Sie sollten ein großes Interesse an naturwissenschaftlichen Themen und Fragestellungen mitbringen und Interesse am Fach Pharmazie haben. Leistungs- oder Grundkurse in Chemie sind empfehlenswert, aber keine Voraussetzung.  Da Laborpraktika ein wesentlicher Bestandteil des Studiums sind, sollten Sie außerdem Freude am praktischen Arbeiten im Labor mitbringen und gerne im Team arbeiten. Voraussetzung für die Arbeit im Labor ist auch ein verantwortungsvolles Arbeiten und die Rücksichtnahme bei Laborarbeiten.

Für das Studium benötigen Sie gute Kenntnisse der englischen Sprache, um Fachliteratur auf Englisch lesen und verstehen zu können. Die Sprachkenntnisse müssen Sie aber nicht gesondert nachweisen. Relevante Lateinkenntnisse, die Sie für das Pharmaziestudium benötigen, lernen Sie während des 1. Fachsemesters.

Um bestmöglich in Ihr Studium zu starten, empfiehlt sich vorab die Teilnahme am Brückenkurs B, damit Sie Ihre mathematischen Kenntnisse auffrischen.

Im Grundstudium (1. bis 4. Semester)

Pharmazeutisch-medizinische Chemie

  • Anorganische/Organische Chemie
  • Instrumentelle Analytik
  • Vorlesungen und Laborpraktika mit Durchführung qualitativer/quantitativer Bestimmungsmethoden für Arzneistoffe und organischer Synthesen

Pharmazeutische Biologie

  • Arzneipflanzenexkursionen
  • Praktika zu cytologischen/histologischen Themen
  • Humanbiologie
  • Biologie der Pflanzen

Pharmazeutische Technologie

  • Praktikum Arzneiformenlehre: Grundlagen der Herstellung von Arzneiformen (z.B. Lösungen, Cremes, Suspensionen)
  • ergänzt durch Vorlesungen

Im Hauptstudium (5. bis 8. Semester)

  • Ringvorlesungen in den Fächern Pharmazeutische/Medizinische Chemie, Biologie, Pharmazeutische Technologie und Pharmakologie
  • Pharmazeutische/Medizinische Chemie: Vorlesungen/ Praktika zu den Themen biochemische Methoden, Pathobiochemie und klinische Chemie
  • Pharmazeutische Biologie: Hauptthemen sind Arzneipflanzen, biogene Arzneimittel und Biotechnologie mit Vorlesungen/Praktika
  • Pharmazeutische Technologie: Technologische Verfahren und praktische Methoden zur Herstellung (z.B. Tablettierung) und Prüfung (z.B. Dosiergenauigkeit, Freisetzung, Stabilität) von Darreichungsformen von Arzneimitteln; Pharmakokinetik/ Biopharmazie (z.B. Resorption von Arzneistoffen)
  • Klinische Pharmazie: Patienten-orientierte Pharmazie, befasst sich mit allen Aspekten der Arzneimitteltherapie des Patienten, z.B. auch von besonderen Patientengruppen (z.B. Kinder, ältere Menschen, Schwangere); dies üben Sie auch in der „Trainingsapotheke“.
  • Pharmakologisch-toxikologischer Demonstrationskurs: Wirkweise von Arzneistoffen und Bildung toxischer Substanzen in Stoffwechselprozessen.
  • Im 6. Semester behandeln Sie Methoden der Arzneibücher, die zur Qualitätssicherung von Arzneistoffen notwendig sind.
  • Im 8. Semester erlangen Sie praktische Kenntnis über die Analytik und Quantifizierung von Arzneimitteln. Auch das therapeutische Drug Monitoring, d.h. die individuelle Dosierung von Arzneistoffen unter Kontrolle der Wirkstoffkonzentration im Blut bzw. Blutplasma, erlernen Sie in der Praxis.
  • Computergestützte Methoden für das Design neuer Wirkstoffe erlernen Sie im 5. und 8. Semester im Rahmen der Pharmazeutischen/Medizinischen Chemie.

Das Studium der Pharmazie ist ein Staatsexamensstudiengang. Um Ihnen eine bundesweit einheitliche Ausbildung zu ermöglichen, ist der Studienverlauf zum großen Teil fest vorgegeben. Im Wahlpflichtpraktikum können Sie allerdings entsprechend Ihrer Interessen in den einzelnen Forschungsbereichen der Arbeitsgruppen mitarbeiten. Eine Spezialisierung auf ein pharmazeutisches Fachgebiet ist erst im Rahmen einer Promotion möglich.

Anteile bezogen auf die Praktikumsstunden (Vorlesungen sind nicht berücksichtigt, Grundlage ist die Studienordnung Pharmazie)

Durch das Studium der Pharmazie und die zahlreichen Praktika lernen Sie, im Team zu arbeiten und erhalten eine praxisnahe Ausbildung.

Auslandsaufenthalte

Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.

Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.

Ein Auslandsaufenthalt wird während des Hauptstudiums (5.-8. Semester) empfohlen. Es bieten sich hierfür insbesondere das Wahlpflichtpraktikum oder das Praktische Jahr an.

Praktika

Im Rahmen des Studiums absolvieren Sie beispielsweise folgende Laborpraktika:

  • Allgemeine und analytische Chemie der anorganischen Arznei-,Hilfs- und  Schadstoffe, 12 SWS = 168h
  • Chemie der organischen Arznei-, Hilfs- und Schadstoffe, 12 SWS = 168 h
  • Instrumentelle Analytik, 12 SWS = 168h
  • Pharmazeutische Biologie III: Biologische und phytochemische Untersuchungen, 6 SWS = 84h
  • Pharmakologisch toxikologischer Demonstrationskursus, 8 SWS = 112h
  • Pharmazeutische Technologie, 14 SWS = 196h

Eine Auflistung weiterer Veranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Praktika) finden Sie in der Studienordnung für das Fach Pharmazie.

Auch Freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Durch betriebliche, außeruniversitäre Praktika in verschiedenen Bereichen, können Sie genauer einschätzen, welche Tätigkeiten oder Branchen Sie interessieren So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

Nach Abschluss des 2. Staatsexamen sind Sie Pharmazeut*in. Um als Apotheker*in approbiert zu werden, müssen Sie im Anschluss an das 2. Staatsexamen das sogenannte „Praktische Jahr“ und das 3. Staatsexamen mit den Fächer Pharmazeutische Praxis und Spezielle Rechtsgebiete für Apotheker*innen absolvieren.

Ein Berufsfeld ist die Arbeit in der öffentlichen Apotheke (Offizinapotheke). Als Offizinapotheker*in sind Sie Arzneimittelfachmann*frau und kennen Wirkmechanismen, Dosierungsschemata sowie Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten, beraten Patient*innen und Ärzt*innen und bieten Pharmazeutische Dienstleistungen (z.B. spezielle Beratungen zu Polymedikation, oraler Krebstherapie, Organtransplantation, Inhalativa, Bluthochdruck) an.

Allerdings sind Sie nicht auf den Beruf in der öffentlichen Apotheke festgelegt. Weitere Berufsfelder sind z.B.:

  • Tätigkeit als Krankenhausapotheker*in (Stationsversorgung, Einbindung in Therapiepläne, Mitarbeit in Kommissionen, Qualitätssicherung)
  • Tätigkeit in der Pharmazeutischen Industrie; hier ist eine Promotion oft erwünscht, aber nicht unbedingt Voraussetzung: Tätigkeitsbereiche sind z.B. die Entwicklung neuer Wirkstoffe, Herstellungsleiter*in nach Arzneimittelgesetz, Qualitätskontrolle als Laborleiter*in (Qualified Person), Zulassung neuer Arzneimittel (Drug Regulatory Affairs), Klinische Studien, Arzneimittelinformation, Marketing
  • Tätigkeit in der Lehre und Forschung an universitären Einrichtungen oder anderen forschenden Instituten
  • Tätigkeit bei Einrichtungen der öffentlichen Gesundheitsverwaltung (z.B. Gesundheitsämter), Kranken- und Sozialversicherungen
  • bei Prüfinstitutionen (Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker*innen), in der Forensik oder der klinischen Chemie (Laboratoriumsmedizin)
  • bei Berufsorganisationen der Apotheker*innenschaft (Apothekerkammer)
  • bei wissenschaftlichen Verlagen (z.B. Arzneimittelinformationen, Kongressberichte)

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

Für Apotheker*innen mit naturwissenschaftlicher Ausbildung ist außerdem eine konsequente und stetige Fortbildung auch im Berufsalltag notwendig.

Eine Weiterbildungsmöglichkeit ist die Qualifizierung als Fachapotheker*in in verschiedenen Bereichen, z.B. Allgemeinpharmazie, Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Analytik und Technologie, Arzneimittelinformation Toxikologie, Öffentliches Gesundheitswesen, Klinische Chemie, Theoretische und Praktische Ausbildung (PTA-Lehrer*in).

Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!

Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?

Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:

  • Studienwahl & Fächerkombination
  • Fachwechsel
  • Studienzweifel & Entscheidungsberatung
  • Bewerbungsstrategie
  • Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
  • Und vieles mehr …

Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist die Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!