- Sie interessieren sich für audiovisuelle Medien, wie Filme, Serien oder Webvideos?
- Sie haben Spaß an der Reflexion der (eigenen) Mediennutzung?
- Sie diskutieren und arbeiten gerne mit anderen über aktuelle Fragen der Film- und Medienkultur?
- Sie sind offen für andere Sichtweisen und interessieren sich auch für vielfältige Meinungen über Filme?
- Sie wollen mehr über Filme aus anderen Epochen oder Kulturkreisen wissen?
Dann könnte Filmwissenschaft genau der richtige Studiengang für Sie sein.
Neben der Freude an der Rezeption von Filmen sollten Sie ebenso Interesse an der Arbeit mit wissenschaftlichen Texten, dem Verfassen eigener Texte und der Recherche mitbringen oder diese während des Studiums für sich entdecken.
Für das Studium benötigen Sie gute Kenntnisse der englischen Sprache, um Fachliteratur auf Englisch lesen und verstehen zu können. Kenntnisse in einer weiteren modernen Fremdsprache können hilfreich sein. Die Sprachkenntnisse müssen Sie aber weder vor dem Studium noch währenddessen nachweisen.
Dieses Studienfach studieren Sie in dem Studiengang Zwei-Fächer-Bachelor. Der Studiengang besteht immer aus einem Kern- und einem Beifach, die Sie beispielsweise aufgrund Ihrer Interessen oder beruflichen Ziele miteinander kombinieren.
Wählen Sie das Fach als Beifach, absolvieren Sie in der Regel nur einen Teil der Module und Veranstaltungen des Kernfachstudiums. Sie befassen sich dann mit einer Auswahl aus den im Folgenden genannten Inhalten.
Studienverlauf
Filmwissenschaft als Kernfach:
Ihr Studium unterteilt sich in vier größere Abschnitte. Grundsätzlich können Sie innerhalb der folgenden Themengebiete Ihre Veranstaltungen abhängig von persönlichem Interesse innerhalb des Angebots frei wählen:
I. Die Basisphase (Semester 1–2) vermittelt grundlegendes Wissen in den Bereichen:
- Filmwissenschaft
- Filmgeschichte
- Kulturanalyse
- Wissenschaftliches Arbeiten
- Entwickeln eigener filmwissenschaftlicher Forschungsfragen
II. Die Aufbauphase (Semester 3–4) dient dem Setzen thematischer Schwerpunkte, der Berufsorientierung und fördert ein interdisziplinäres Verständnis.
- Untersuchung verschiedener Filmformen in ihrem jeweiligen historischen, institutionellen und medialen Kontext
- vertiefende Auseinandersetzung mit Fragen der Theorie und Ästhetik von audiovisuellen Bewegtbildern
Typische Fragestellungen können dabei folgende sein:- Wie haben sich der Film und seine Rezeption mit der Digitalisierung verändert?
- Wie verändert der Ort der Rezeption (Bildschirm, Kino, Museum, Theater) die Seherfahrung?
- Wie bedingen sich Filmästhetik (z.B. Kameraführung, Montage, Sounddesign) und Filmerfahrung gegenseitig?
- Inwiefern prägen audiovisuelle Medien unseren Blick auf unsere Mitmenschen, etwa in Bezug auf Geschlecht, Sexualität und Rassifizierung?
- Wie gestalten sich Produktions- und Distributionsverhältnisse jenseits des kommerziellen Kinos (z.B. im Experimental-, Dokumentar- und Gebrauchsfilm)?
- Wahlpflichtmodul berufliche Perspektiven: Möglichkeit, ein Berufspraktikum zu absolvieren sowie ein Filmpraxisprojekt zu verwirklichen
III. In der Vertiefungsphase (Semester 5–6) können Sie thematisch-inhaltliche Schwerpunkte weiter vertiefen sowie Ihre interdisziplinären Kompetenzen ausbauen:
- Vertiefung der erlernten Kenntnisse in einem Projektseminar
- Film im Verhältnis zu anderen Medien und Künsten sowohl im filmwissenschaftlichen Seminar als auch im interdisziplinären Austausch
IV. In der Abschlussphase (Semester 6) verfassen Sie Ihre Bachelorarbeit und beenden Ihr Studium mit einer mündlichen Prüfung:
- Verfassen einer wissenschaftlichen Bachelor-Arbeit in einem selbst gewählten Interessensgebiet
- Besuch des Kolloquiums begleitend und unterstützend zur B.A.-Arbeit
- Möglichkeit zusätzlicher Vertiefung in der filmwissenschaftlichen Praxis
Filmwissenschaft als Beifach:
Das Beifach-Studium ist ähnlich aufgebaut wie das Kernfach-Studium. Sie erhalten die gleiche Grundausbildung filmwissenschaftlichen Arbeitens wie im Kernfach. Ebenso erhalten Sie Einblicke in interdisziplinäre Perspektiven, die die für Mainz einmalige Kombination aus Film-, Theater-, Medienkulturwissenschaft und Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie berücksichtigen. Im Vergleich zum Kernfach fallen die Praxisanteile, die interdisziplinäre und filmwissenschaftliche Tiefe sowie die Berufsorientierung geringer aus. Die filmwissenschaftliche Schwerpunktbildung ist somit weniger ausgeprägt.
Filmwissenschaft als Beifach mit Theaterwissenschaft oder Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie als Kernfach:
Sie haben auch die Möglichkeit die drei Fächer Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft und Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie miteinander zu kombinieren, d.h. Sie studieren eines der Fächer als Kern- und ein anderes als Beifach. Für das Beifach gilt in solch einem Fall ein minimal abweichender Studienplan.
Sie finden die Studienverlaufspläne, Modulhandbücher und die Prüfungsordnung auf der Homepage des Studienbüros FTMK unter Dokumente und Formulare.
Auslandsaufenthalte
Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.
Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.
Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.
Praktika
Im Rahmen Ihres Studiums (Kernfach) – i.d.R. im 4. Semester – absolvieren Sie entweder ein Berufspraktikum oder setzen alternativ ein Filmpraxisprojekt um.
Auch freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.
Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.
Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.
Filmwissenschaftler*innen arbeiten nach dem Studium typischerweise in folgenden Bereichen oder bzw. folgenden Arbeitgebern (ggf. nach einer Spezialisierung/Vertiefung im Masterstudium):
- Redaktions-, Aufnahme-, Produktionsassistenz
- Formatentwicklung in Medienunternehmen oder -organisationen
- Filmproduktionsfirmen, Filmverleih
- Filmfestivals und Filmmuseen
- Facharchive und -bibliotheken
- Kuratorische Arbeit im Medienbereich
- Fachverlage (Redaktion, Lektorat etc.)
- Aufgaben im Bereich Medienrecht
- Film- und Kulturjournalismus
- Filmwissenschaftliche Forschung, z.B. an Universitäten
- Online-Marketing/Social-Media im Medienbereich
Weitere übliche Berufsfelder bestehen in den folgenden Bereichen:
- Bildung und Kultur (z.B. Theater, Museen, Bildungseinrichtungen, Erwachsenenbildung, Bibliotheken, Archive, Dokumentationen)
- Politik und Soziales (z.B. Ministerien, Parteien, Stiftungen, Bildungseinrichtungen, Verbände und Vereine)
- Öffentlicher Dienst und Verwaltungen (z.B. Fachreferent*in)
- Werbung
- Wirtschaft (z.B. Unternehmensberatung, Consulting, Marketing, Materialwirtschaft, Personalwesen, Betriebliche Weiterbildung)
- Wissenschaft (z.B. Universität, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Projekte)
Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!
Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.
Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.
Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.
Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!
Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.
Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?
Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:
- Studienwahl & Fächerkombination
- Fachwechsel
- Studienzweifel & Entscheidungsberatung
- Bewerbungsstrategie
- Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
- Und vieles mehr …
Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.
Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.
Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:
- Aufbau und Inhalt des Studiums
- Studienplanung
- Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
- Prüfungsverfahren
Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.
Nehmen Sie gerne Kontakt auf!