Molekulare Biotechnologie (B.Sc.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit:

6 Semester

Studienbeginn:

Wintersemester

Zulassungsbedingungen:

in allen Fachsemestern zulassungsbeschränkt

Bewerbung:

Nur für das erste Fachsemester möglich

> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:

Sie benötigen zunächst eine Anerkennung Ihrer ausländischen Zeugnisse.

Nachweis von Deutschkenntnissen. Erforderliche Sprachprüfung: DSH-2

Sofern eine Feststellungsprüfung erforderlich ist, ist folgender Kurs des Studienkollegs für dieses Fach zu absolvieren:

T-Kurs oder M-Kurs

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06. - 15.07.

Master:


Molekulare Biotechnologie (M.Sc.)

Fachbereich:

Fachbereich 09 - Chemie, Pharmazie, Geographie und Geowissenschaften

Gegenstand

Wie werden eigentlich Substanzen identifiziert, die als Leitstrukturen zur Wirkstoffentwicklung u.a. in den Bereichen Krankheitstherapie und Pflanzenschutz genutzt werden können? Wie kann ich passende Angriffsziele finden, charakterisieren und Wechselwirkungen zwischen Substanzen und Zielstrukturen untersuchen? Welche chemischen und biologischen Grundlagen muss ich eigentlich haben, um pharmazeutisch aktive Substanzen aus Mikroorganismen sowie derer Biosynthesewege zu identifizieren und zu charakterisieren?

Wenn Sie diese Fragen beschäftigen, dann ist der neue eingerichtete Studiengang „B. Sc. Molekulare Biotechnologie“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für Sie genau der richtige Studiengang.

Ziel des Studiengangs Molekulare Biotechnologie ist, eine neue Generation von Biotechnologen auszubilden, die über fundierte Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen Biochemie, Mikrobiologie und Physiologie verfügen. Dieses interdisziplinäre Programm, das von den Bereichen Chemie, Pharmazie und Biologie gemeinsam getragen wird, umfasst neben dem Bachelor- noch einen Masterstudiengang.

Der Studiengang Molekulare Biotechnologie legt die Grundlagen für das spätere interdisziplinäre Arbeiten in einem forschungsorientierten Umfeld. Er ist damit interessant für Personen, die ein breites Interesse an (bio)chemischen, biologischen und biotechnologischen Fragestellungen haben und ihre Stärken in den Life Sciences sehen.

 

Während eine „technologieorientierte Biotechnologie“ im Allgemeinen durch technische Inhalte und Methoden der Verfahrenstechnik gekennzeichnet ist, verfolgt der Studiengang Molekulare Biotechnologie an der Universität Mainz einen anderen Ansatz. Unter dem Begriff „Biotechnologie“ verstehen wir in erster Linie die Identifizierung, Weiterentwicklung, Nutzung und Anwendung von Prozessen und Komponenten in und aus Mikroorganismen.

Studierende des Bachelorstudiengangs Molekulare Biotechnologie werden zielorientiert ausgebildet, wobei der Schwerpunkt der Ausbildung in den im Folgenden genannten Bereichen liegt: Chemie und Analytik, Biochemie und Klinisch Pharmazeutische Chemie, Genetik, Zell- und Mikrobiologie, Physiologie sowie Biotechnologie und Mykologie.

Molekulare Biotechnologen sind aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung in der Lage, interdisziplinäre Lösungsansätze umzusetzen. Je nach Schwerpunktsetzung konkurrieren sie beim Berufseinstieg mit Biochemikern, Biologen und anderen Biotechnologen.

Studienaufbau

  • 1.-5. Semester

Module in chronologischer Reihenfolge

    • Modul: Chemie für Studierende der Molekularen Biotechnologie
    • Modul: Zell- und Mikrobiologie
    • Modul: Physik für Studierende der Molekularen Biotechnologie
    • Modul: Mathematik und Biostatistik
    • Modul: Physiologie
    • Modul: Instrumentelle Analytik für Studierende der Molekularen Biotechnologie
    • Modul: Biochemie 1
    • Modul: Genetik
    • Modul: Mykologie
    • Modul: Anatomie und Physiologie
    • Modul: Biochemie 2
    • Modul: Bioinformatik
    • Modul: Klinische Chemie und Grundlagen der Pharmazeutisch-Medizinischen Chemie
    • Modul: Bioethik und industrielle Forschung
    • Modul: Molekulare Mikrobiologie
    • Modul: Biotechnologie

 

  • 6. Semester
    • Projekt- und Bachelorarbeit

 

Da mit dem Bachelorabschluss in Molekularer Biotechnologie nur bedingt ein beruflicher Einstieg möglich ist, schließen sich in der Regel der Masterstudiengang (4 Semester) und eventuell eine Promotion (ca. 3-5 Jahre) an.

Auslandsstudium

Ein Auslandsaufenthalt ist während des eng durchstrukturierten Bachelorstudiengangs wenig sinnvoll, jedoch sehr gut im Rahmen des anschließenden Masterstudiengangs möglich.

Praktika

Laborpraktika sind zentraler Bestandteil von Modulen. Im Studium erworbenes Wissen wird hier in der Praxis angewendet. Studierende erlernen Arbeitstechniken zur Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen. Die Projektarbeit dient der individuellen Spezialisierung und der Vorbereitung zur Durchführung einer Bachelorarbeit.

Allgemeine Informationen zu Praktika finden Sie im Portal des Career Service. Dieser unterstützt Sie außerdem bei der Berufsorientierung sowie beim Übergang vom Studium in den Beruf durch sein Beratungs- und Veranstaltungsangebot.

Fremdsprachenkenntnisse und weitere Hinweise

Gute Englischkenntnisse sind in den Naturwissenschaften unverzichtbar, da ein Großteil der Fachliteratur nur in englischer Sprache erhältlich ist. Die Lehre erfolgt aber in deutscher Sprache, in Seminaren z. T. in Englisch.

Das Lehrangebot, bestehend aus Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Praktika, ist auf durchschnittlich 30 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit des Semesters ausgelegt. Die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen nimmt weitere Zeit in Anspruch. Der praktische Anteil umfasst etwa ein Drittel des Studiengangs.

Es ist zu erwarten, dass die meisten Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Molekulare Biotechnologie ein Masterstudium und eine Promotion anschließen werden. Am Fachbereich Chemie, Pharmazie, Geographie und Geowissenschaften, am Fachbereich Biologie, an der Universitätsmedizin und an angegliederten Forschungszentren wie dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung oder dem Max-Planck-Institut für Chemie bestehen vielfältige Promotionsmöglichkeiten.

Information | Beratung | Orientierung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung und Anerkennungen im Fach, wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Die Studienbüros sind organisatorische Einheiten innerhalb der Fachbereiche, die für die studienbezogene Verwaltung in den einzelnen Fächern zuständig sind.

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Der Fachbereich 09 bietet darüber hinaus noch eine fächerübergreifende Beratung zu Themen wie Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums, Bewältigung von Prüfungsangst, familiären Schwierigkeiten etc. an.

Schnupperstudium

Das Schnupperstudium dient der Studienorientierung. Interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 12 und 13 haben die Möglichkeit, eine Woche lang Lehrveranstaltungen des Studienfachs zu besuchen. Sie werden dabei von älteren Studierenden betreut, die ihnen auch alle Fragen rund um das Fach beantworten. In dieser Woche können sie sich nicht nur ein Bild von den Studieninhalten machen, sondern erleben auch die Lehrenden dieses Studienfaches, die Ausstattung und Gebäude sowie den Campus.

Anmeldung und weitere Informationen unter
https://www.fb09.uni-mainz.de/schnupperstudium-fuer-schuelerinnen-und-schueler.

Mentoring-Programm für Studienanfängerinnen und -anfänger

Alle Studienanfängerinnen und -anfänger am Fachbereich 09 können sich als Mentee für das Mentoring-Programm bewerben. Mentorinnen und Mentoren sind erfahrene Studierende aus dem eigenen Studienfach, die die Studienanfängerinnen und -anfänger über ein Semester betreuen. Die Mentorinnen und Mentoren helfen bei allen Fragen rund um die Studienorganisation und geben ihre Erfahrungen weiter.

Anmeldung und weitere Informationen unter https://www.fb09.uni-mainz.de/mentoring/.

Berufsfelder

Die im Bachelorstudiengang Molekulare Biotechnologie erworbene, breite Wissens- und Methodenkompetenz erlaubt es Absolventen, einen Beruf in einem biotechnologischen, biotechnologisch-pharmazeutischen oder biotechnologisch-medizinischen Wirtschaftsbereich erfolgreich auszuüben bzw. ihre Fähigkeiten und Kenntnisse im Masterstudiengang zu vertiefen.

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in der biotechnologischen, chemischen und pharmazeutischen Industrie (Forschung, Analytik, Verfahrensentwicklung, Produktion, Anwendungstechnik, Marketing, Patentwesen, Dokumentation), an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in der öffentlichen Verwaltung.

Für Absolventinnen und Absolventen universitärer Bachelor-Studiengänge im Bereich der Naturwissenschaften ist ein direkter Berufseinstieg theoretisch möglich, im Allgemeinen wird im Berufsfeld zumindest jedoch ein aufbauender Masterabschluss erwartet. Eine Vielzahl von Masterabsolventen schließt eine Promotion an.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de