Theaterwissenschaft (B.A.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Zwei-Fächer-Bachelor of Arts (Kern- und Beifach)

Regelstudienzeit:

6 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bitte beachten Sie, dass Sie das Fach Theaterwissenschaft als Kernfach im integrierten Studienbereich Kultur-Theater-Film studieren.

Wenn Sie Theaterwissenschaft im Kernfach studieren, ist eine Kombination mit den Fächern Kulturanthropologie/Volkskunde oder Filmwissenschaft im Beifach nicht möglich.

Bewerbung:

> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:

Sie benötigen zunächst eine Anerkennung Ihrer ausländischen Zeugnisse.

Nachweis von Deutschkenntnissen. Erforderliche Sprachprüfung: DSH-2

Sofern eine Feststellungsprüfung erforderlich ist, ist folgender Kurs des Studienkollegs für dieses Fach zu absolvieren:

S/G- oder G-Kurs

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06. - 01.09.

Sommersemester: 01.12. - 01.03.

Kombinieren Sie im Zwei-Fächer-Bachelor ein zulassungsfreies mit einem zulassungsbeschränkten Kern- oder Beifach, so gelten die Bewerbungsfristen für zulassungsbeschränkte Fächer:

Wintersemester: 01.06. - 15.07.

Sommersemester: 01.12. - 15.01.

Master:

Theaterwissenschaft (M.A.)

Kulturanthropologie/Volkskunde (M.A.)

unter bestimmten Voraussetzungen (inhaltliche Schwerpunktsetzung im Bachelor) Filmwissenschaft / Mediendramaturgie mit folgenden Schwerpunkten:
Filmwissenschaft (M.A.),
Mediendramaturgie (M.A.)

Homepage:

Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft

Bereich Theaterwissenschaft

Fachbereich:

Fachbereich 05 - Philosophie und Philologie

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

TheaterwissenschaftTheaterwissenschaft untersucht Theater in seinen vielfältigen Erscheinungsformen (Schauspiel, Oper, Tanz, Performance, rituelles Spiel, Fest- und Alltagskultur) als kulturelle Praxis in Vergangenheit und Gegenwart und setzt dabei historisches und theoretisches Wissen mit dramaturgischen und analytischen Fragestellungen in Beziehung. Unterschiedlichste Formen von Theater (in Kunst, Alltag und Festkultur) werden hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Funktionen und den Strukturen theatralen Handelns untersucht, verglichen und bewertet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei zum einen auf der kulturwissenschaftlichen Analyse von Theater und seiner gesellschaftlichen Relevanz sowie der vergleichenden Betrachtung seiner medienspezifischen Analysemethoden im Verhältnis des Theaters zu audiovisuellen Medien, Internet, Performance-Kunst, Oper und Tanz. An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird Theaterwissenschaft mit drei Schwerpunkten studiert: 1. Theaterwissenschaft als Wissenschaft von der Ästhetik gegenwärtiger und historischer Aufführungen; 2. Theaterwissenschaft als Medienwissenschaft unter Reflexion auf die Bedeutung historischer medialer Umbrüche für die Theatergeschichtsschreibung sowie der Bedeutung der Medien Buch, Malerei, Film, Video, etc. für Begriff und künstlerischen Gestaltungsprozess von Aufführungen; 3. Theaterwissenschaft als Kulturwissenschaft. Diese dreifache und betont interdisziplinäre Ausrichtung des Faches zwischen Medien- und Kulturwissenschaft macht Theaterwissenschaft zur vermittelnden Schnittstelle im integrierten Studienbereich Kultur Theater Film. Hier kann Theaterwissenschaft auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit zurückgreifen, die mit weiteren benachbarten Fächern des FB 05 (Literaturwissenschaften, Buchwissenschaft, Philosophie) und anderer Fachbereiche (Kunstgeschichte, Ethnologie, Soziologie, Publizistik, Geschichte in den Fachbereichen 02 und 07) besteht. Diese Zusammenarbeit bildet sich im Rahmen des Interdisziplinären Arbeitskreises Drama und Theater, der Forschungsschwerpunkte Historische Kulturwissenschaften und Medienkonvergenz, der Graduate School for Social and Cultural Studies (SOCUM) sowie des IPP Performance and Media Studies ab.

Im Rahmen des integrierten Studienbereichs Kultur-Theater-Film besuchen Studierende der Theaterwissenschaft Veranstaltungen der Kulturanthropologie und Filmwissenschaft und werden so an interdisziplinäre Bezüge hinsichtlich der Theaterforschung herangeführt.

Studienaufbau

Das Studium im B.A.-Kernfach Theaterwissenschaft ist so angelegt, dass die Studierenden in den beiden ersten Semestern anhand des interdisziplinären Moduls „Grundlagen der Kulturanalyse“ in die Themenfelder, Methoden und Theorien kulturwissenschaftlicher Arbeit eingeführt werden. Zusätzlich werden kulturanthropologische und filmwissenschaftliche Lehrveranstaltungen besucht und die „Grundlagen der Theaterwissenschaft und -geschichte“ erörtert. Im dritten und vierten Semester wird im Rahmen des interdisziplinären Moduls „Alltagskultur, Theorie und Ästhetik“ vertiefend in theoretische Fragestellungen eingeführt, die für alle drei beteiligten Fächer grundlegend sind. Das Modul „Methodisches Sehen“ vermittelt u.a. Analysemethoden der Theaterwissenschaft und thematisiert die Bandbreite theatraler Ausdrucksformen. Weiterhin absolvieren die Studierenden im dritten oder vierten Semester ein Praktikum oder erhalten im Rahmen eines „Szenischen Projekts“ die Möglichkeit eine Performance bzw. Theateraufführung zu erarbeiten. Alternativ kann an einer Exkursion zu praxisrelevanten Stätten aus der Theatergeschichte bzw. dem laufenden Theaterbetrieb teilgenommen werden. Das Modul „Theatralität von Kultur“ vertieft die Kenntnisse der ersten beiden Semester und ermöglicht im Rahmen einer Vorlesung den Kontakt mit international geführten Forschungsdebatten. Im fünften und sechsten Semester beschäftigen sich die Studierenden im Rahmen der Lehreinheit „Theaterarbeit heute: Theorie und Praxis“ u.a. mit der historisch verankerten Analyse von Gegenwartstheater und mit beruflichen Tätigkeitsfelder jenseits der konkreten Theaterarbeit. Ebenfalls ist für das fünfte/sechste Semester das interdisziplinäre Modul „Medialität der Sinne“ vorgesehen, welches die mediale Inszenierung der Sinne in Theater und Film thematisiert. Im sechsten und letzten Semester erfolgen die Prüfungen in Form der Bachelorarbeit und einer mündlichen Prüfung. Begleitet wird die Prüfungsphase von einem Kolloquium.

Kernfach

1. und 2. Semester: Einführungsphase
Grundlagen der Kulturanalyse
Grundlagen der Theaterwissenschaft und -geschichte
Grundlagen der Filmwissenschaft
Grundlagen der Kulturanthropologie/Volkskunde

3. und 4. Semester: Aufbauphase
Alltagskultur, Theorie und Ästhetik
Methodisches Sehen
Szenisches Projekt, Praktikum oder Exkursion
Theatralität von Kultur

5. und 6. Semester: Vertiefungs- und Abschlussphase
Theaterarbeit heute: Theorie und Praxis
Medialität der Sinne
Abschlussmodul

Studienaufbau Beifach

1. und 2. Semester: Einführungsphase
Grundlagen der Kulturanalyse
Grundlagen der Theaterwissenschaft und -geschichte

3. und 4. Semester: Aufbauphase
Methodisches Sehen
Theatralität von Kultur

5. und 6. Semester: Vertiefungs- und Abschlussphase
Theorie und Ästhetik von Theater
Theaterarbeit heute: Theorie und Praxis

Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Module finden Sie in den Modulhandbüchern.

Auslandsstudium

Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Für Informationen zum Erasmus+-Programm der Theaterwissenschaft wenden Sie sich frühzeitig an die entsprechenden Ansprechpartner/innen.

Praktika

Im Rahmen des Studiums besteht die Möglichkeit ein Berufspraktikum zu absolvieren, das der Berufsorientierung im Studium dienen soll und die Möglichkeit eröffnet, Praxiserfahrung zu sammeln. Studierende suchen sich selbstständig eine Praktikumsstelle. Alternativ zum Berufspraktikum ist die Mitarbeit an einem szenischen Projekt oder die Teilnahme an einer Exkursion möglich.

Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern.

Weitere Informationen rund um Praktika sowohl im In- als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service und bei den Studienfachberatungen bzw. in den Fragen | Antworten des Studienbüros.

Fremdsprachenkenntnisse

Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen. In einer weiteren modernen Fremdsprache muss die Lektürefähigkeit gegeben sein.

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische inhaltliche Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Informationsprogramme für Schüler/innen und Studieninteressierte

Schnuppertage

Sie können sich über dieses Fach im Rahmen des Schnuppertagsprogramms der Zentralen Studienberatung informieren.

Die Schnuppertage richten sich an einzelne Studieninteressierte, die überprüfen möchten, ob das entsprechende Studienfach den eigenen Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Sie können an einem Vormittag ein Studienfach genau kennen lernen: durch den Besuch typischer Lehrveranstaltungen und durch Gespräche mit Lehrenden und Studierenden. Jede Schüler/innengruppe wird von einer studentischen Tutorin bzw. einem studentischen Tutor betreut.

Weitere Informationen, Termine und Online-Anmeldeformulare finden Sie hier.

Anschlussmöglichkeiten in Master-Studiengängen

Absolventen eines B.A.-Studiengangs des Instituts für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft können ein M.A.-Studium in einem der vier Fächer aufnehmen, wobei für

  • das M.A.-Studium Filmwissenschaft/Mediendramaturgie – Schwerpunkt Filmwissenschaft und
  • das M.A.-Studium Filmwissenschaft/Mediendramaturgie – Schwerpunkt Mediendramaturgie

der Nachweis von 50 Leistungspunkten (LP) im Bereich Film, Fernsehen und Neue Medien notwendig ist. Das bedeutet, dass Sie bereits während Ihres B.A.-Studiums Kurse in diesem Bereich absolvieren müssen, die Ihnen anerkennt werden können. Wenn Sie an einem Übergang in einen der M.A.-Studiengänge des Bereichs Filmwissenschaft/Mediendramaturgie interessiert sind, wenden Sie sich möglichst frühzeitig an die entsprechenden Studienfachberatungen oder das Studienmanagement!

Berufsfelder

Mögliche Berufsfelder von Theaterwissenschaftlern liegen in den Bereichen Theater, Film, Hörfunk, Fernsehen und im pädagogisch-didaktischen Bereich/der Vermittlung von Theatergeschehen. Eine Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern finden Sie unter: www.berufenet.arbeitsagentur.de