Zahnmedizin (Staatsexamen)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Staatsexamen

Regelstudienzeit:

11 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

im 1. Fachsemester bundesweit zulassungsbeschränkt und in allen höheren Fachsemestern universitätsintern zulassungsbeschränkt

Bewerbung:

> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:

Erforderlicher Kurs der Feststellungsprüfung: Lebenswissenschaften/ M-Kurs
Ob die Feststellungsprüfung erforderlich ist, erfahren Sie auf Ihrer Anerkennungsurkunde.

Einzureichende Unterlagen:

Bei einem Hochschulortwechsel reichen Sie bitte folgende Unterlagen ein:

  • eine Unbedenklichkeitserklärung bei der Bewerbung
  • die Unbedenklichkeitsbestätigung der bisherigen Hochschule im Laufe des ersten Semesters.
  • Ab dem 6. FS muss der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung vorliegen. Wenn Sie das Physikum bestanden haben, Ihnen die Bescheinigung darüber aber bis zum Bewerbungsschluss noch nicht vorliegt, bewerben Sie sich fristgemäß und reichen die Bescheinigung über die bestandene Prüfung nach, wenn Sie einen Zulassungsbescheid erhalten haben, spätestens bis zur Einschreibung.

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 31.5. ("Altabiturienten") andernfalls 15.7.

Sommersemester: 15.1.

Fachbereich:

Fachbereich 04 - Universitätsmedizin

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Gegenstand

In der Bundesrepublik Deutschland, so hat es der Gesetzgeber festgelegt, dürfen nur Zahnärzte/innen mit Zulassung (Approbation) Behandlungen von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten durchführen.

Die Ausbildung zur Zahnärztin/zum Zahnarzt besteht aus einem Studium der Zahnheilkunde an einer Universität und umfasst die Bereiche Zahnerhaltungskunde (konservierende Zahnheilkunde), Zahnersatzkunde (Prothetik), zahnärztliche Chirurgie und Kieferorthopädie. Sie vermittelt aber nicht nur praktische Fertigkeiten, sondern auch soziale, ethische und menschliche Qualifikationen. Im Dialog mit ihren Patienten behandeln Zahnmediziner/innen heute nicht mehr nur Gesundheitsstörungen im Bereich der Zähne, des Mundes und der Kiefer. Ein wichtiger werdendes Arbeitsgebiet ist die Vorbeugung durch Aufklärung (Prophylaxe oder Prävention). Die Verhütung von Karies und Parodontose durch das ärztliche Gespräch mit dem Patienten hat in den letzten Jahren einen immer größeren Stellenwert erhalten.

Vor einem zahnmedizinischen Studium sollte sich jede/r selbst fragen, ob sie/er einige wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf mitbringt: handwerkliches Geschick, körperliche Belastbarkeit, gutes Sehvermögen, Geduld und vor allem die Fähigkeit, auf die Patienten einzugehen. Denn Zahnärzt/innen behandeln Menschen, nicht nur Zähne.

Studienaufbau

Vorklinischer Studienabschnitt / Grundstudium

  • 1.-5. Semester
  • Besuch von Vorlesungen, Praktika und Kursen
  • Biologie, Physik und Chemie, Anatomie, Physiologie und physiologische Chemie, Werkstoffkunde, Propädeutik und Zahnersatzkunde
  • In Kursen und Praktika wird der Lehrstoff gemeinsam besprochen und geübt, es gibt Demonstrationen und Vorführungen. Die Studierenden führen auch eigene Arbeiten und Versuche durch.
  • Nach dem 2. Semester Naturwissenschaftliche Vorprüfung („Vorphysikum“) in Chemie, Physik, Biologie
  • Nach dem 5. Semester Zahnärztliche Vorprüfung ("Physikum") in Anatomie, Physiologie, Physiologische Chemie, Zahnersatzkunde

Klinischer Studienabschnitt /Hauptstudium

  • 6.-10. Semester
  • Mittelpunkt dieses Studienabschnittes bilden allgemein-medizinische Fächer (Hygiene, Mikrobiologie, Pharmakologie, Pathologie, Chirurgie, Innere Medizin, HNO- und Hautkrankheiten und Radiologie) und vor allem die praktische Ausbildung in der Zahnheilkunde.
  • Vorlesungen, Übungen und Kurse in den Fächern Zahnerhaltungskunde, Parodontologie, zahnärztliche Chirurgie, Zahnersatzkunde, Kieferorthopädie und Kieferchirurgie. In diesen Kursen macht man sich zunächst mit den Behandlungsgeräten und Arbeitstechniken der Zahnärztin/ des Zahnarztes vertraut. Schließlich werden Patienten behandelt.
  • Studienbegleitende Leistungsnachweise zu den Unterrichtsveranstaltungen
  • Zahnärztliche Prüfung (Staatsexamen) in den 4 Haupt- und 7 Nebenfächern

Auslandsstudium

Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Fremdsprachenkenntnisse

Fremdsprachenkenntnisse sind keine Voraussetzung zur Aufnahme des Studiums der Zahnmedizin. Kenntnisse der englischen Sprache sind empfehlenswert. Terminologiekurse werden im Fachbereich angeboten.

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Informationsprogramme für Schüler/innen und Studieninteressierte

Sie können sich über dieses Fach im Rahmen des Schnuppertagsprogramm informieren.
Die Schnuppertage richten sich an einzelne Studieninteressierte, die überprüfen möchten, ob das entsprechende Studienfach den eigenen Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Sie können an einem Vormittag ein Studienfach genau kennen lernen: durch den Besuch typischer Lehrveranstaltungen und durch Gespräche mit Lehrenden und Studierenden. Jede Schüler/innengruppe wird von einer studentischen Tutorin bzw. einem studentischen Tutor betreut.
Weitere Informationen und Online-Anmeldeformulare finden Sie hier.

Berufsfelder

Der größte Teil der Zahnärzte/innen (etwa 90%) übt den Beruf als niedergelassene Zahnärztin/ niedergelassener Zahnarzt, das heißt in einer freien Praxis aus.
Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de