Soziologie: Forschungspraxis und Praxisforschung (M.A.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Master of Arts (M.A.)

Regelstudienzeit:

4 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

im 1. Fachsemester universitätsintern zulassungsbeschränkt

Bewerbung:

über das Studierendensekretariat der JGU

zum Bewerbungsverfahren

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:Unterrichtssprache: Deutsch
Erforderlicher Sprachnachweis: DSH-2

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.04. - 15.05.

Sommersemester: 01.10. - 15.11.

vorausgehende Bachelor:

Soziologie (B.A.)

Homepage:

Institut für Soziologie

Fachbereich:

Fachbereich 02 - Sozialwissenschaften, Medien und Sport

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Der Masterstudiengang "Soziologie: Forschungspraxis und Praxisforschung" an der Universität Mainz führt Absolventen eines Bachelorstudienganges Soziologie oder fachlich äquivalenter Studiengänge zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss. Er bietet den Studierenden eine theoretisch und methodisch vertiefte und dezidiert wissenschaftlich orientierte Ausbildung, in der sie anhand forschungspraktischer Aufgabenstellungen mit dem neuesten Stand der theoretischen Diskussion, der Methodenentwicklung und des empirischen Wissens in der Soziologie vertraut gemacht werden. Didaktisch steht dabei ein projektorientiertes Arbeiten und Lernen im Vordergrund. Hier werden qualitativ-explorative Methoden und/oder Methoden quantitativ-standardisierter Sozialforschung für forschungspraktische Aufgaben eingesetzt. Die Wahlmöglichkeit der Studierenden zwischen einer qualitativ orientierten und einer quantitativ-statistisch ausgerichteten Methodenvertiefung ist ein besonderes Kennzeichen dieses Studienganges. Der Studiengang ist durch ein hohes Maß an studentischer Selbstorganisation und studentischer Eigeninitiative charakterisiert: Vorlesungen gibt es nur im Einführungsmodul, ansonsten wird mit Seminaren, Arbeitsgruppen, Tutorien, Supertutorien, Kolloquien und Selbstlerngruppen gearbeitet.

Studienaufbau

Der Masterstudiengang Soziologie besteht aus sieben Einzelmodulen:

‚Sozialwissenschaftliche Grundpositionen und interdisziplinäre Grundkompetenzen’: Dieses Modul bietet einen Überblick in die am Mainzer Institut für Soziologie aktuell betriebene Forschung und die damit verknüpften wissenschaftlichen Grundpositionen und methodologischen Orientierungen sowie einen Einblick in die wissenschaftstheoretische Ausrichtung von Nachbardisziplinen.

‚Soziologische Theorien für Fortgeschrittene’: Das Modul vermittelt eine vertiefte Kenntnis der Begrifflichkeiten und Problemstellungen wichtiger soziologischer Theoriekonzepte und verdeutlicht ihre Anwendung anhand der Analyse unterschiedlicher empirischer Phänomene.

‚Qualitative und/oder quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung für Fortgeschrittene’: Ziel des Moduls ist die Vermittlung der wissenschaftstheoretischen Grundlagen und der Vorgehensweise fortgeschrittener Verfahren mit dem Ziel diese selbständig anwenden zu können und ihre Leistungsfähigkeit kritisch reflektieren zu können.

‚Ausgewählte gesellschaftliche Praxisfelder’: In diesem Modul werden die Studierenden mit aktuellen Forschungsergebnissen zu ausgewählten Feldern gesellschaftlicher Praxis vertraut gemacht (z. B. Soziale Ungleichheit, Gender, Bildung, Familie, Medien, Organisation).

„Empirisches Projekt’: Durch die aktive Mitarbeit in einem Forschungsprojekt gewinnen die Studierenden einen Einblick in die Abläufe empirischer Sozialforschung und erproben ihre im Studium erworbenen Kompetenzen an konkreten Forschungsgegenständen. In Arbeitsgruppen werden Untersuchungskonzeptionen entworfen, Verfahren der Datenerhebung entwickelt und angewandt, die erhobenen Daten aufbereitet und ausgewertet sowie die Ergebnisse formuliert und präsentiert.

‚Akademische Lehr- und Lernpraxis’: Die Studierenden vermitteln in eigenständigen Tutorien soziologische Grundkenntnisse an Kommilitonen des BA-Studienganges. Auf diese Weise erproben und stärken sie ihre Fähigkeit, soziologisches Wissen in verständlicher Form anderen vermitteln zu können.

‚Master-Abschluss’: In der Master-Abschlussarbeit zeigen die Studierenden in der Bearbeitung einer selbst gewählten Fragestellung, dass sie in der Lage sind, die im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen eigenständig anzuwenden und umzusetzen.

Zugangsvoraussetzungen

  1. Nachweis eines Bachelorabschlusses oder eines Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland, der dazu keinen wesentlichen Unterschied aufweist. Dabei müssen mindestens 60 Leistungspunkte oder ein äquivalenter Umfang im Fach Soziologie erworben worden sein. Im Falle einer Bewerbung noch vor Abschluss des Bachelorstudiengangs müssen von den geforderten fachspezifischen Leistungspunkten mindestens zwei Drittel bis zum Ende der Bewerbungsfrist nachgewiesen werden.
  2. Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen; dies umfasst nicht das Anfertigen von schriftlichen Studienleistungen sowie von Prüfungsleistungen in englischer Sprache, sofern in der Prüfungsordnung nichts anderes geregelt ist.
  3. Bei Studienbewerberinnen oder Studienbewerbern, die weder ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen auf dem Niveau der „Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)“ erforderlich.

Auswahlverfahren

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt: Sofern mehr Bewerbungen eingehen als freie Studienplätze vorhanden sind, werden 80% der Studienplätze nach der Note des vorausgehenden Hochschulabschlusses und 20% der Studienplätze nach Wartezeit vergeben (gilt für das 1. Fachsemester). Bitte beachten Sie auch die Hinweise bei einer Bewerbung noch vor Abschluss des Bachelorstudiengangs.

Auslandsstudium

Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Praktika

Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen überhaupt entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern.

Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.

Information | Beratung | Orientierung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind. Sie sind damit Ihre erste Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen zur Stundenplangestaltung (Lehrveranstaltungsmanagement) oder zur Anmeldung für Prüfungen in den Bachelor-/Master-Studiengängen (Prüfungsmanagement).

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Der Studiengang qualifiziert die Absolvent/innen für Tätigkeiten in der Wissenschaft (z.B. Forschungsinstitute, Hochschulen), aber auch für Tätigkeiten in der freien Wirtschaft (z.B. Marktforschung, betriebliches Personalwesen), in Verbänden, in den Medien und in Behörden.

Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen: www.bds-soz.de

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de