Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie ist der passende Studiengang für Sie, wenn Sie…

  • … Interesse an anderen Menschen haben, ungeachtet ihrer Herkunft und Weltanschauung.
  • … andere Kulturen, Sprachen und zeitgeschichtliche Zusammenhänge verstehen wollen.
  • … Spaß daran haben, vermeintlich Selbstverständliches kritisch zu hinterfragen und zu analysieren.
  • … offen sind für Quellenarbeit und empirische Methoden (Beobachtungen, Interviews, Befragungen) sowie für deren  Auswertung.

Für das Studium benötigen Sie gute Kenntnisse der englischen Sprache sowie einer weiteren modernen Fremdsprache oder alternativ zu dieser Latein, um Fachliteratur sowie Quellentexte lesen und verstehen zu können. Sie weisen diese i.d.R. über Ihr Abitur nach.

Dieses Studienfach studieren Sie in dem Studiengang Zwei-Fächer-Bachelor. Der Studiengang besteht immer aus einem Kern- und einem Beifach, die Sie beispielsweise aufgrund Ihrer Interessen oder beruflichen Ziele miteinander kombinieren.

Wählen Sie das Fach als Beifach, absolvieren Sie in der Regel nur einen Teil der Module und Veranstaltungen des Kernfachstudiums. Sie befassen sich dann mit einer Auswahl aus den im Folgenden genannten Inhalten.

Studienverlauf

Ihr Studium unterteilt sich in drei größere Abschnitte. Grundsätzlich können Sie innerhalb der folgenden Themengebiete Ihre Veranstaltungen abhängig von Ihrem persönlichen Interesse innerhalb des Angebots frei wählen:

Einführungsphase (1.–2. Semester) mit Grundlagen aus den drei Bereichen

  • Kulturanthropologie//Europäische Ethnologie
  • Filmwissenschaft
  • Theaterwissenschaft

Aufbauphase (3.–4. Semester) mit Vertiefung der Anteile in Kulturanthropologie. Hier können Sie je nach Angebot thematische Schwerpunkte setzen. Als Beispiele können Ihnen folgende Veranstaltungen vergangener Semester dienen:

  • „Tell me about your life.“ Biography Studies in Cultural Anthropology
  • Alle Jahre wieder: Fest- und Brauchpraxis im Wandel
  • Selbstverständnis – Fremdverständnis? Interkulturalität in Alltag, Kommunikation und Forschung
  • Soziale Medien: alltägliche digitale Kommunikation und Kooperation
  • Die Welt in Serie(n) – Wie man kulturanthropologisch TV-Serien schauen kann
  • „Living History“ – populäre Geschichtsbilder und die Konstruktion regionaler Identitäten
  • Das kann weg! Verwendung und Verschwendung aus kulturanthropologischer Sicht
  • Voyage, voyage – Reisen und Tourismus
  • Die Sprache der Blumen
  • Verschwörungstheorien

Vertiefungs- und Abschlussphase (5.–6. Semester):

  • Vertiefung der erlernten Methoden und Kenntnisse
  • Berufspraxis (Praktikum)
  • Bachelorarbeit in einem i.d.R. selbst gewählten Interessensgebiet.

Auslandsaufenthalte

Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.

Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.

Für einen Auslandsaufenthalt empfehlen wir das 5. Fachsemester.

Praktika

Im Rahmen Ihres Studiums (Kernfach) – idealerweise vor dem 5. Semester – absolvieren Sie ein Berufspraktikum von 240 Stunden Dauer in einem für das Fach einschlägigen Bereich (Museum, Medien, Archiv, NGO, Kulturveranstaltungen, Training & Weiterbildung usw.).

Auch freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

Kulturanthropolog*innen besitzen neben ihrem Fachwissen hervorragende Recherche- und Schreibfähigkeiten, Kenntnisse in Wissens- und Wissenschaftskommunikation, interkulturelle Kompetenz, Medienkompetenzen und Kompetenzen in der Projektorganisation und -koordination.

Sie arbeiten nach dem Studium, wenn Sie nicht ein Masterstudium anschließen wollen, typischerweise in folgenden Bereichen oder bei folgenden Arbeitgeber*innen:

  • Bildungsbereich (Aus- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung und -beratung, auch im Bereich der sprachlichen und sozialen Migrant*innenbetreuung)
  • Kulturmanagement und Kulturvermittlung, kuratorische Arbeit (z.B. Theater, Museen, Ausstellungen, Bildungseinrichtungen, Bibliotheken, Archive, Dokumentationszentren)
  • Wissenschaft und Wissenschaftsverwaltung (Forschung und Lehre, z.B. Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Projekte)
  • Öffentlicher Dienst und Verwaltungen (z.B. als Fachreferent*in)
  • Medien, Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Rundfunk, Fernsehen, Online-Redaktionen Verlagswesen, Fachverlage (Redaktion, Lektorat etc.)
  • Freizeit-, Tourismus-, Eventmanagement
  • Werbung
  • Wirtschaft (z.B.  Consulting, Marketing, Personalwesen, Betriebliche Weiterbildung)
  • Politik und Soziales (z.B. Ministerien, Parteien, Stiftungen, Bildungseinrichtungen, Verbände und Vereine)
  • Internationale Organisationen, NGOs, Wirtschaftsorganisationen

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!

Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?

Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:

  • Studienwahl & Fächerkombination
  • Fachwechsel
  • Studienzweifel & Entscheidungsberatung
  • Bewerbungsstrategie
  • Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
  • Und vieles mehr …

Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist die Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!