Für das Studium benötigen Sie gute Kenntnisse der englischen Sprache, um Fachliteratur auf Englisch lesen und verstehen zu können. Diese Sprachkenntnisse müssen Sie nicht gesondert nachweisen.
Um in methodisch fundierter Weise empirische Daten selbst zu erheben und auszuwerten sowie diese zu interpretieren und statistisch auszuwerten, sind grundlegende Mathematikkenntnisse eine Studienvoraussetzung im Bachelorstudiengang Soziologie.
Die Soziologie ist ein anspruchsvolles Studienfach, für das Sie vielseitige Interessen und einen regen Geist mitbringen sollten. Sie sollten sich für Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens interessieren und neugierig darauf sein, die Selbstverständlichkeiten unseres Alltags kritisch zu hinterfragen.
Was Sie zudem mitbringen sollten:
- Einfühlungs- genauso wie Abstraktionsvermögen,
- Leselust genauso wie Mathematikkenntnisse,
- einen neugierigen Beobachtungsgeist genauso wie analytisches Denken,
- ein Verständnis für die Sprache aller gesellschaftlichen Schichten genauso wie englischsprachiger Fachliteratur.
Doch keine Angst:
Sie müssen nicht perfekt sein! Wir schulen Sie in diesen Fähigkeiten!
Dieses Studienfach studieren Sie in dem Studiengang Zwei-Fächer-Bachelor. Der Studiengang besteht immer aus einem Kern- und einem Beifach, die Sie beispielsweise aufgrund Ihrer Interessen oder beruflichen Ziele miteinander kombinieren.
Wählen Sie das Fach als Beifach, absolvieren Sie in der Regel nur einen Teil der Module und Veranstaltungen des Kernfachstudiums. Sie befassen sich dann mit einer Auswahl aus den im Folgenden genannten Inhalten.
Studienverlauf
Das Bachelorstudium Soziologie gliedert sich grob in zwei Bereiche: In den „Basismodulen“ werden die Grundlagen des soziologischen Denkens und Forschens vermittelt, während in den „Gegenstandsbezogenen Modulen“ diese Kompetenzen mit ausgewählten gesellschaftlichen Gegenstandsbereichen in Verbindung gebracht werden.
In den Basismodulen des 1. und 2. Semesters erhalten Sie Einblicke in soziologische Denkweisen und gesellschaftliche Grundlagen. Außerdem sammeln Sie erste Erfahrungen mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden.
Ab dem 3. Semester werden diese Basismodule durch gegenstandsbezogene Module ergänzt.
Diese werden zuerst in einführenden Vorlesungen vorgestellt und im 4. und 5. Semester im Rahmen von Vertiefungsseminaren eingehend studiert.. Im 5. Semester ist ebenfalls das Praxismodul angesiedelt, welches entweder berufspraktische oder forschungspraktische Kenntnisse vermittelt und damit das Wissen und die Kompetenzen der basis- und gegenstandsbezogenen Module verbindet. Es werden also methodische und theoretische Kompetenzen der Soziologie auf bestimmte gesellschaftliche Gegenstände bezogen. Diese Verbindung theoretischer, methodischer und anwendungsbezogener soziologischer Kompetenzen dient dabei auch als Vorbereitung auf die im 6. Semester vorgesehene Abschlussarbeit.
Auf einen Blick:
- Einführung in das soziologische Denken
- Methodenkenntnisse (Interviews, Beobachtungen, Umfragen; Statistik)
- Theoretische Kenntnisse (Handlungstheorien, Gesellschaftstheorien)
- Gegenstandsbezüge (Bildungssoziologie, Wirtschaftssoziologie, Familiensoziologie, Gender Studies etc.)
- Praxisbezüge (Berufs- oder Forschungspraktikum) zur Verbindung soziologischer Forschungspraxis mit gesellschaftlichen Gegenständen (Bildung, Wirtschaft, Kultur etc.)
Schwerpunkte
Das Bachelorstudium ist durch ein breites Angebot attraktiver gegenstandsbezogener Soziologien gekennzeichnet.
Derzeit gibt es folgende Spezialisierungen, von denen drei in einem Orientierungsmodul erschlossen und davon wiederum zwei in einem Vertiefungsmodul weiter fundiert werden:
- Familiensoziologie
- Bildungssoziologie
- Wirtschaftssoziologie
- Kultursoziologie
- Gender Studies
- Körpersoziologie
- Mediensoziologie
- Technik- und Innovationssoziologie
Eine weitere Besonderheit ist die mehrgleisige Methodenausbildung. Im Bachelorstudiengang lernen Sie sowohl quantitativ-statistische als auch qualitativ-interpretative Methoden der Sozialforschung kennen. Zum Ende des Bachelorstudiums vertiefen Sie eine dieser Richtungen im Praxismodul. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Methoden der Netzwerkanalyse und der Simulation zu erlernen.
Auslandsaufenthalte
Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.
Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.
Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.
Es wird empfohlen einen Auslandsaufenthalt im 5. Fachsemester zu absolvieren. Mehr zum Auslandsaufenthalt erfahren Sie beim Erasmus+-Büro der Soziologie.
Praktika
Im fünften Fachsemester belegen sie ein Praxismodul. Im Rahmen dieses Moduls können Sie zwischen einem externen Berufspraktikum oder einem internen Forschungspraktikum wählen. Das Berufspraktikum gibt Einblicke in die Tätigkeiten als Soziolog*in in der Privatwirtschaft und dem außeruniversitären Bereich des öffentlichen Dienstes. Das Forschungspraktikum bereitet stärker auf eine wissenschaftliche Tätigkeit sowie ein damit verbundenes Masterstudium vor. Die Mitarbeiter*innen des Studienbüros beraten Sie gerne zu den Wahlmöglichkeiten zwischen Forschungs- und Berufspraktikum.
Auch freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.
Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.
Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.
Besuchen Sie für passende Praktikumsstellen auch die Seiten des Instituts für Soziologie.
Die Soziologie gehört nicht zu den Studienfächern, die für ein klar umrissenes Berufsfeld qualifizieren. Anders als es manche Legenden der Vergangenheit glauben machen, gehört die Soziologie auch nicht zu den Studienfächern mit schlechten Arbeitsmarktchancen.
Soziolog*innen sind überwiegend ausbildungsangemessen und selten unterwertig beschäftigt. Sie beziehen Gehälter, die im Durchschnitt aller universitären Studienabschlüsse liegen.
Diese berufsrelevanten Kompetenzen bekommen Sie im Soziologiestudium direkt vermittelt:
- Methoden der quantitativen und qualitativen Sozialforschung,
- gegenstandsbezogenes Wissen,
- eine theoretische Schulung in Perspektivenwechseln
Darüber hinaus wird Ihnen implizit ein spezifischer Arbeits- und Denkstil vermittelt, der Ihnen in vielen Berufsfeldern zugutekommt.
Im Soziologiestudium wird nicht primär Lehrbuchwissen gepaukt, sondern reflektiertes, multiperspektivisches, kreatives, problemlösungsorientiertes und selbstständiges Arbeiten gefördert! Dies sind Kompetenzen, die in der Ökonomie der modernen Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft hoch im Kurs stehen.
Typische fachnahe Berufsfelder
Absolvent*innen der Soziologie arbeiten in zahlreichen Berufsfeldern:
- in der Sozial-, Markt- und Meinungsforschung,
- im Projektmanagement,
- im Consulting,
- im Marketing,
- im Personalwesen,
- im Journalismus,
- im Verlagswesen,
- in der öffentlichen Verwaltung,
- in Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen,
- im Bildungs- und Kulturbereich und in der Wissenschaft.
Das Studium eröffnet Ihnen neben diesen typischen Berufsfeldern eine große Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten, die Sie im Laufe des Studiums entdecken können – sowohl in fachnahen Berufen als auch allgemein in den Bereichen:
- Wissenschaft
- Politik und Soziales
- Öffentlicher Dienst und Verwaltung
- Medien, Journalismus und Werbung
- Bildung und Kultur
- Verlagswesen
- Wirtschaft
Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!
Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.
Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.
Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.
Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!
Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.
Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?
Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:
- Studienwahl & Fächerkombination
- Fachwechsel
- Studienzweifel & Entscheidungsberatung
- Bewerbungsstrategie
- Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
- Und vieles mehr …
Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.
Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.
Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:
- Aufbau und Inhalt des Studiums
- Studienplanung
- Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
- Prüfungsverfahren
Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist die Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.
Nehmen Sie gerne Kontakt auf!