Naturwissenschaftliche Informatik (M.Sc.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Master of Science (M.Sc.)

Regelstudienzeit:

4 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bewerbung:

über das Studierendensekretariat der JGU

zum Bewerbungsverfahren

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:Unterrichtssprache: Deutsch
Erforderlicher Sprachnachweis: DSH-2

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.04. - 01.09

Sommersemester: 01.10. - 01.03.

vorausgehende Bachelor:

Informatik (B.Sc.)

Physik (B.Sc.)

Mathematik (B.Sc.)

Homepage:

Studium Informatik

Fachbereich:

Fachbereich 08 - Physik, Mathematik und Informatik

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Informatik ist die Wissenschaft, Technik und Anwendung der automatischen und maschinellen Speicherung, Verarbeitung und Übermittlung von Daten und Informationen, insbesondere mit Hilfe von Computern. Die Informatik hat unsere Welt und Gesellschaft in den letzten Jahren und wenigen Jahrzehnten transformiert wie keine andere Wissenschaft. Teilbereiche der Informatik sind die praktische und angewandte Informatik, die theoretische Informatik und die technische Informatik. Diese Teilbereiche der Informatik werden an der JGU durch die folgenden sechs Arbeitsgruppen repräsentiert:

Algorithmische Geometrie und Computergrafik

Neuentwicklungen im Bereich der Computergrafik sind für jedermann anhand aktueller computeranimierter Filme oder Computerspiele unmittelbar erkennbar. Die Arbeitsgruppe für Algorithmische Geometrie und Computergrafik erforscht die theoretischen Grundlagen für effiziente geometrische Algorithmen und Datenstrukturen und nutzt diese in praktischen Anwendungen zur Visualisierung und Simulation von Bewegungsabläufen. Dazu zählen auch Anwendungen aus dem Umfeld des Computer-Aided Designs, der automatisierten Bewegungsplanung und Packungsoptimierung.

Effiziente Rechner- und Speichersysteme

Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe sind Speichersysteme und skalierbare Rechnersysteme. Das Hochleistungsrechnen oder High Performance Computing (HPC) wird in den kommenden Jahren in den Bereich des Exascale Computings vordringen und dabei spannende Herausforderungen bereithalten. Das HPC befindet sich dabei in der Transition von einem reinen rechenleistungszentrischen Bereich in einen Bereich, bei dem das Management von Daten eine immer größere Rolle spielt.

Informationssysteme

Die Arbeitsgruppe forscht hauptsächlich in den Bereichen Data Mining und maschinelles Lernen. Dabei werden Methoden entwickelt, um große und komplexe Datenmengen zu analysieren und diese Methoden in den Lebenswissenschaften und anderen Gebieten (Computational Sustainability, Energie, Transport, soziale Netzwerke) anzuwenden. Die Lehrveranstaltungen umfassen Vorlesungen, Seminare und Praktika in den Kerngebieten Data Mining und maschinelles Lernen, aber auch Vorlesungen aus anderenGebieten der angewandten Informatik wie Datenbanksysteme und Softwaretechnik.

Software-Technik und Bioinformatik

Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe sind die Entwicklung und Anwendung moderner bioinformatischer Methoden und Programmpakete, meist in enger Zusammenarbeit mit akademischen und industriellen Partnern. Die Anwendungsgebiete der Forschungen beinhalten dabei u.a. die computergestützte Diagnose und Prognose sowie den rationalen Wirkstoffentwurf.

Theoretische Informatik

Die Arbeitsgruppe Theoretische Informatik forscht hauptsächlich im Bereich Algorithm-Engineering für Probleme der kombinatorischen Optimierung. Das Algorithm-Engineering beschäftigt sich mit der Entwicklung und Implementierung von Algorithmen für Probleme aus interdisziplinären Projekten. Die Forschungsprojekte fordern also die theoretische Entwicklung von Algorithmen sowie deren praktische Umsetzung. Die untersuchten Fragestellungen stammen meist aus dem Bereich der kombinatorischen Optimierung.

Parallele und Verteilte Architekturen

Schwerpunkt dieser Arbeitsgruppe sind Entwurf, Implementierung und Evaluierung von skalierbaren Werkzeugen für die Genom-Sequenzanalyse (Bioinformatik) und Anwendungen im Bereich Computational Science, wobei moderne Hochleistungsrechner-Technologien (HPC) zum Einsatz kommen, z.B.: Manycore Architekturen (z.B. CUDA-enabled GPUs), Multicore Architekturen, Heterogene Cluster, FPGAs. Die Entwicklung der Methoden und Werkzeuge erfolgt häufig in Zusammenarbeit mit interdisziplinären Partnern an der Johannes Gutenberg-Universität, u.a. dem Fachbereich Biologie, der Unimedizin und dem Institut für Molekularbiologie.

Studienaufbau

Detailinformationen erhalten Sie aufgrund der sehr heterogenen Studienmöglichkeiten bei der Studienfachberatung des Instituts für Informatik.

1. Angleichungsmodule

  • Studierende mit Bachelor in Informatik besuchen grundlegende Vorlesungen des gewählten Schwerpunktfachs (Biologie, Mathematik, Physik).
  • Studierende mit Bachelor im Schwerpunktfach besuchen grundlegende Informatik-Vorlesungen.

2. Vertiefungsmodule

  • Besuch von 4 Vertiefungsmodulen, davon mindestens zwei aus der Informatik und eins aus dem Schwerpunktfach. Das verbleibende Modul kann aus der Informatik oder dem Schwerpunkftfach gewählt werden.

3. Abschlussmodule

  • Master-Seminar, Master-Arbeit und Abschlussprüfung, jeweils co-betreut aus der Informatik und dem Schwerpunktfach.

Zugangsvoraussetzungen

(1)  Zugangsvoraussetzung für die Masterstudiengang Naturwissenschaftliche Informatik sind:

  1. Nachweis eines Bachelorabschlusses mit einem Anteil von 90 Leistungspunkten im Fach Informatik oder im Fach Mathematik oder im Fach Physik an einer Hochschule in Deutschland oder eines Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland, der sich davon nicht wesentlich unterscheidet. Es können auch Leistungen berücksichtigt werden, die nicht im zugrunde liegenden Bachelorstudiengang erbracht wurden. Hierüber entscheidet der Prüfungsausschuss. Bei Kenntnissen im Umfang von mindestens 60 Leistungspunkten wird die Zulassung mit der folgenden Auflage erteilt: Es können Leistungen im Umfang von maximal 30 Leistungspunkten bis zum Ablauf des ersten Studienjahr nachträglich erworben werden. Die entsprechenden Veranstaltungen werden vom Prüfungsausschuss festgelegt. Werden die Nachweise nicht innerhalb der genannten Frist gegenüber dem Prüfungsausschuss geführt, ist eine Fortführung des Studiums nicht mehr möglich. Die Immatrikulation wird ohne weitere Mitteilung aufgehoben. Studierende mit einem Bachelorabschluss mit einem Anteil von 90 Leistungspunkten im Fach Mathematik oder Physik können nur die entsprechenden Schwerpunkte gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 3 oder Nr. 2 bzw. 4 wählen.
  2. Nachweis über erforderliche Kenntnisse in den mathematischen Teilgebieten Analysis und Lineare Algebra im Umfang von mindestens 15 Leistungspunkten.
  3. Nachweis über grundlegende Programmierung- und Softwareentwicklungskenntnisse im Umfang von mindestens 10 Leistungspunkten.
  4. Bei der Schwerpunktwahl
    a) Biologie: Nachweis über erforderliche Grundkenntnisse der Genetik und Zellbiologie im Umfang von mindestens 10 Leistungspunkten.
    b) Experimentalphysik: Nachweis über Grundkenntnisse der Experimentalphysik der Themenbereiche „Mechanik, Schwingungen und Wellen, Wärmelehre“, sowie Laborerfahrung im Umfang von mindestens 10 Leistungspunkten.
    c) Mathematik: Nachweis über weitergehende Kenntnisse der linearen Algebra im Um-fang von mindestens 8 Leistungspunkten.
    d) Theoretische Physik: Nachweis über Grundkenntnisse der Theoretischen Physik der Themengebiete „Newton’sche Mechanik, Elektrodynamik, Spezielle Relativitätstheorie“, sowie von physikalischen Rechenmethoden im Umfang von mindestens 10 Leistungspunkten.

Fehlt der Nachweise von maximal 12 Leistungspunkten bezüglich der in den Unterpunkten 2 bis 4 aufgeführten Kenntnissen, kann die Einschreibung unter der Bedingung erfolgen, dass die erforderlichen Nachweise bis zum Ablauf des ersten Studienjahres nachträglich erworben werden. Die entsprechenden Veranstaltungen werden im Prüfungsausschuss festgelegt. Werden die Nachweise nicht innerhalb der genannten Frist gegenüber dem Prüfungsausschuss geführt, ist eine Fortführung des Studiums nicht mehr möglich. Die Immatrikulation wird ohne weitere Mitteilung aufgehoben.

(2) Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen; dies umfasst nicht das Anfertigen von schriftlichen Studienleistungen sowie von Prüfungsleistungen in englischer Sprache, sofern in dieser Ordnung nichts anderes geregelt ist.

(3) Weitere Voraussetzung für die Zulassung zu dem Masterstudiengang Naturwissenschaftliche Informatik ist, dass der Prüfungsanspruch für diesen Studiengang noch nicht verloren ist.

(4) Soweit zum Nachweis eines Bachelorabschlusses nach Abs. 1 Nr. 1 ein Abschlusszeugnis bis zum Ende der Bewerbungsfrist nicht vorliegt, ist eine Bewerbung auf der Grundlage einer Bescheinigung über bereits erbrachte Prüfungs- und Studienleistungen im Umfang von mindestens 135 Leistungspunkten, die von der zuständigen Stelle der bisherigen Hochschule ausgestellt worden sein muss, oder auf der Grundlage einer vorläufigen Anerkennungsurkunde der Johannes Gutenberg-Universität für ausländische Studienabschlüsse möglich. Die Gesamtsumme der Leistungspunkte muss ausgewiesen sein. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist müssen zwei Drittel der Leistungspunkte nach Absatz 1 Nr. 1 nachgewiesen werden. Die Anforderungen nach Absatz 1 Nr. 2 bis 4 müssen im Rahmen der bisherigen Leistungen erfüllt sein. Sofern für den Studiengang eine Zulassungsbeschränkung besteht, sind die Bestimmungen der Hochschulauswahlsatzung in der aktuell gültigen Fassung zu beachten; das endgültige Ergebnis des Bachelorabschlusses wird in diesem Fall im Auswahlverfahren nicht berücksichtigt. Wird eine Bewerberin bzw. ein Bewerber aufgrund der in Satz 1 benannten Bescheinigung ausgewählt, so erfolgt die Zulassung unter dem Vorbehalt, dass innerhalb einer im Zulassungsbescheid bestimmten Frist ein Abschlusszeugnis vorgelegt wird. Wird dieser Nachweis nicht fristgerecht erbracht, erlischt die Zulassung.

(5) Bei Studienbewerberinnen oder Studienbewerbern die weder ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen auf dem Niveau (DSH-2) der „Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)“ erforderlich.

(6) Auch bei bestehenden Zugangsvoraussetzungen hängt die Zulassung zum Masterstudiengang vom erfolgreichen Durchlaufen des Zulassungsverfahrens ab. Sofern für den Masterstudiengang eine Zulassungsbeschränkung besteht, erfolgt die Zulassung gemäß Hochschulauswahlsatzung.

Auswahlverfahren

Der Studiengang ist zulassungsfrei: Sie erhalten einen Studienplatz, wenn Sie sich frist- und formgerecht bewerben und die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Bitte beachten Sie auch die Hinweise bei einer Bewerbung noch vor Abschluss des Bachelorstudiengangs.

Auslandsstudium

Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Praktika

Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen überhaupt entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern.

Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.

Information | Beratung | Orientierung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de