Um erfolgreich im Geschichtsstudium zu bestehen, sind bestimmte Voraussetzungen und Fähigkeiten von großer Bedeutung:
Sie sollten nicht nur eine Leidenschaft für Geschichte mitbringen, sondern auch ein tiefes Interesse an Sprache und Texten. Das Studium erfordert, dass Sie komplexe historische Texte und wissenschaftliche Literatur sorgfältig lesen, analysieren und interpretieren können. Ihre Fähigkeit, sprachlich präzise Texte zu verfassen, wird ebenso gefordert wie Ihr analytisches Denkvermögen.
Für Ihre berufliche Zukunft als Lehrkraft im Fach Geschichte sind neben diesen fachlichen Fähigkeiten auch bestimmte persönliche Eigenschaften entscheidend. Freude am Unterrichten, ein gutes Gespür für den Umgang mit Schüler*innen und Verantwortungsbewusstsein sind unerlässliche Voraussetzungen für Ihre pädagogische Arbeit. Sie sollten in der Lage sein, historische Inhalte nicht nur fachlich korrekt, sondern auch ansprechend und verständlich zu vermitteln, um Ihre Schüler*innen für die Geschichte zu begeistern.
Zugangsvoraussetzungen für den Masterstudiengang für das Lehramt an Gymnasien ist der Nachweis eines lehramtsbezogenen Bachelorabschlusses mit dem Schwerpunkt Lehramt an Gymnasien in denselben Fächern an einer Universität in Rheinland-Pfalz oder eines gleichwertigen Studienabschlusses.
Sie müssen das Latinum bzw. die staatliche Ergänzungsprüfung zur Einschreibung in den Master Geschichte (M.Ed.) nachweisen.
Wenn Ihnen das Zeugnis über den Bachelorabschluss zum Bewerbungsschluss noch nicht vorliegt, Sie aber im Bachelorstudium mindestens 135 Leistungspunkte erworben haben, bewerben Sie sich fristgemäß mit einer Bescheinigung über sämtliche bislang erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen einschließlich der dadurch bislang erreichten Durchschnittsnote; diese Bescheinigung muss von der zuständigen Hochschule ausgestellt worden sein (beglaubigte Kopie).
In begründeten Fällen können auch andere Abschlüsse für den Zugang zum Masterstudiengang anerkannt werden. Die Anerkennung kann an Bedingungen der besonderen Ausgestaltung des Masterstudiengangs gebunden werden. Bei fehlenden Schulpraktika können in begründeten Fällen auch andere nachgewiesene Leistungen als gleichwertig anerkannt werden.
Wer die Hochschulzugangsberechtigung weder an einer deutschsprachigen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben hat, muss ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen. Diese müssen dem Niveau DSH-2 der „Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)“ entsprechen und bis zur Einschreibung an der JGU nachgewiesen werden.
Wichtig zu wissen: Rechtsverbindliche Grundlage und damit maßgeblich für die Auswahl, Zulassung und Einschreibung ist der in § 2 und ggf. im Anhang der jeweils gültigen Prüfungsordnung formulierte Wortlaut der Zugangsvoraussetzungen.
Die Prüfungsordnung des Masterstudiengangs finden Sie hier.
Studienverlauf
- Aufbaumodul wahlweise zur Alten, Mittelalterlichen oder Neuzeitlichen Geschichte: Vertiefung der inhaltlichen und methodischen Kenntnisse der jeweiligen Epoche sowie des selbstständigen, auf eigene Quellenlektüre gestützten wissenschaftlichen Arbeitens
- Geschichtsdidaktik: Erkennen von Bedingungsfaktoren für das Entstehen von Geschichte und von didaktischen Kategorien; Vertiefung der Kriterien zur Analyse von Unterricht, Methodenorientierung und Vermittlung verschiedener Arbeitstechniken zur Vorbereitung und Durchführung von Unterricht
- Längsschnitt/Internationale Geschichte: Vermittlung von historischen Inhalten in einem Bereich, der die gängigen Epochengrenzen oder historischen Zäsuren bewusst sprengt bzw. über die nationale oder europäische Geschichte hinausreicht
- Forschung: Diskussion aktueller Fragen der Disziplin auf fortgeschrittenem Niveau, Reflexion von Tendenzen und Problemen der geschichtswissenschaftlichen Forschung
- Ggf. Masterarbeit, sofern die Bachelorarbeit im B.Ed. nicht im Fach Geschichte geschrieben wurde; Bearbeitungszeit: vier Monate
Im Masterstudiengang Geschichte (B.Ed.) beschäftigen Sie sich tiefergehend mit allen Epochen der Geschichte sowie der Geschichtsdidaktik als im Bachelorstudium. Innerhalb der Module können Sie von Beginn an je nach Angebot unterschiedliche Lehrveranstaltungen und Themen wählen (neben den klassischen Epochen auch Osteuropäische oder Landesgeschichte sowie Byzantinistik). So können Sie Ihren individuellen Schwerpunkt im Studium setzen.
Auslandsaufenthalte
Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.
Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.
Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.
Praktika
Im Master of Education absolvieren Sie innerhalb der vorlesungsfreien Zeit (März – April bzw. August – Oktober) ein 15-tägiges Praktikum an einem Gymnasium. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Unterricht in der gymnasialen Oberstufe. Diese praktischen Erfahrungen ergänzen Ihre theoretische Ausbildung, helfen Ihnen dabei, ihre pädagogische Arbeit mit Schüler*innen zu verfeinern, und dienen der Orientierung für Ihren weiteren Werdegang.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite des „Zentrums für Lehrerbildung“ (ZfL) sowie auf den Seiten des Landes Rheinland-Pfalz zu Schulpraktika.
Wer sich für zusätzliche, freiwillige Praktika ‒ auch in anderen Berufsfeldern ‒ interessiert, findet weitere Informationen auf den Seiten des Career Service der JGU.
Bei den Praktika gilt zum Beginn der Planungen: Je früher, desto besser! Das liegt v.a. am notwendigen zeitlichen Vorlauf und an der größeren Prüfungsdichte gegen Ende des Studiums.
Das Masterstudium bereitet Sie bestmöglich auf den Beruf als Geschichtslehrer*in vor. So lernen und gewinnen Sie:
- Selbstständiges und effizientes Einarbeiten in komplexe Themen,
- Das Hinterfragen und Überprüfung des gewonnenen Wissens,
- Die Aufbereitung dieser Informationen für verschiedene Zielgruppen, insbesondere altersgemäße Aufbereitung historischer Sachverhalte für den Schulunterricht,
- Die Planung, Organisation und Durchführung von Projekten,
- Kulturelle Kompetenz und Handlungsfähigkeit,
- Techniken der Präsentation.
Aber: Mit einem M.Ed. in Geschichte müssen Sie nicht zwangsläufig Geschichtslehrerin werden!
Als Absolvent*in können Sie auch in vielen anderen Berufsfeldern tätig werden:
- Archive
- Museen
- Wissenschaft
- Medien (z.B. Verlagswesen)
- Journalismus
- Stiftungswesen
- Politik (als Abgeordnete, Referent*innen, Büroleiter*innen, Bürgermeister*innen, …)
- Verwaltung (als Ministerialbeamt*innen, Diplomat*innen, …)
- Wirtschaft (als Personalwesen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Unternehmensberatung, Vertrieb, …)
Wichtig: Der Einstieg gelingt in diesen Berufsfeldern i.d.R. über praktische Erfahrungen, die Sie zum Beispiel im Rahmen von nicht-schulischen Praktika sammeln können.
Weil für Sie als Absolvent*in die Lektüre von Texten immer mit dem Hinterfragen der Informationen und des Kontextes verbunden ist, bereitet Sie das Geschichtsstudium ideal auf die Zukunftsberufe der Informationsgesellschaft vor.
Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!
Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.
Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.
Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.
Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!
Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.
Sie benötigen Unterstützung bei der Wahl des passenden Masterstudiengangs, haben Fragen zum Bewerbungsverfahren, dem Auswahlverfahren oder können sich einfach nicht entscheiden?
Die Berater*innen der Zentralen Studienberatung stehen Ihnen mit Rat & Tat zur Seite:
Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.
Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:
- Aufbau und Inhalt des Studiums
- Studienplanung
- Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
- Prüfungsverfahren
bis auf weiteres beurlaubt.
An das Hochschulprüfungsamt für das Lehramt (HPL) können Sie sich mit Fragen zu fächerübergreifenden Studien- und Prüfungsangelegenheiten sowie für das Ausstellen von Zeugnissen wenden.
Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.
Nehmen Sie gerne Kontakt auf!