Empirische Demokratieforschung (M.A.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Master of Arts (M.A.)

Regelstudienzeit:

4 Semester

Studienbeginn:

Wintersemester. Sollten im Wintersemester Plätze frei bleiben, werden diese zum Sommersemester vergeben.

Zulassungsbedingungen:

im 1. Fachsemester universitätsintern zulassungsbeschränkt

Bewerbung:

über das Studierendensekretariat der JGU

zum Bewerbungsverfahren

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:Unterrichtssprache: Deutsch
Erforderlicher Sprachnachweis: DSH-2

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.04. - 15.05.

Sommersemester: 01.10. - 15.11.

vorausgehende Bachelor:

Politikwissenschaft (B.A.)

Homepage:

Institut für Politikwissenschaft - Masterstudiengänge

Fachbereich:

Fachbereich 02 - Sozialwissenschaften, Medien und Sport

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Glaubt man manchen Medien und Machthabern, dann sind alle Staaten der Welt Demokratien oder zumindest auf dem Weg dahin. Tatsächlich gibt es kaum ein Land, in dem nicht ab und an Wahlen stattfinden. Aber sind Wahlen ein hinreichendes Indiz dafür, dass es sich bei einem Staat um eine Demokratie handelt? Was meinen wir, wenn wir von „Demokratie“ sprechen? Und ist Demokratie per se etwas Wünschenswertes? Wenn ja: Unter welchen Bedingungen entstehen Demokratien? Was sind die Voraussetzungen für ihre Funktionsfähigkeit und Stabilität? Welche Rolle kommt den Bürgern hierbei zu? Es gibt sehr unterschiedliche Typen von Demokratien: Wie wirken sich diese Unterschiede auf ihre Leistungsfähigkeit aus? Und stimmt es, dass Demokratien im Allgemeinen friedfertig sind? Wenn ja, können demokratische Institutionen und demokratische politische Kulturen in alle Länder ohne Weiteres exportiert werden?

Auf Fragen wie diese erarbeiten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am MA „Empirische Demokratieforschung“ methodisch fundierte, theoriegeleitete Antworten auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse.

Studienaufbau

Der MA „Empirische Demokratieforschung“ gliedert sich in acht Module:

Modul 1: Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden:
Hier werden die im Bachelor-Studiengang erworbenen Kenntnisse der Wissenschaftstheorie sowie der analytischen, qualitativen und quantitativen Methoden der Politikwissenschaft vertieft. Ziel ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, empirische Arbeiten anderer kritisch zu bewerten und eigene Studien theoriegeleitet und methodisch fundiert anzufertigen.

Modul 2: Politische Institutionen und Prozesse:
In diesem Modul geht es um die Entstehung und Entwicklung, das Funktionieren und die Leistungsfähigkeit von Demokratien, Parteien- und Wahlsystemen. Die Teilnehmer lernen, politische Institutionen und Prozesse auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene systematisch zu beschreiben, zu analysieren und zu vergleichen.

Modul 3: Normative und positive Theorie:
Im Mittelpunkt dieses Moduls steht die Beschäftigung v. a. mit speziellen empirischen, aber auch normativen Demokratietheorien. Ziel ist der Erwerb der Grundlagen, um theoriegeleitete empirische Demokratieforschung betreiben zu können.

Modul 4: Politische Kultur und Einstellungen:
Hier geht es um politische Einstellungen im Allgemeinen und Politische Kultur im Besonderen, um gesellschaftliche Werte und Wertorientierungen, um politische Sozialisation und Einstellungen zur Demokratie, um politischen Extremismus, Populismus und speziell Euroskeptizismus sowie um politisches und soziales Vertrauen.

Modul 5: Wahlen und politische Partizipation:
Theorien und empirische Befunde zu politischem Verhalten in Deutschland und im internationalen Vergleich bilden den Schwerpunkt dieses Moduls. Im Einzelnen geht es um politische Partizipation im Allgemeinen, um Wahlen und Wählerverhalten, Wahlkämpfe und politische Kommunikation sowie um direktdemokratische Partizipationsformen.

Modul 6: Projektmodul:
Hier haben die Teilnehmer Gelegenheit, eine eigene Studie zu erarbeiten – von der Formulierung der Fragestellung und der theoretischen Annahmen über die Sammlung, Analyse und Interpretation von Daten, Dokumenten und Materialien bis zur Präsentation der Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form.

Modul 7: Praxismodul:
Die Studierenden haben die Wahl: Sie können entweder ein neunwöchiges Praktikum absolvieren in einem politiknahen Bereich ODER im Umfang von insgesamt 12 Leistungspunkten

  • an Lehrveranstaltungen aus dem BA Politikwissenschaft zu fachspezifischen Methodenanwendungen (Aufbaumodul I) und/oder zu Berufsfeldqualifikationen (Praxismodul) teilnehmen,
  • Lehrveranstaltungen, die an der JGU außerhalb der Politikwissenschaft angeboten werden, besuchen (etwa das Master-Angebot des Studium Generale oder Sprach- bzw. EDV-Kurse) oder
  • diese Lehrveranstaltungen mit einem kürzeren Praktikum kombinieren.

Modul 8: Abschlussmodul:
Die Studierenden nehmen an einem Kolloquium teil, verfassen ihre Masterarbeit und legen eine 45-minütige mündliche Prüfung ab … und sind Masters of Arts in Empirischer Demokratieforschung.

Zugangsvoraussetzungen

  • Nachweis eines Bachelorabschlusses mit mindestens 60 Leistungspunkten im Fach Politikwissenschaft oder eines anderen Abschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland, der sich davon nicht wesentlich unterscheidet.
  • Nachweis von Kenntnissen in Statistik und Methoden der empirischen Sozialforschung/empirischen Politikforschung im Umfang von mindestens 6 Leistungspunkten. Wenn Kenntnisse in Statistik und Methoden der empirischen Sozialforschung/ empirischen Politikforschung im Umfang von weniger als 14 Leistungspunkten nachgewiesen werden, erfolgt die Zulassung zum M. A. Empirische Demokratieforschung mit der folgenden Auflage: Es muss innerhalb der ersten beiden Fachsemester die Klausur „Statistik II“ bestanden werden, die am Ende jedes Semesters angeboten wird. Wenn die Klausur endgültig nicht bestanden ist, erlischt die Zulassung. §§ 17 und 19 der Ordnung der Fachbereiche 02, 05 und 07 für die Prüfung im Masterstudiengang gelten entsprechend.

Im Falle einer Bewerbung noch vor Abschluss des Bachelorstudiengangs müssen von den geforderten fachspezifischen Leistungspunkten mindestens zwei Drittel bis zum Ende der Bewerbungsfrist nachgewiesen werden.

  • Sprachkenntnisse: Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur, zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache sowie gegebenenfalls zur Anfertigung schriftlicher Leistungen in Englisch befähigen.

Fremdsprachenkenntnisse

Die Verkehrssprache der Politikwissenschaft ist Englisch. Das bedeutet, dass Studierende über ausreichende Englischkenntnisse verfügen müssen, um anspruchsvolle englischsprachige Fachliteratur verarbeiten, am wachsenden englischsprachigen Veranstaltungsangebot des Instituts teilnehmen und dort auch schriftliche Leistungen erbringen zu können.

Auswahlverfahren

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt: Sofern mehr Bewerbungen eingehen als freie Studienplätze vorhanden sind, werden 80% der Studienplätze nach der Note des vorausgehenden Hochschulabschlusses und 20% der Studienplätze nach Wartezeit vergeben (gilt für das 1. Fachsemester). Bitte beachten Sie auch die Hinweise bei einer Bewerbung noch vor Abschluss des Bachelorstudiengangs.

Auslandsstudium

Das Institut für Politikwissenschaft unterhält Austauschbeziehungen zu zahlreichen Partneruniversitäten im Rahmen des Erasmus-Programms der EU. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: politik.uni-mainz.de/studium/internationales/erasmus/outgoings/

Ein Auslandsstudium kann aber auch individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Das Institut für Politikwissenschaft sowie die Abteilung Internationales der Universität leisten dabei gerne Hilfestellungen.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Praktika

Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.

Information | Beratung | Orientierung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Warum ein Master in empirischer Demokratieforschung?

… Weil der Bachelor nicht genug war.

… Weil die Auseinandersetzung mit den Bedingungen und Folgen von Demokratie zu den wichtigsten Themen unserer Zeit gehört.

… Weil Demokratieforschung die Königsdisziplin der Politikwissenschaft ist.

… Weil dadurch die Aussichten auf eine interessante und gut bezahlte Tätigkeit nach dem Studium verbessert werden.

… Weil Interesse an einer Tätigkeit in einem der folgenden Berufsfelder besteht:

  • Journalismus oder Öffentlichkeitsarbeit;
  • Politik- oder Unternehmensberatung;
  • Pressearbeit in einer politischen Institution oder
  • Bildungsarbeit in einer politischen Stiftung;
  • wissenschaftlicher Mitarbeit bei einem Abgeordneten, einer Partei, einer Fraktion;
  • Tätigkeit in einer internationalen Organisation oder der freien Wirtschaft;
  • Markt- und Meinungsforschung;
  • Wissenschaft.

Einen Überblick über mögliche Berufsfelder bietet die Digitale Plattform Berufseinstieg Internationale Politik.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de