Finanzierung eines Auslandsstudiums

Wenn Sie nicht an eine Partnerhochschule gehen, die einen Studiengebühren(teil)erlass anbietet, sind an ausländischen Hochschulen oft erhebliche Studiengebühren zu zahlen, besonders im englischsprachigen Ausland. Oft muss schon bei der Bewerbung an der Zielhochschule oder für den Visumsantrag ein Finanzierungsnachweis beigebracht werden (z.B. ein bank affidavit, eine Bankbestätigung - eine Vorlage erhalten Sie bei uns).

Hinzu kommen Lebenshaltungskosten, Reisekosten und die Kosten für eine Auslandsversicherung. Viele Studierende brauchen bei der Finanzierung des Auslandsstudiums Unterstützung.

Stipendien

Es gibt eine Reihe von Stipendiengebern, die Auslandsaufenthalte fördern:

Beachten Sie dabei die unterschiedlichen Laufzeiten und den Stipendienzweck (Studium, Forschung für Abschlussarbeiten, Promotionen, etc.) Beachten Sie vor allen Dingen aber die Bewerbungsbedingungen und –fristen! Informationen dazu erhalten Sie in der Abteilung Internationales.

Studiengebührenerlass

Studiengebühren an ausländischen Hochschulen machen für deutsche Studierende oft den Hauptteil der finanziellen Belastung beim Auslandsaufenthalt aus, weil bei uns die Studiengebühren aus Steuermitteln bezahlt werden, nicht von den einzelnen Studierenden. Im Idealfall müssen Sie auch im Ausland die Studiengebühren nicht selbst tragen, wenn Sie Unterstützung erhalten durch:

  • einen (teilweisen) Erlass der Studiengebühren durch die ausländische Hochschule (tuition waiver bzw. tuition reduction) im Rahmen von Partnerschaften der JGU
  • sonstige finanzielle Hilfestellungen (z.B. teaching assistantships, research assistantships, administrative assistantships)
  • Stipendien, die auch Studiengebühren fördern (z.B. DAAD oder Fulbright).

Eine erste Orientierungshilfe, an welchen Partnerunis Sie mit Förderung studieren können, finden Sie unter Austauschoptionen.

AuslandsBAföG

Im Gegensatz zum Stipendium, das leistungsbezogen vergeben wird, wird AuslandsBAföG genau wie Inlandsförderung bedarfsabhängig vergeben, d.h. das AuslandsBAföG orientiert sich am Einkommen der Studierenden und ihrer Eltern.

Wichtig: Wegen des höheren Finanzbedarfs im Ausland bekommen Sie möglicherweise AuslandsBAföG, auch wenn Sie nicht InlandsBAföG-berechtigt sind. Einen inoffiziellen (!) BaföG-Rechner finden Sie hier.

Jobben

In der EU und ganz wenigen Ländern wie z.B. Australien können Sie mit dem Studierendenvisum bis zu einer bestimmten Wochenzahl neben dem Studium jobben. Verlassen Sie sich aber nicht darauf, denn in vielen Staaten außerhalb der EU darf während des Semesters überhaupt nicht gearbeitet werden. Außerdem haben Sie oft gar keine Zeit, im Ausland neben dem Studium zu arbeiten. Die Möglichkeit, im Gastland zu arbeiten, sollten Sie also nicht unbedingt in Ihre finanziellen Planungen mit einbeziehen!

Über die gesetzlichen Regelungen in Ihrem Gastland bezüglich einer Arbeitserlaubnis sollten Sie sich in jedem Falle vor der Ausreise beim jeweiligen Konsulat oder der Botschaft erkundigen. Die Adressen der Konsulate und Botschaften in Deutschland finden Sie über die Homepage des Auswärtigen Amtes.