Änderungen im Auswahlverfahren Pharmazie ab SoSe 2020

Hintergrund

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Dezember 2017 müssen die Auswahlverfahren für die Fächer Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie (sowie Tiermedizin) zum 1.1.2020 neu geregelt werden. Die Änderungen gelten somit zum ersten Mal für die Bewerbung zum Sommersemester 2020.

Zu den in allen Bundesländern gültigen Rahmenbedingungen siehe die Informationen der Stiftung für Hochschulzulassung unter https://zv.hochschulstart.de/index.php?id=2334.

Quoten im Vergabeverfahren

Eine zentrale, für alle Hochschulen geltende Änderung betrifft folgende Veränderung der Quoten (vgl. auch die ausführlichen Erläuterungen zum Bewerbungsverfahren bundesweit unter https://zv.hochschulstart.de/index.php?id=281):

  • Die Abiturbestenquote wird auf 30% erhöht, die Studienplätze werden wie bisher nach dem Auswahlkriterium Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (HZB; in der Regel das Abitur) vergeben. Hierbei wird die Vergleichbarkeit der Abiturnoten durch einen sog. „Länderausgleich“ erhöht.
  • Die Wartezeitquote wird abgeschafft.
    Stattdessen wird eine sog. Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) für 10% der Studienplätze eingeführt. Die Kriterien für die Übergangsphase 2020-21 sind in der untenstehenden Tabelle aufgeführt.
  • Das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) bleibt für 60% der Studienplätze relevant.
    Auch innerhalb des Auswahlverfahrens der Hochschulen wird künftig (wie in der Abiturbestenquote, siehe die ausführlichen Informationen unter https://zv.hochschulstart.de/index.php?id=281) ein Länderausgleich der Abiturnoten auf Basis eines Prozentrangverfahrens durchgeführt.

Auswahlkriterien in der Quote "Auswahlverfahren der Hochschulen" an der JGU (60 %)

Für die JGU hat der Senat der Universität am 14.12.2018, vorbehaltlich der rechtzeitigen Schaffung der erforderlichen Rechtsgrundlagen durch das Land, die folgenden Kriterien für die Auswahlverfahren verabschiedet (zu erreichen sind max. 100 Punkte):

Kriterien Punkte max. Bemerkung
Note der Hochschulzugangsberechtigung 90 landesspezifischer Rangplatz nach Länderausgleich (s.o.)
Abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsfachberuf 10 Ausschließlich die folgenden Berufe werden berücksichtigt:

  • Biologielaborant/in
  • Biologisch-technische/r Assistent/in
  • Biotechnologische/r Assistent/in
  • Chemielaborant/in
  • Chemiekant/in
  • Chemisch-technische/r Assistent/in
  • Medizinisch-technische/r Assisten/in – Funktionsdiagnostik
  • Medizinisch-technische/r Assistent/in
  • Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in
  • Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in
  • Medizinlaborant/in
  • Pharmakant/in
  • Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in
  • Physikalisch-technische/r Assistent/in
  • Physiklaborant/in
  • Techn. Assistent/in - chemische u. biologische Laboratorien

 

Kriterien in der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) (10 %)

Es können max. 100 Punkte erreicht werden. Die Verteilung dieser Punkte wird in den Jahren 2020-21 wie folgt geregelt:

Kriterien Punkte max. Bemerkung
Note der Hochschulzugangsberechtigung 90 landesspezifischer Rangplatz nach Länderausgleich (s.o.)
Abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsfachberuf 10 Ausschließlich die folgenden Berufe werden berücksichtigt:

  • Biologielaborant/in
  • Biologisch-technische/r Assistent/in
  • Biotechnologische/r Assistent/in
  • Chemielaborant/in
  • Chemiekant/in
  • Chemisch-technische/r Assistent/in
  • Medizinisch-technische/r Assisten/in – Funktionsdiagnostik
  • Medizinisch-technische/r Assistent/in
  • Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in
  • Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in
  • Medizinlaborant/in
  • Pharmakant/in
  • Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in
  • Physikalisch-technische/r Assistent/in
  • Physiklaborant/in
  • Techn. Assistent/in - chemische u. biologische Laboratorien

Für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen kann keine Gewähr übernommen werden. Die Informationen stehen zudem unter dem expliziten Vorbehalt der abschließenden Umsetzung der bislang vorliegenden Beschlüsse und Empfehlungen in geltendes Landesrecht.