1. und 2. Studiensemester ein Wahlpflichtmodul "Profilbildung";
  5. im 3. Studiensemester das "Praxismodul" sowie
  6. im 3. Studiensemester das Modul "Webanwendungen".

Abgeschlossen wird das Studium im 4. Semester mit einer Masterarbeit.

Zu a): Studierende mit einem Bachelor in einer Geistes- oder Kulturwissenschaft belegen die Angleichungen "Informatik I" und "Informatik II". Einige Veranstaltungen dieser Angleichung werden an der Hochschule Mainz angeboten und richten sich nach den Vorlesungszeiten der Hochschule. Der verpflichtende Besuch des mehrtägigen Blockseminars zu Beginn des 1. Studiensemester im Modul "Digitale Geistes- und Kulturwissenschaften – Grundlagen" (b) wird trotz zeitlicher Überschneidung mit Lehrveranstaltungen des Moduls "Angleichung Informatik I" ermöglicht. Studierende mit einem Bachelor in einem Studienfach mit informationswissenschaftlichem Schwerpunkt oder aus der angewandten Informatik belegen die Angleichungsmodule "Geistes- und Kulturwissenschaften I" und "Geistes- und Kulturwissenschaften II".

Zu b): Der Studienaufbau unterstützt durch regelmäßige, im Studienverlauf verankerte, gemeinsame Veranstaltungen, die inhaltlich von den Studierenden mitgestaltet werden, den interdisziplinären Austausch zwischen den Studierenden und trägt so den heterogenen Profilen der akademischen Erstabschlüsse Rechnung. Zu Beginn des Wintersemesters wird die Gruppe der Studienanfängerinnen bzw. -anfänger im Blockseminar des Moduls "Digitale Geistes- und Kulturwissenschaften – Grundlagen" zusammengeführt, an dessen Vorbereitung Studierende im zweiten Semester beteiligt sind.

Zu c): In dem Pflichtmodul "Digitale Methodik" können die Studierenden eine oder zwei digitale Methodenschwerpunkte ausbilden. Bei einem Überschreiten der für das Modul notwendigen Anzahl von Leistungspunkten (14 LP) können einzelne Lehrveranstaltungen (in einem Umfang von bis zu 5 LP) des Moduls auch für das Wahlpflichtmodul "Profilbildung" angerechnet werden.

Zu d): Im Wahlpflichtmodul "Profilbildung" sollen die Studierenden die Digitalen Methoden in den fachwissenschaftlichen Zusammenhang einordnen. Dazu können Studierende mit einem Bachelor in einer Geistes- oder Kulturwissenschaft im Umfang von 14 LP, mind. aber 7 LP, nach freier Wahl Lehrveranstaltungen der Masterstudiengänge in den Fächern Ägyptologie, Allgemeine Sprachwissenschaft, Altorientalische Philologie, Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte, Buchwissenschaft, English Linguistics, Germanistik, Geschichtswissenschaft, Klassische Archäologie, Musikwissenschaft, Translationswissenschaften, Vergleichende Sprachwissenschaft, Vorderasiatische Archäologie oder Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie wählen. Studierenden mit einem Bachelor in angewandter Informatik oder einem Fach mit informationswissenschaftlichem Schwerpunkt stehen entsprechend die Veranstaltungen der Masterstudiengänge der Informatik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Geoinformatik und Vermessungstechnik (Vollzeit) an der Hochschule Mainz offen. Sofern die Studentin bzw. der Student wünscht, eine oder mehrere Lehrveranstaltungen aus einem anderen Fach oder einem anderen disziplinären Zusammenhang zu belegen, als sie bzw. er im Bachelorstudium studiert hat, wird dringend empfohlen, sich vor Beginn der Veranstaltung an die Studiengangberatung des gewünschten Fachs zu wenden. Die Beratung wird insbesondere für alle Fächer mit einem sprachwissenschaftlichen Anteil (hier auch Vorderasiatische Archäologie) und den Lehrveranstaltungen der Informatik an der Universität dringend angeraten.

Bis zu 5 LP aus Lehrveranstaltungen des Moduls "Digitale Methodik" können auch im Modul "Profilbildung" eingebracht werden, wobei allerdings eine Anrechnung der Leistungspunkte für beide Module ausgeschlossen ist.

Zu e): Das Praktikum beinhaltet erstens die praktische Bearbeitung eines Themas und findet als Block im Umfang von in der Regel zehn Wochen an einer wissenschaftlichen Institution und in einem konkreten Projektbezug statt. Regelmäßig angeboten werden entsprechende Projekte und Arbeitsplätze von den am Studiengang beteiligten Einrichtungen: Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz, i3mainz an der Hochschule Mainz, in verschiedenen Instituten und Einrichtungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität e. V., Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und Römisch-Germanisches Zentralmuseum und Leibniz-Forschungsstelle Archäologie. Zu Beginn des Praktikums werden in einem in der Regel zweitägigen Block die geplanten Arbeiten von den Studierenden vorgestellt und am Ende des Semesters die Ergebnisse in einer von den Studierenden selbst organisierten, üblicherweise eintägigen Veranstaltung präsentiert. Während des Praktikums müssen die Studierenden regelmäßig und fortlaufend über ihr Projekt berichten. Dies kann im Rahmen eines öffentlichen Webblogs erfolgen. Das Praktikum kann nach Absprache an einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung im In- und Ausland abgeleistet werden (s. dazu auch Abschnitt "Auslandsstudium").

Zu f): Das abschließende Modul Webanwendungen im 3. Semester findet als mehrtägi­ger Block am Ende der Vorlesungszeit statt.

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzung für den integrierten Masterstudiengang "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften" ist der Nachweis eines Bachelorabschlusses in einer Geistes- oder Kulturwissenschaft oder einem Fach der angewandten Informatik oder einem Fach mit einem informationswissenschaftlichen Schwerpunkt oder eines Studienabschlusses an einer Hochschule  in Deutschland oder im Ausland, der sich davon nicht wesentlich unterscheidet.

Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen; dies umfasst nicht das Anfertigen von schriftlichen Studienleistungen sowie von Prüfungsleistungen in englischer Sprache. Eine Ausnahme bildet das Modul "Digitale Methodik", insbesondere im Schwerpunkt English Linguistics. Für diesen Schwerpunkt werden englische Sprachkenntnisse auf mindestens B2-Niveau empfohlen.

In einem benoteten Auswahlgespräch [erst ab dem Wintersemester 2017/18], das einen zeitlichen Rahmen von 15 bis 20 Minuten umfasst, wird festgestellt, ob die Bewerberin oder der Bewerber eine hinreichende Eignung für ein erfolgreiches Studium im Masterstudiengang "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften" aufweist. In diesem Auswahlgespräch wird über die für diesen Masterstudiengang erforderlichen besonderen Anforderungen und die Erwartungen der Bewerberin bzw. des Bewerbers gesprochen. Beurteilungskriterien sind interdisziplinäre Kompetenzen und Interessen sowie die Fähigkeit, die eigenen fachlichen Qualifikationen in einem interdisziplinären Kontext zu reflektieren und berufliche Perspektiven im Zusammenhang mit dem Studiengang im Forschungsfeld Digital Humanities zu entwickeln.

  1. Für die Durchführung der Auswahlgespräche werden Auswahlbeauftragte vom Prüfungsausschuss eingesetzt.
  2. Das Auswahlgespräch wird von zwei Prüfungsberechtigten gemäß § 8 Abs. 2 und einer sachkundigen Beisitzerin oder einem sachkundigen Beisitzer (nach Möglichkeit die Studienmanagerin bzw. der Studienmanager) durchgeführt. Das Gespräch kann mit maximal fünf Bewerberinnen bzw. Bewerbern gleichzeitig geführt werden.
  3. Zum Auswahlgespräch werden Bewerberinnen oder Bewerber durch einen der Auswahlbeauftragten schriftlich unter Angabe von Zeitpunkt und Ort eingeladen. Die Ladung ist rechtzeitig erfolgt, wenn sie mindestens 10 Werktage vor dem Auswahlgespräch abgesandt wurde.
  4. Erfüllt die Bewerberin oder der Bewerber die Zulassungsvoraussetzungen nicht, wird ihr oder ihm dies von der Universität schriftlich mitgeteilt. Erscheint die Bewerberin oder der Bewerber zu dem festgelegten Termin ohne genügende Entschuldigung nicht oder bricht sie oder er das Auswahlgespräch ohne genügende Entschuldigung ab, so gilt sie oder er als nicht geeignet.
  5. Über das Auswahlgespräch ist eine Niederschrift anzufertigen. In ihr sind aufzunehmen:
    a) die Namen der oder des Prüfungsberechtigen und der Beisitzerin oder des Beisitzers,
    b) der Name der Bewerberin oder des Bewerbers,
    c) das Datum sowie Beginn und Ende des Auswahlgesprächs,
    d) Gegenstand des Auswahlgesprächs,
    e) die Entscheidung über die Note des Auswahlgesprächs.

Die Niederschrift ist von der oder dem Prüfungsberechtigen und der Beisitzerin oder dem Beisitzer zu unterzeichnen. Sie kann von der Bewerberin oder dem Bewerber auf Antrag eingesehen werden.

  1. Das Auswahlgespräch wird von den Prüferinnen oder den Prüfern unter Anhörung der Beisitzerin oder des Beisitzers bewertet. Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses teilt das Ergebnis der Bewerberin oder dem Bewerber schriftlich mit. Ablehnungsbescheide sind mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
  2. Für das Auswahlgespräch gelten § 3 Abs. 2; § 12 Abs. 5, § 16 und § 18 entsprechend.

Weitere Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften" ist, dass der Prüfungsanspruch für diesen Studiengang noch nicht verloren ist. Zur diesbezüglichen Überprüfung ist eine entsprechende Erklärung vorzulegen.

Soweit zum Nachweis eines Bachelorabschlusses nach Abs. 1 Nr. 1 ein Abschlusszeugnis bis zum Ende der Bewerbungsfrist nicht vorliegt, ist eine Bewerbung auf der Grundlage einer Bescheinigung über bereits erbrachte Prüfungs- und Studienleistungen im Umfang von mindestens 135 Leistungspunkten möglich, die von der zuständigen Stelle der bisherigen Hochschule ausgestellt worden sein muss. Sofern für den Studiengang eine Zulassungsbeschränkung besteht, sind die Bestimmungen der Hochschulauswahlsatzung in der aktuell gültigen Fassung zu beachten; das endgültige Ergebnis des Bachelorabschlusses wird in diesem Fall im Auswahlverfahren nicht berücksichtigt. Wird eine Bewerberin bzw. ein Bewerber aufgrund der in Satz 1 benannten Bescheinigung ausgewählt, so erfolgt die Zulassung unter dem Vorbehalt, dass innerhalb einer im Zulassungsbescheid bestimmten Frist ein Abschlusszeugnis vorgelegt wird. Wird dieser Nachweis nicht fristgerecht erbracht, erlischt die Zulassung.

Das Bewerbungs- und das Zulassungsverfahren werden von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt. Alle erforderlichen Unterlagen sind dort fristgerecht einzureichen. Auch bei bestehenden Zugangsvoraussetzungen hängt die Zulassung zum Masterstudiengang "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften" vom erfolgreichen Durchlaufen des Auswahl- und Zulassungsverfahrens ab. Das Auswahlverfahren ist in der Hochschulauswahlsatzung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz geregelt.

Die Einschreibung erfolgt sowohl an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als auch an der Hochschule Mainz.

Auslandsstudium

Auslandsaufenthalte sind im Rahmen des Masterstudiengangs "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften" zu empfehlen. Das gilt insbesondere für diejenigen Studierenden, die im Rahmen ihres Bachelorstudiengangs noch keinen Aufenthalt im Ausland absolviert haben.

Für ein Auslandssemester empfiehlt sich das 3. Fachsemester. Im Ausland erbrachte Prüfungsleistungen können im Rahmen der geltenden einschlägigen Bestimmungen anerkannt werden. Kann im Ausland keine Prüfungsleistung erbracht werden, kann das Modul "Webanwendungen" nach Absprache mit der Studiengangberatung durch gemeinsam ausgewählte Veranstaltungen im Umfang von insgesamt mindestens 8 LP aus den Modulen "Digitale Methodik" und "Profilbildung" im 1. und 2. Studiensemester ersetzt werden und das Praxismodul in den vorlesungsfreien Zeiten zwischen dem 2., 3. und/oder 4. Studiensemester abgeleistet werden.

Nachhaltig empfohlen wird aber anstatt eines Auslandssemesters die Wahl einer Praxisprojektstelle für das "Praxismodul" an einer wissenschaftlichen Einrichtung im Ausland. Die Auswahl muss in Abstimmung mit der Studiengangberatung erfolgen. Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Einrichtungen bietet mainzed (Anlaufstelle: Geschäftsführung). Partner im mainzed sind alle am Studiengang beteiligten Institutionen. Jede dieser Institutionen verfügt über eine Vielzahl an Kooperationen mit ausländischen Forschungsinstituten. Alle Kooperationen zusammengenommen ergibt sich ein internationales, transdisziplinäres Netzwerk, das entsprechend vielfältige Möglichkeiten zur Projektarbeit im Ausland oder mit ausländischen Partnern bietet.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Praktika

Teil des Studiums ist ein zehn Wochen umfassendes Praxisprojekt im 3. Studiensemester (s. dazu Abschnitt "Studienaufbau").

Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potenziellen späteren Arbeitgebern.
Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Den Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs eröffnen sich vielfältige berufliche Perspektiven, insbesondere in den folgenden Bereichen: Forschung an Hochschulen und außeruniversitären wissenschaftlichen Einrichtungen, Begutachtungen für Wissenschaftsförderer, Implementierung neuer Publikationsformen und Lektorat in Verlagen und Medienunternehmen sowie Modelierung geisteswissenschaftlicher Inhalte in der Softwareentwicklung (Sprachverarbeitung, Serious Games etc.). Eine frühe Schwerpunktausrichtung bereits im ersten Studienjahr ermöglicht Studierenden zudem eine fachspezifische Profilbildung. Somit ist auch eine weiterführende wissenschaftliche Karriere innerhalb einer selbst gewählten Fachrichtung möglich. Zudem beinhaltet die Vereinbarung zur Gründung von mainzed die Planung eines kooperativen Promotionsprogramms, das den Absolventinnen und Absolventen offen stehen soll.

Aufgrund ihrer transdisziplinären Ausbildung können die Absolventinnen und Absolventen innerhalb akademischer Forschungsprojekte in idealer Weise die Schnittstelle zwischen Informatik und Geistes- und Kulturwissenschaften ausfüllen und somit den Anforderungen geisteswissenschaftlicher Daten im Kontext informationstechnischer Anwendungen gerecht werden. Die insbesondere im Rahmen der geistes- und kulturwissenschaftlichen Ausbildung erlangten Kompetenzen wie Flexibilität, analytisches Denken und sprachliches Ausdrucksvermögen in Kombination mit den informationstechnischen Kenntnissen macht die Absolventinnen und Absolventen zudem interessant für die IT-Branche.

Das gemeinsame Studium mit Kommilitoninnen und Kommilitonen unterschiedlichster akademischer Fachrichtungen sowie der hohe Anteil kollaborativer und praktischer Arbeiten bereitet die Absolventinnen und Absolventen umfassend auf die genannten Tätigkeitsfelder vor. Neben der fachlichen Bildung befördert das vorliegende Curriculum eine kommunikative Persönlichkeit mit Erfahrungen in der Teamarbeit, dem gemeinsamen Planen und Einhalten von Zeitabläufen sowie der Übernahme von Verantwortung im Rahmen komplexer Aufgabenstellungen.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de