Deutsch (M.Ed.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Master of Education (M.Ed.)

Internationales Studienangebot:

Binationales Studienprogramm Mainz-Dijon

Regelstudienzeit:

4 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bewerbung:

über das Studierendensekretariat der JGU

zum Bewerbungsverfahren

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:Unterrichtssprache: Deutsch
Erforderlicher Sprachnachweis: DSH-2

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.04. - 15.05.

Sommersemester: 01.10. - 15.11.

vorausgehende Bachelor:

Deutsch (B.Ed.)

Homepage:

Deutsches Institut

Fachbereich:

Fachbereich 05 - Philosophie und Philologie

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Der Masterstudiengang Deutsch an der JGU Mainz ermöglicht eine umfassende historische wie systematische Ausbildung im Bereich der germanistischen Literatur- und Sprachwissenschaft. Darüber hinaus richtet die Deutschdidaktik einen besonderen Fokus auf die schulgemäße Vermittlung sprach- und literaturwissenschaftlicher Inhalte, um Lehramtsstudierende gezielt auf den Unterricht im Fach Deutsch vorzubereiten.

Das Fach Deutsch wird am Deutschen Institut in seiner ganzen Breite studiert, dies umfasst sowohl die Ältere und die Neuere Literatur wie auch die Historische und die Deskriptive Sprachwissenschaft. Werden in der Literaturwissenschaft Texte aus allen Epochen der Literaturgeschichte interpretatorisch erschlossen, in ihrer Wechselwirkung mit anderen Medien sowie unter dem Gesichtspunkt der Traditionsbildung und der Traditionsbrüche untersucht, so erfolgt in der Sprachwissenschaft eine Auseinandersetzung mit der Sprache als solcher, ihren Strukturen, ihrer Verwendung und ihrem Erwerb in Vergangenheit und Gegenwart.
In der Älteren Deutschen Literatur liegt der Fokus auf der Untersuchung der philologischen, sozial-, kultur- und mentalitätsgeschichtlichen Aspekte der Literatur des Mittelalters. In Forschung und Lehre wird ein breitgefächertes Spektrum erschlossen: Lyrik des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, höfische Epik (auch unter kontrastivem Aspekt), historische Narratologie und Poetik, Text und Bild, historische Semantik, historische Kulturwissenschaften und Mittelalterrezeption. Mitarbeiter der Abteilung für Ältere Deutsche Literatur sind zudem maßgeblich an der Erarbeitung des neuen Mittelhochdeutschen Wörterbuchs beteiligt.

Der Fachteil Neuere Deutsche Literatur adressiert Studierende, die gerne forschungsorientiert lesen. Er befasst sich mit der Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart und analysiert literarische Texte in ihren kulturellen und medialen Kontexten. Dabei interessiert er sich für literaturgeschichtliche Entwicklungen, für (editions-) philologische Fragestellungen, für die Spezifik unterschiedlicher Gattungen sowie für die Auseinandersetzung mit literatur- und kulturtheoretischen Ansätzen. Ziel ist es, historisch und theoretisch fundierte Kompetenzen zum Verstehen insbesondere von literarischen Texten, aber auch von Filmen und anderen Medien zu vermitteln. Am Deutschen Institut der JGU wird z.B. an Ausgaben von Friedrich Schlegel und Heinrich Mann gearbeitet, die Wedekind-Forschungsstelle ist hier angesiedelt und die Mainzer Poetikdozentur findet hier in Kooperation mit der Mainzer Akademie der Wissenschaften statt. Außerdem ist die Arbeitsstelle für literarische Filmpraxis am Deutschen Institut verankert.

Die Historische Sprachwissenschaft untersucht die Entwicklung der deutschen Sprache von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, oft auch im Vergleich mit anderen germanischen Sprachen. Mainzer Forschungsschwerpunkte bilden der Wandel von Flexions- und Wortbildungsmustern, Eigennamen und ihre diachrone Entwicklung sowie die Aufbereitung sprachhistorischer Erkenntnisse für die Schule und die breite Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre stehen dabei Warum-Fragen: Sprachwandelphänomene sollen nicht nur beschrieben, sondern erklärt und verstanden sowie theoretisch fundiert werden. Ein Langzeitprojekt der Mainzer Historischen Linguistik ist z.B. das „Digitale Familiennamenwörterbuch Deutschlands“, das in Kooperation mit der Mainzer Akademie der Wissenschaften entsteht.

Die Deskriptive Sprachwissenschaft untersucht die Grammatik der deutschen Sprache der Gegenwart und ihrer Varietäten. Ausgangspunkt ist eine genaue Beschreibung der Regeln für die Aussprache (Phonologie), die Schreibung (Graphematik) und den Aufbau von Wörtern (Morphologie) und Sätzen (Syntax) sowie der Bedeutung von einfachen und komplexen sprachlichen Ausdrücken (Semantik). Außerdem wird untersucht, wie man Äußerungen sinnvoll zur Verfolgung bestimmter Zwecke einsetzt (Pragmatik). Darüber hinaus versucht die Sprachwissenschaft auch zu erklären, wie Kinder Sprache erwerben, wie Sprache im Gehirn verarbeitet wird und was die Sprachen dieser Welt gemeinsam haben. Innerhalb des Forschungsspektrums am Deutschen Institut liegen zurzeit Schwerpunkte auf den Themen Lügen/Abwertung/Hassrede und dem kindlichen Erst- und Zweitspracherwerb.

Die Fachdidaktik Deutsch bereitet Lehramtsstudierende auf die Planung, Durchführung und Reflexion von Deutschunterricht vor. Im Bereich der Deutschdidaktik werden Prozesse der Vermittlung und Aneignung deutscher Sprache und Literatur im Kontext der Schule erforscht und entworfen. Dazu gehören die Lernbereiche Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören, der Umgang mit Texten und Medien sowie eine Reflexion über Sprache. Neben den Bezugsdisziplinen der Literatur- und Sprachwissenschaft fließen in deutschdidaktische Begründungsdiskurse auch Einsichten aus der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, der empirischen Bildungsforschung, den Kulturwissenschaften und der Soziologie ein. An der JGU Mainz wird Deutschdidaktik vor allem im Rahmen der Disziplinen der Literatur- und Sprachdidaktik vermittelt und erforscht.

Studienaufbau

Der Master of Education (Lehramt an Gymnasium) ist an den rheinland-pfälzischen Universitäten gleich strukturiert.

1. Studienjahr: Erweiterungsphase

  • Modul 11: Gegenwartsliteratur und ihre Vermittlung (Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik)
  • Modul 12: Mehrsprachigkeit (Sprachwissenschaft und Fachdidaktik)
  • Modul 13: Deutsche Literaturgeschichte (Aufbaumodul)

2. Studienjahr: Projektphase

  • Modul 14: Richtungen und Entwicklungen der germanistischen Sprachwissenschaft
  • Modul 15: Epochen und Epochenschwellen

Zugangsvoraussetzungen

Nachweis eines B.Ed.-Abschlusses für das gymnasiale Lehramt in denselben Fächern an einer Universität in Rheinland-Pfalz oder eines gleichwertigen Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland. Es gelten die Zugangsvoraussetzungen auf der Seite zum Bewerbungsverfahren für den Master of Education.

Studienbewerber/innen mit einem Studienabschluss, der nicht in vollem Umfang, jedoch entsprechend einem Umfang von mindestens 140 Leistungspunkten der geforderten Bachelorprüfung gleichwertig ist, können unter der Bedingung zum Masterstudiengang zugelassen werden, dass die fehlenden Studien- und Prüfungsleistungen bis zum Ablauf des ersten Studienjahres nachträglich erworben werden. Werden die Nachweise nicht innerhalb der genannten Frist geführt, ist eine Fortführung des Studiums nicht mehr möglich; die Immatrikulation wird ohne weitere Mitteilung aufgehoben.

Vorausgesetzt werden ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache. Zusätzlich müssen die Studierenden entweder über ausreichende aktive und passive Kenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache verfügen, die zur Lektüre von Fachliteratur befähigen, oder über ausreichende Lateinkenntnisse.

Bei Studienbewerberinnen oder Studienbewerbern, die weder ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen auf dem Niveau der „Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)“ erforderlich.

Auswahlverfahren

Der Studiengang ist zulassungsfrei: Sie erhalten einen Studienplatz, wenn Sie sich frist- und formgerecht bewerben und die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Bitte beachten Sie auch die Hinweise bei einer Bewerbung noch vor Abschluss des Bachelorstudiengangs.

Auslandsstudium

Vielfältige Austauschmöglichkeiten (z.B. über das Erasmus-Programm der JGU) eröffnen den Studierenden eine internationale Perspektive.

Ein Auslandsstudium umfasst in der Regel ein Semester oder ein ganzes Studienjahr. Der Aufenthalt an einer ausländischen Hochschule kann individuell organisiert werden oder im Rahmen von organisierten Bildungsprogrammen erfolgen. Neben einem selbstfinanzierten Aufenthalt ist die Förderung durch Auslands-Bafög oder Stipendien möglich. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Im Rahmen eines integrierten binationalen Studiums an den Universitäten Mainz und Dijon kann zudem ein Doppelabschluss erworben werden: https://www.dijon.uni-mainz.de/lehramt/.

Vorgeschriebene Praktika

Im Masterstudium ist ein vertiefendes Praktikum zu absolvieren. Weitere Informationen zu den Schulpraktika finden Sie hier.

Information | Beratung | Orientierung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.