Ein Großteil der Fachliteratur wird in englischer Sprache verfasst. Ihre Englischkenntnisse sollten Sie dazu befähigen, diese Originaltexte lesen und verstehen zu können. Neben Englisch sollten Sie eine weitere (alte oder moderne) Fremdsprache auf Schulniveau beherrschen. Wenn Sie ein Interesse an ästhetischen Erzeugnissen der Kulturen haben, könnte der Studiengang Kunstgeschichte etwas für Sie sein.

Weiterhin ist für das Studium eine genaue Beobachtungsgabe und eine ausgeprägte Fähigkeit zur sprachlichen und textlichen Darstellung komplexer Zusammenhänge sowie räumliches Vorstellungsvermögen wichtig.

Dieses Studienfach studieren Sie in dem Studiengang Zwei-Fächer-Bachelor. Der Studiengang besteht immer aus einem Kern- und einem Beifach, die Sie beispielsweise aufgrund Ihrer Interessen oder beruflichen Ziele miteinander kombinieren.

Wählen Sie das Fach als Beifach, absolvieren Sie in der Regel nur einen Teil der Module und Veranstaltungen des Kernfachstudiums. Sie befassen sich dann mit einer Auswahl aus den im Folgenden genannten Inhalten.

Studienverlauf

Einführungsphase

Zu Beginn des Studiums (1.-2. Semester) bieten mehrere Veranstaltungen einen breiten Überblick über das künstlerische Schaffen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie vermitteln wichtige Grundkenntnisse in Bezug auf die Themen, die Methoden und das wissenschaftliche Arbeiten in der Kunstgeschichte. Außerdem lernen Sie die Methoden und die Geschichte des Faches näher kennen.

Aufbauphase

In den darauffolgenden Semestern (3.-5. Semester) betrachten Sie Werke der bildenden Kunst und der Architektur aus unterschiedlichen Epochen unter verschiedenen Kriterien genauer. Aber nicht nur Werke, sondern auch die Künstler*innen stehen im Fokus der Lehre, um so exemplarisch kunstwissenschaftliche Methoden einzuüben. Gemeinsam mit den Dozierenden hinterfragen Sie immer wieder neu, welche Beziehungen zwischen Objekt, Künstler*innenpersönlichkeit und Gesellschaft bestehen. Dabei können Sie einen individuellen Schwerpunkt auf Bildkünste (Malerei, Skulptur, neue Medien) oder Architektur (Bauwerke, Gartengestaltungen usw.) setzen.

Abschlussphase

In der Abschlussphase (6. Semester) setzen Sie sich unter Anleitung von einem oder einer Lehrenden intensiv mit einer Fragestellung schriftlich auseinander. Das Thema kann selbstgewählt oder aber auch von der betreuenden Person gestellt werden.

Abgerundet wird das Studium durch viele Vorträge von Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus verschieden Bereichen, die ihre Erkenntnisse oder neusten Entwicklungen in der Kunst oder Kulturbranche präsentieren.

Daneben hat auch die direkte Erfahrung mit den Werken einen großen Stellenwert. Durch Exkursionen können Sie Kunstwerke im Museum oder vor Ort aus der Nähe betrachten und analysieren. In Projektseminaren geben Expert*innen z.B. aus dem Museum, der Denkmalpflege und dem Kunsthandel ihre Erfahrungen und Wissen weiter. Das Studienfach Kunstgeschichte ermöglicht Ihnen einen Blick über den Tellerrand: Sie können eine Fremdsprache erlernen, in benachbarte sozial- oder kulturwissenschaftliche Disziplinen „reinschnuppern“ oder sich allgemein weiterbilden und Veranstaltungen des Studium Generale besuchen.

Auslandsaufenthalte

Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.

Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.

Praktika

  • Im Kernfach Kunstgeschichte ist ein Praktikum bei einer kulturellen Einrichtung oder nach individueller Absprache im Umfang von 240 Stunden (mindestens 6 Wochen) vorgesehen.
  • Im Beifach Kunstgeschichte haben Sie die Möglichkeit, eine Projektveranstaltung durch ein Praktikum zu ersetzen. Das Praktikum oder die Projektveranstaltung muss 90 Stunden (etwa 3 bis 4 Wochen) umfassen.

Auch freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

Nach dem Studium der Kunstgeschichte können Sie Kunstwerke und Architektur systematisch beschreiben, analysieren und ausstellen – auch dann, wenn diese gar nicht mehr im Original existieren, sondern nur noch durch Abbildungen oder andere Dokumenten überliefert sind.

Nach einem absolvierten Masterstudium werden die Optionen auf dem Arbeitsmarkt erheblich besser. Eine Promotion stellt in den „klassischen Berufsfeldern“ den Standard dar.

Bereiche, in denen Kunsthistoriker*innen tätig werden können:

  • „Kunst ausstellen“ – in Museen, Kunsthallen, Kunstvereinen, Banken
  • „Kunst vermitteln“ – in Museen, Artotheken, Kunstverlagen, Kulturstiftungen, Bildungseinrichtungen, Medienanstalten, Online-Portalen
  • „Kunst sammeln“ – in Museen, Privatsammlungen, Industrie und Bankenunternehmen
  • „Kunst bewahren“ – in Museen und in der Denkmalpflege
  • „Kunst erforschen und lehren“ – in Universitäten, Akademien, Museen und anderen Forschungseinrichtungen
  • „Kunst begutachten“ – in Museen, in der Denkmalpflege, im Kunsthandel, als vereidigte Sachverständige, in der Versicherungswirtschaft
  • „Kunst handeln“ – in Galerien und Auktionshäusern, im Antiquitätenhandel, auf Online-Portalen und in Kunstberatungen.

Weitere fachnahe Tätigkeitsfelder sind:

  • „Aufbewahren, dokumentieren und erforschen“ – in Museen, der Denkmalpflege, Archiven und Restaurierungswerkstätten, Versicherungswirtschaft
  • “ Verwalten und organisieren“ – im Wissenschafts-, Kultur- und Projektmanagement, im öffentlichen Dienst (Ministerien) in Agenturen und Kreativwirtschaft
  • „über Kunst und Kultur sprechen und berichten“ – in vielen Medien (Presse, Rundfunk, TV, Verlage, Online-Portale)
  • „Kunst nahebringen“ – in Erwachsenenbildung, Kulturvermittlung, Tourismus, Stiftungen
  • „Kunstgeschichte unterrichten“ – in Volkshochschulen, freien Fachschulen oder als Quereinstieg ins Lehramt

Mainz liegt mitten im Rhein-Main-Gebiet mit seinen vielen auch überregional bedeutenden kulturellen Einrichtungen wie Museen und Ausstellungshäuser, Denkmalpflege-Ämter, Kulturvereine, Theater und Medienhäuser (z.B. Verlage, ZDF, SWR und 3sat), die neben einem hohen Bildungs- und Freizeitwert auch schon erste Einblicke in das Berufsleben ermöglichen bzw. viele Einstiegsmöglichkeiten nach dem Studium bieten.

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!

Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?

Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:

  • Studienwahl & Fächerkombination
  • Fachwechsel
  • Studienzweifel & Entscheidungsberatung
  • Bewerbungsstrategie
  • Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
  • Und vieles mehr …

Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

Konrad

Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!