Unmittelbare fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung

Eine unmittelbare fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung können Sie beantragen, wenn:

  1. Sie eine mindestens mit dem Gesamtnotendurchschnitt 2,5 berufliche Ausbildung abgeschlossen haben. Falls Sie sowohl ein Zeugnis der Berufsausbildungsabschlussprüfung als auch ein Abschlusszeugnis der Berufsschule haben, wird der Gesamtnotendurchschnitt aus beiden Zeugnissen errechnet. Die Berechnung des Gesamtnotendurchschnitts erfolgt durch das Studierendensekretariat.
  2. Eine mindestens zweijährige berufliche oder vergleichbare Tätigkeit nach Abschluss der Berufsausbildung mit mindestens 50 v. H. der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit einer Vollbeschäftigung nachweisen können und
  3. hinreichende inhaltliche Zusammenhänge zwischen Berufsausbildung und dem gewünschten Studiengang bestehen.

Der Zusammenhang zwischen Ausbildung und Studiengang bezieht sich beim Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang auf das Kernfach und beim Lehramtsstudiengang auf eine der gewählten Fachwissenschaften.
Der gewünschte Studiengang muss somit eine eindeutige inhaltliche Nähe zur beruflichen Ausbildung aufweisen. Die Wahl eines Studienganges nur aus Gründen der persönlichen Neigung ist nicht vorgesehen.

Die Voraussetzung einer mindestens zweijährigen beruflichen oder vergleichbaren Tätigkeit muss bis spätestens zum Bewerbungsstichtag (15.01. bzw. 15.07. bei zulassungsbeschränkten Studiengängen; 1.03. bzw. 1.09. bei zulassungsfreien Studiengängen) erfüllt sein.

Im Ausland erworbene berufliche Ausbildungen, die in Deutschland anerkannt sind, berechtigen ebenfalls zum Studium, sofern auch alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind.
Hierbei gilt es aber einige Besonderheiten zu beachten:
Bevor ein Antrag für die Hochschulzugangsberechtigung an der JGU gestellt werden kann, muss der Studieninteressierte zunächst die Gleichwertigkeit der Berufsausbildung mit dem deutschen „Referenzberuf“ feststellen lassen. Die zuständigen Ansprechpartner kann man unter www.anerkennung-in-deutschland.de nachschlagen, in diesem Portal finden sich auch eine ganze Reihe weiterer nützlicher Informationen zum Anerkennungsverfahren.

Die fachgebundene Studienberechtigung kann für alle Fächer - ausgenommen sind Studiengänge, die mit einer kirchlichen Prüfung abschließen und das Fach Katholische Theologie - beantragt werden.

Um eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung für ein Studium an einer rheinland-pfälzischen Fachhochschule zu erwerben, genügt es, wenn Sie die Bedingung 1. und 2. erfüllen.

Die Einzelheiten regelt die "Landesverordnung über die unmittelbare Hochschulzugangsberechtigung beruflich qualifizierter Personen".

Die Beantragung einer fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung aufgrund der beruflichen Qualifikation erfolgt online. Weitere Informationen, den Link zur Antragsstellung und eine Anleitung finden Sie unter www.studium.uni-mainz.de/antrag-und-bewerbung.

Wichtig: Mit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung wird nur geregelt, dass Sie an der Universität studieren dürfen. Damit ist noch keine Studienplatzzusage für zulassungsbeschränkte Studiengänge verbunden.

Studienfach- oder Hochschulortwechsel

Da die fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung nur für das Studium innerhalb eines engen Fächerspektrums gilt, ist ein Fachwechsel in der Regel nicht möglich. Ob der Wechsel an die Universität eines anderen Bundeslandes möglich ist, erfragen Sie bitte direkt bei der jeweiligen Hochschule.