Katholische Theologie (B.A.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Zwei-Fächer-Bachelor of Arts (Kern- und Beifach)

Regelstudienzeit:

6 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bewerbung:

in Kombination mit einem zulassungsfreien Kern- oder Beifach
> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

in Kombination mit einem zulassungsbeschränkten Kern- oder Beifach
> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:

Sie benötigen zunächst eine Anerkennung Ihrer ausländischen Zeugnisse.

Nachweis von Deutschkenntnissen. Erforderliche Sprachprüfung: DSH-2

Sofern eine Feststellungsprüfung erforderlich ist, ist folgender Kurs des Studienkollegs für dieses Fach zu absolvieren:

S/G- oder G-Kurs

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06. - 01.09.

Sommersemester: 01.12 - 01.03.

Kombinieren Sie im Zwei-Fächer-Bachelor ein zulassungsfreies mit einem zulassungsbeschränkten Kern- oder Beifach, so gelten die Bewerbungsfristen für zulassungsbeschränkte Fächer:

Wintersemester: 01.06. - 15.07.

Sommersemester: 01.12 - 15.01.

Homepage:

Katholisch-Theologische Fakultät

Fachbereich:

Fachbereich 01 - Katholische Theologie und Evangelische Theologie

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Der Studiengang Katholische Theologie (B.A.) verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Lösung religionssensibler Zukunftsfragen zu leisten und diesen durch die Kombination mit einem anderen Kern- oder Beifach für vielfältige Studien- und Berufsfelder zu erschließen. Der Studiengang fördert den systematischen Aufbau eines religiösen Grundwissens ebenso wie die Entwicklung einer wertschätzenden Haltung gegenüber religiösen Orientierungen und Lebensformen.

Das Studium bahnt zu diesem Zweck fachspezifische Kompetenzen im Fach Katholische Theologie an. Es vermittelt darüber hinaus kulturwissenschaftliches, philosophisches und ethisches Basiswissen, das zum Verständnis gesellschaftlicher und kultureller Fragestellungen beiträgt. Indem über das katholische Christentum und die abendländische Kultur hinaus ein breites Spektrum an anderen christlichen Konfessionen und nichtchristlichen Religionen und Kulturen in den Blick genommen wird, befähigt das Studium zum interkulturellen und interreligiösen Dialog. Insgesamt qualifiziert das Studium die Studierenden, aktuelle religionsbezogene Herausforderungen einer zunehmend globalisierten Gesellschaft erkennen und auf der Basis christlicher Theologie reflektieren zu können. Damit befähigt es sie, sich persönlich und wissenschaftlich reflektiert sowie zivilgesellschaftlich engagiert mit theologischen Fragestellungen kritisch auseinanderzusetzen.

Das Studium der Katholischen Theologie setzt sich aus vier Fächergruppen mit insgesamt 13 Disziplinen zusammen, die je spezifische Fragestellungen an den fachlichen Gegenstand richten, über eine eigene Methodik verfügen und diverse interdisziplinäre Bezüge erlauben. Beispielhafte Fragestellungen lauten:

1) Biblische Theologie: Was sind die Themen und Strukturen biblischer Erzählungen? Wie können wir diese heute verstehen?

2) Historische Theologie: In welchen historischen Kontexten entstand und entwickelte sich der christliche Glaube? Wie formt das christliche Menschenbild die europäische und außereuropäische Kultur-, Kunst- und Wissenschaftslandschaft bis heute?

3) Systematische Theologie und Philosophie: Was sind religiöse Überzeugungen und Werturteile? Wie lassen sich diese rational und im Kontext der christlichen Tradition begründen und entfalten? Welche Relevanz haben sie für die pluralen Gesellschaften von heute?

4) Praktische Theologie: Wie handeln christliche Menschen individuell und in Gemeinschaft? Welche Normen und Werte leiten sie dabei? Wie können bestimmte religiöse Orte und Praktiken gestaltet und religiöse Überzeugungen vermittelt werden?

Studienaufbau

Im Kernfach dienen drei aufeinander folgende Studienphasen dem systematischen Aufbau und der individuellen Profilierung von theologischen Kompetenzen. Im Beifach setzt sich das Studienprogramm aus Veranstaltungen der ersten Studienphase sowie fachspezifischen Vertiefungen zusammen.

1) In der Einführungsphase gewinnen Studierende einen Einblick in die Vielfalt und Einheit der theologischen Disziplinen. Sie werden inhaltlich wie auch methodisch mit den vier benannten Fächergruppen vertraut gemacht und stellen Vernetzungen zwischen den theologischen Einzelfächern her. Es wird besonderer Wert darauf gelegt, den Studierenden einen Einblick in Zusammenhänge zwischen wissenschaftlicher Theologie, religiöser Praxis, existenziellen Lebensfragen und zivilgesellschaftlichen Debatten der pluralen Wissensgesellschaft zu verschaffen.

2) Die Aufbauphase dient der Auseinandersetzung mit exemplarischen Schlüsselthemen christlichen Denkens und Handelns in heutigen Gesellschaften. Sie ist durch sogenannte thematische Module gekennzeichnet, die die Studierenden aus einem breiten Angebot selbst wählen können. Die Module fokussieren jeweils zentrale Grundaspekte menschlicher Sinn- und Orientierungsfragen sowie christlicher Lebensrealitäten. Das zentrale Anliegen dieser Studienphase besteht darin, die betreffende Thematik aus unterschiedlichen theologischen Fachperspektiven wissenschaftlich zu entfalten.

3) In der Profilphase können die Studiereden ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten durch eine eigenständige Profilierung vertiefen. Ein frei gestaltbares Modul zur theologischen Spezialisierung, das Praxis- sowie das Abschlussmodul ermöglichen es ihnen, einen eigenen Schwerpunkt bezüglich der Studieninhalte zu setzen. Die Lehrenden fördern die Studierenden in dieser Phase dabei, das Studienprofil an persönlichen Interessen und individuellen Berufsperspektiven auszurichten.

Praktika

Das Studium der Katholischen Theologie im Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang qualifiziert die Studierenden für eine Vielzahl potenzieller Tätigkeitsfelder. Dementsprechend wird den Forschungs- oder Berufspraktika im Kernfach ein großer Stellenwert beigemessen. Die obligatorische Praxisphase im Umfang von 6 Wochen bietet den Studierenden die Möglichkeit, direkte berufsorientierende Erfahrungen zu gewinnen, die Fähigkeit zur praxisorientierten Umsetzung und Kommunikation theologischen Wissens einzuüben sowie die persönliche Eignung für ein bestimmtes Berufsfeld zu prüfen.

Bei der Wahl des Praktikums können die Studierenden eigene Schwerpunkte in Berufsfeldern wie Journalismus und Medienarbeit, Verlags- oder Bibliothekswesen, der Arbeit in Akademien, Personalabteilungen in größeren Betrieben, der Museumsarbeit oder anderen Bereichen setzen. Die Fakultät steht Ihnen bei der Organisation der Praktika unterstützend zur Seite.

Allgemeine Informationen zu Praktika finden Sie im Portal des Career Service. Dieser unterstützt Sie außerdem bei der Berufsorientierung sowie beim Übergang vom Studium in den Beruf durch sein Beratungs- und Veranstaltungsangebot.

Fremdsprachenkenntnisse

Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen. Den Nachweis der geforderten Kenntnisse in Englisch können Sie in der Regel über das Zeugnis der Hochschulzugangsberechtigung erbringen.

Bis spätestens zum Ende des vierten Semesters sind außerdem Grundkenntnisse in der lateinischen Sprache nachzuweisen. Wer sich für die Spezialisierung im Bereich des Alten und des Neuen Testaments entscheidet, muss zudem Grundkenntnisse in Altgriechisch oder Hebräisch im Umfang eines einsemestrigen Sprachkurses nachweisen. Sofern nicht bereits vorhanden, können diese in einem einsemestrigen Kurs an der Universität erworben werden.

Information | Beratung | Orientierung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Das Studium der Katholischen Theologie im Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang qualifiziert für eine Vielzahl potenzieller Berufsfelder. Anders als im theologischen Vollstudiengang liegen diese vor allem außerhalb des kirchlichen Bereichs. In Kombination mit den im jeweiligen Beifach erworbenen Kompetenzen finden sich Betätigungsfelder im Bereich der Medien (Journalismus, Verlagswesen, etc.), in kulturellen Einrichtungen (Museen, Ausstellungen, Archive, Bibliotheken etc.), in politischen und beratenden Organisationen, in der Integrations- und Entwicklungszusammenarbeit, in der öffentlichen und privaten Erwachsenen- und Weiterbildung sowie in der privaten Wirtschaft (Unternehmensberatung, Unternehmenskommunikation, Personalwesen).

Es ist zu beobachten, dass auch kirchliche Arbeitgeber jenseits pastoraler Einsatzfelder zunehmend auf interdisziplinäre Kompetenzprofile Wert legen, wie sie im Zwei-Fächer-Bachelor gegeben sind. Mögliche Arbeitsfelder stellen Tätigkeiten in kirchlichen sozialen Einrichtungen und Hilfswerken (Caritas, Missio, u.a.), im kirchennahen Bildungswesen (kirchliche Bildungshäuser, Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Erziehungsberufe) sowie in der kirchlichen Verwaltung dar.

 

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de