Voraussetzungen für einen Dijon-Studiengang

Wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium an der französischen Partneruniversität sind ausreichende Sprachkenntnisse in Französisch. Diese weisen Sie in der Regel durch eine fünfjährige Schuldausbildung nach, die mit der Note „ausreichend“ oder 5 Punkten abgeschlossen ist. Alternative Nachweise sind die Hochschulreife einer französischsprachigen Schule, das Abi-Bac (gleichzeitiger Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife [Abitur]) oder das französische Baccalauréat [Bac].

Der Dijon-Studiengang ist für Sie die richtige Wahl, wenn Sie Freude daran haben, die Hälfte Ihrer Studienzeit in Frankreich zu verbringen, und Land, Leute und Kultur näher kennenzulernen. Spaß an neuen Erfahrungen, Begeisterung für die französische Sprache und Mut zur Eigeninitiative und Selbstorganisation sind ebenfalls beste Voraussetzungen für das Studium.

Voraussetzungen für das Fach Geschichte

Für den Bachelor of Arts Geschichte werden gute Kenntnisse in Englisch sowie in einer slawischen oder romanischen Sprache gefordert:

  • Die englischen Sprachkenntnisse werden im Rahmen einer englischen Quellenlektüreübung im Einführungsmodul überprüft.
  • Die Kenntnis einer weiteren Sprache (romanische, slawische, baltische, finno-ugrische Sprachen, Arabisch und Neugriechisch) wird im Rahmen einer Sprachklausur überprüft, die bis zum Ende des dritten Semesters erfolgreich absolviert sein muss.
  • Ersatzweise kann auch Latein (Latinum) oder Altgriechisch (Graecum) für die romanische oder slawische Fremdsprache in das Geschichtsstudium eingebracht werden. In dem Fall muss der Erwerb der modernen romanischen oder slawischen Fremdsprache (einschließlich des Nachweises im Rahmen einer Klausur) jedoch während des Studiums nachgeholt werden.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium der Geschichte ist Ihre Neugier auf den wissenschaftlichen Umgang mit der Geschichte, also die theoretisch reflektierte und methodisch kontrollierte Erforschung der Vergangenheit. Interesse am Umgang mit Sprache ist dafür unerlässlich. Es sollte Ihnen Spaß bereiten, auch komplexe Texte genau zu lesen und zu analysieren. Darüber hinaus sollten Sie Freude am Formulieren von Texten und an sprachlicher Exaktheit haben sowie analytisches Denken und Argumentieren beherrschen.

Der Dijon-Studiengang besteht immer aus zwei Studienfächern (einem Kern- und einem Beifach), die Sie beispielsweise aufgrund Ihrer Interessen oder beruflichen Ziele miteinander kombinieren. Eines ihrer Fächer muss dabei Französisch sein (als Kern- oder Beifach möglich). Die Licence erwerben Sie im Kernfach. Weitere Informationen erhalten Sie beim Dijonbüro der JGU.

Als Studierende eines Dijon-Studiengangs verbringen Sie die Hälfte Ihrer Studienzeit im Ausland. Die dortigen Prüfungsleistungen absolvieren Sie unter den gleichen Bedingungen wie die dortigen Studierenden. Die andere Hälfte Ihrer Studienzeit verbringen Sie an der JGU.

Inhalte des Geschichtsstudiums

  • Einstieg mit den Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft
  • Epochenmodule zur Alten, Mittelalterlichen, Neueren und Neuesten Geschichte
  • Aufbaumodul einer Epoche
  • Exkursionsmodul
  • Profilmodul
  • Modul Studium Generale
  • Abschlussmodul mit Bachelorarbeit und -prüfung

Schwerpunkte

Innerhalb der Module können Sie von Beginn an Lehrveranstaltungen unterschiedlichster Themenbreite wählen: im Modul Mittelalter etwa zu den Themen Pest, Stadt, Herrschaft oder Karl der Große; im Modul Neueste Geschichte etwa die Revolution von 1848, die Arbeiterbewegung im Kaiserreich, Widerstand im Nationalsozialismus oder Gründung der Bundesrepublik. Ab dem 5. Fachsemester ist eine Schwerpunktsetzung auf eine Epoche möglich.

Auslandsaufenthalte

Nachdem Sie in den ersten beiden Semestern in Mainz studierten haben, verbringen Sie die darauffolgenden drei Semester (3.-5. Semester) an der Université Bourgogne Europe (UBE) in Dijon. Sie tauchen in die Kultur und Sprache Frankreichs ein und lernen, in Französisch zu denken. Dank unterschiedlicher Förderprogramme, wie beispielsweise Erasmus+ und der Deutsch-Französischen Hochschule, ist auch eine finanzielle Unterstützung während Ihres Auslandsstudiums möglich.

Bei Studienbeginn im Wintersemester sind die Auslandssemester im dritten, vierten und fünften Semester verbindlich vorgesehen. Ein Studienbeginn im Sommersemester ist ebenfalls möglich. Aufgrund der Organisation des französischen Studienjahrs verlängert sich hierbei die Studienzeit um ein Semester. Die Auslandsaufenthalte sind in diesem Fall für das vierte, fünfte und sechste Semester vorgesehen.

Praktika

Im Rahmen des Profil-/Praxismoduls (das Sie spätestens im 4. Fachsemester belegen sollten) absolvieren Sie ein mindestens 4-wöchiges Praktikum in Frankreich oder im frankophonen Ausland.

Auch freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

Dank Ihres Doppelabschlusses können Sie problemlos in den internationalen Arbeitsmarkt einsteigen. In Frankreich haben Sie Zugang zu den Concours im öffentlichen Dienst oder können in einem der unten aufgeführten Tätigkeitsbereiche sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite arbeiten.

Das Studium der Geschichte eröffnet Ihnen eine große Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten, die Sie im Laufe des Studiums entdecken können. Folgende berufsrelevanten Kompetenzen bekommen Sie im Geschichtsstudium direkt vermittelt:

  • selbstständiges und effizientes Einarbeiten in komplexe Themen
  • Hinterfragen und Überprüfung des gewonnenen Wissens
  • Aufbereitung dieser Informationen für verschiedene Zielgruppen
  • Planung, Organisation und Durchführung von Projekten
  • Gewinnung kultureller Kompetenz und Handlungsmöglichkeit
  • Techniken der Präsentation

Typische fachnahe Berufsfelder

Als Historiker*in können Sie nicht nur in den klassischen Berufsfeldern Archiv, Museum und Wissenschaft, sondern unter anderem auch im Verlagswesen, Journalismus, in den Medien und im Stiftungswesen tätig sein.

Weitere Berufsfelder

Das von Ihnen im Studium erworbene Wissen und die erlernten Kompetenzen können Sie unter anderem auch in diesen – nicht auf den ersten Blick typischen – Berufsfeldern einsetzen:

  • Politik (als Abgeordnete, Referent*innen, Büroleiter*innen, Bürgermeister*innen
  • Verwaltung (Ministerialbeamt*innen, Diplomat*innen)
  • Wirtschaft (Personalwesen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Unternehmensberatung, Vertrieb)

Weil für Sie als Historiker*in die Lektüre von Texten immer mit dem Hinterfragen der Informationen und des Kontextes verbunden ist, bereitet Sie das Geschichtsstudium ideal für die Zukunftsberufe der Informationsgesellschaft vor.

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!

Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?

Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:

  • Studienwahl & Fächerkombination
  • Fachwechsel
  • Studienzweifel & Entscheidungsberatung
  • Bewerbungsstrategie
  • Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
  • Und vieles mehr …

Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

bis auf weiteres beurlaubt.

Das Dijonbüro verwaltet, organisiert und koordiniert die binationalen integrierten Studiengänge Mainz-Dijon und die trinationalen Programme mit Bologna (Italien) und Sherbrooke (Kanada).

Die Mitarbeiter*innen des Dijonbüros beraten Studieninteressierte und betreuen Studierende bei nicht prüfungsordnungsbezogenen Anliegen von der Einschreibung bis zum Abschluss und darüber hinaus

Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!