Biomedizinische Chemie (M.Sc.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Master of Science (M.Sc.)

Regelstudienzeit:

4 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bewerbung:

über das Studierendensekretariat der JGU

zum Bewerbungsverfahren

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:Unterrichtssprache: Deutsch
Erforderlicher Sprachnachweis: DSH-2

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.04. - 15.05.

Sommersemester: 01.10. - 15.11.

vorausgehende Bachelor:

Biomedizinische Chemie (B.Sc.)

Fachbereich:

Fachbereich 09 - Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Komplexe medizinische Vorgänge können letztendlich nur durch ein fundiertes Verständnis der zugrundeliegenden chemischen Prozesse beschrieben werden. Die Komplexität aktueller biomedizinischer Fragestellungen kann jedoch nicht durch die „klassischen“ Lösungsansätze traditioneller Studiengänge, wie Biologie, Chemie oder Medizin alleine beantwortet werden. Ziel des Studienganges Biomedizinische Chemie ist es, als Bindeglied zwischen den drei Fachrichtungen zu fungieren und so zielorientiert Ansätze und Strategien der Einzelbereiche zu bündeln. Ein tiefgreifendes Verständnis der biologischen Abläufe im menschlichen bzw. tierischen Organismus erfordert ein fundiertes Wissen der zugrundeliegenden biochemischen Mechanismen und der beteiligten organischen Moleküle. Der Masterstudiengang Biomedizinische Chemie legt einen klaren Schwerpunkt auf die Bereiche Biochemie, Organische Chemie und Pharmazeutisch/Medizinische Chemie sowie auf Wahlpflichtfächer aus dem Bereich Biomedizin. Durch ihre solide Ausbildung in den Fächern Chemie, Biologie und Biomedizin mit Spielraum zur individuellen Spezialisierung verfügen Studierende der Biomedizinischen Chemie über ein fundiertes Wissen, das es ermöglicht, zwischen Studienrichtungen fachlich zu moderieren und einzelne Inhalte und Ergebnisse richtig in einen Gesamtkontext einzuordnen. Absolventen der Biomedizinischen Chemie können so eine zentrale Rolle in interdisziplinär zusammengesetzten Forscherteams einnehmen.

Grundidee des Studienganges ist eine an der biomedizinischen Forschung orientierte Ausbildung der Studierenden.

Studienaufbau

  • 1. und 2. Semester
    • Grundeinheit (Vorlesung/Übung) und Vertiefungseinheit (Praktikum) jeweils in Biochemie und Organischer Chemie
    • Grundeinheit in Pharmazeutisch/Medizinischer Chemie
    • Zwei weitere Grundeinheiten aus dem Angebot in Biomedizin und/oder Chemie und Analytik
    • Eine weitere, frei wählbare Vertiefungseinheit
    • Ein frei wählbares Forschungsmodul (Praktikum in einer Arbeitsgruppe)
  • 3. Semester
    • Ein frei wählbares Forschungsmodul (Praktikum in einer Arbeitsgruppe)
    • Prüfungsmodule Organische Chemie, Biochemie und einem Wahlfach
  • 4. Semester
    • Masterarbeit

Zugangsvoraussetzungen

Nachweis eines Bachelorabschlusses im Fach Biomedizinische Chemie oder eines gleichwertigen Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland. Es müssen in den nachfolgend genannten Fächern mindestens die angegebenen Leistungspunkte bzw. vergleichbare Leistungen erworben sein: Anorganische Chemie 27 LP, Mathematik 12 LP, Physik 11 LP, Organische Chemie 30 LP, Physi-kalische Chemie 21 LP, Analytische Chemie 12 LP, Pharmazeutisch/ Medizinische Chemie 5 LP, Grundpraktikum Biochemie 6 LP, Histologie/ Zellbiologie/ Anatomie: 12 LP. Kann der Nachweis von maximal 12 der geforderten Leistungspunkte nicht durch den Studienab-schluss gemäß Satz 1 erbracht werden, kann eine Einschreibung unter der Bedingung erfolgen, dass die erforderlichen Nachweise bis zum Ablauf des ersten Fachsemesters nachträglich erworben werden. Für Wiederholungsprüfungen kann diese Frist vom Prüfungsausschuss um ein Semester verlängert werden. Wird der Nachweis nicht innerhalb der genannten Fristen gegenüber dem Prüfungsausschuss geführt, ist eine Fortführung des Studiums in der Regel nicht mehr möglich.

Auslandsstudium

Die beiden Forschungsmodule und die Vertiefungseinheit eines Moduls sind auch im Rahmen eines organisierten Auslandsaufenthaltes durchführbar. Dabei entsprechen vier Monate im Ausland zwei Forschungsmodulen. Bei einem sechsmonatigen Auslandsaufenthalt werden zwei Forschungsmodule und die dem Fach des Auslandssemesters entsprechende Vertiefungseinheit als Äquivalent anerkannt. Die Finanzierung des Auslandsaufenthalts kann über ein Stipendium gefördert werden.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Praktika

Laborpraktika sind Bestandteile von Pflicht-, Wahlpflicht- und Forschungsmodulen. Im Studium erworbenes Wissen wird hier in der Praxis angewendet. Studierende erlernen u.a. komplexe Arbeitstechniken zur Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen. Praktika dienen der individuellen Spezialisierung und persönlichen Profilbildung zur Vorbereitung auf spätere selbstständige und eigenverantwortliche Forschungstätigkeit.

Fremdsprachenkenntnisse und weitere Hinweise

Gute Kenntnisse in Englisch sind generell in den Naturwissenschaften unverzichtbar, da viel Fachliteratur nur in englischer Sprache erhältlich ist.

Das Lehrangebot, bestehend aus Vorlesungen, Übungen und Praktika, ist auf durchschnittlich 30 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit des Semesters ausgelegt. Der Praktikumsanteil liegt bei bis zu 50 %. Die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen nimmt weitere Zeit in Anspruch.

Die meisten UniversitätsbachelorabsolventInnen schließen ein Masterstudium und eine Promotion an. Am Fachbereich Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften, am Fachbereich Biologie, an angegliederten Forschungszentren, der Universitätsmedizin sowie am Max-Planck-Institut für Polymerforschung und am Max-Planck-Institut für Chemie bestehen vielfältige Promotionsmöglichkeiten für Chemikerinnen und Chemiker. Die Doktorarbeit sollte in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein.

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in der Wirtschaft (Forschung, Analytik, Verfahrensentwicklung, Produktion, Anwendungstechnik, Marketing, Patentwesen, Dokumentation), an Hochschulen und Forschungseinrichtungen (z.B. Max-Planck-Institute) und in der öffentlichen Verwaltung. Das Hauptfeld der Beschäftigungsmöglichkeiten liegt im Bereich der Arzneistoffforschung und -entwicklung.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de