Die Art und Weise, wie man an einer Universität lernt und arbeitet, unterscheidet sich in vielen Punkten von der Schule. Einige Lehrveranstaltungen und Prüfungsformate werden Ihnen bekannt vorkommen, viele andere lernen Sie erst im Studium kennen. Zudem spielen Eigenverantwortung, Selbstorganisation und Zeitmanagement eine noch größere Rolle.
Welche Veranstaltungen, Prüfungen, Arbeitsmethoden und Anforderungen Ihnen am häufigsten begegnen, kann dabei von Studienfach zu Studienfach unterschiedlich sein. Informieren Sie sich also zusätzlich in Ihrem jeweiligen Studienfach darüber, wie ihr Studium abläuft und aufgebaut ist.
Informationen dazu finden Sie in der Prüfungsordnung oder bei der Studienfachberatung.
Als mögliche Lehrveranstaltungen begegnen Ihnen an der JGU:
- Vorlesungen
In der Vorlesung hält ein*e Hochschullehrer*in während des ganzen Semesters zu einem bestimmten Thema Vorträge – meist vor einer größeren Gruppe Studierender. Vorlesungen sollen v.a. einen Überblick über ein Thema geben. - Übung
Eine Übung dient zur Ergänzung und Vertiefung bzw. zum Einüben des Vorlesungsstoffes. Interaktion zwischen Übungsleiter*in und Studierenden ist ausdrücklich erwünscht und möglich. - Seminar
Im Seminar untersuchen Sie innerhalb einer kleineren Gruppe ein spezifisches Themengebiet unter verschiedenen Gesichtspunkten, erörtern gemeinsam Fragestellungen und diskutieren Ergebnisse – oft nachdem Studierende ein Referat zum jeweiligen Thema der Seminarsitzung präsentiert haben. Meist unterscheidet man zwischen Proseminaren für Studienanfänger*innen und Haupt- oder Oberseminaren für Fortgeschrittene. - Praktikum
Praktika sind in vielen Studiengängen verpflichtend und das ist auch gut so, denn (auch freiwillige) Praktika helfen bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg. Im Praktikum setzen Sie die im Studium erlernten theoretischen Kenntnisse in die Praxis um und lernen mögliche Berufsfelder kennen. In den Naturwissenschaften finden Praktika oft (aber nicht nur) in Laboren und Übungsräumen der Universität statt und dienen dort in der Regel dem Erlernen experimenteller Fertigkeiten. In anderen Fächern dienen Sie dazu, Praxiserfahrung in Berufsfeldern außerhalb der Universität zu sammeln. - Exkursion
In Exkursionen untersuchen Sie den Unterrichtsgegenstand vor Ort, z.B. in der Biologie (Untersuchungen in der Natur), der Archäologie (Besuch von Ausgrabungen), der Geographie (Reisen in andere Länder/Kulturkreise) oder der Kunstgeschichte (Besichtigung von Kunstwerken in Museen). Exkursionen finden manchmal während der vorlesungsfreien Zeit statt, weil sie längere Reisen erfordern. - Tutorium/Arbeitsgemeinschaft
Tutorien begleiten Vorlesungen, Übungen oder Seminare und bieten zusätzliche Hilfestellungen, v.a. für Studierende der ersten Semester. Leiter*innen (Tutor*innen) dieser Arbeitsgruppen sind meist Studierende höherer Semester oder wissenschaftliche Mitarbeiter*innen. - Kolloquium
Das Kolloquium ist eine Gesprächsrunde für Studierende höherer Semester (kurz vor dem Studienabschluss). Oft laden Professor*innen die Studierenden persönlich dazu ein. Dort werden beispielsweise laufende Forschungsprojekte oder Abschlussarbeiten vorgestellt und diskutiert.
Ort, Dauer, Umfang
Viele – aber nicht alle – der Veranstaltungen finden vor Ort in Präsenz statt. Einige Veranstaltungen haben zudem die Pflicht zur regelmäßigen Anwesenheit. Diese Präsenzlehre wird an der JGU auch durch digitale Lehre ergänzt. So können in vielen Studienfächern Vorlesungen auch asynchron gestreamt, Unterrichtsmaterialien digital genutzt oder ganze Kurse hybrid oder digital stattfinden.
Der Umfang von Lehrveranstaltungen wird an der Universität i.d.R. in Semesterwochenstunden (SWS) angegeben. Eine Veranstaltung mit 2 SWS findet z.B. jede Woche während der Vorlesungszeit zwei Stunden lang statt. Die Lehrveranstaltungen finden überwiegend wöchentlich während der Vorlesungszeit (ca. 15 Wochen im Semester) statt. In der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien) zu Beginn und Ende des Semesters liegen dann z.B. noch Prüfungen oder in Ausnahmefällen auch Blockveranstaltungen. Die restliche vorlesungsfreie Zeit können Sie z.B. für Praktika, Vor- und Nachbereitung, Zusatzangebot und -qualifikationen oder Urlaub und Freizeit nutzen.
Wie auch in der Schule müssen Sie an der Universität Leistungen erbringen und Prüfungen bestehen, um einen Abschluss zu erwerben.
An der JGU wird dabei oft zwischen drei Arten unterschieden:
- Aktive Teilnahme an Lehrveranstaltungen
Dies meint die regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit in sowie die Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen. - Studienleistungen
Gemeint sind damit die Leistungen, die erbracht bzw. bestanden werden müssen, aber oft nicht benotet sind und uneingeschränkt wiederholt werden können. - Prüfungsleistungen
Dies sind Prüfungen, die benotet und bestanden werden müssen und oft nicht unbegrenzt wiederholt werden dürfen. Sie können auch aus mehreren Teilprüfungen bestehen. In Bachelor- und Masterstudiengängen gehen die Noten der (Modul-)Prüfungen in der Regel in die Gesamtabschlussnote ein.
Je nach Studienfach begegnen Ihnen unterschiedliche Prüfungsformen bzw. überwiegen bestimmte Prüfungsformate.
Mögliche Prüfungsformen sind:
- Klausur
Am Ende der Vorlesungszeit des Semesters finden in vielen Lehrveranstaltungen schriftliche Prüfungen unter Aufsicht statt. Hier gelten oft auch ähnliche Bedingungen wie in der Schule bei Klassen- oder Kursarbeiten (z.B. bezüglich Zeitrahmen und Hilfsmitteln). - Hausarbeit
Dabei handelt es sich um eine schriftliche Ausarbeitung (z.B. 10–12 Seiten), in der eine Forschungsfrage mit Hilfe von wissenschaftlicher Literatur und anderen Quellen beantwortet wird. Eine Hausarbeit wird in Absprache mit den Dozent*innen des jeweiligen Kurses zu einem Thema verfasst, das mit der Lehrveranstaltung in Verbindung steht. Üblicherweise stehen dafür mehrere Wochen zur Verfügung. In der Regel wird die Hausarbeit in der vorlesungsfreien Zeit geschrieben. - Mündliche Prüfung
Bei dieser Prüfungsart wird das Erlernte bzw. das benötigte Wissen mündlich abgefragt. Eine mündliche Prüfung wird i.d.R. durch eine weitere Person protokolliert, sodass Fragen und Antworten sowie das Ergebnis der Prüfung schriftlich festgehalten werden. - Referat
In einem Referat hält eine Person oder eine Gruppe Studierender in einer Lehrveranstaltung einen Vortrag zu einem bestimmten Thema. Dadurch lernen Sie einen wichtigen Softskill, nämlich Wissen ansprechend zu präsentieren. Außerdem müssen sich nicht immer alle Studierenden ein Thema selbstständig erarbeiten, sondern man teilt diese Aufgaben auf und lernt somit effizient voneinander. Üblicherweise nutzen Studierende für das Referat zusätzlich (audio-)visuelle Hilfsmittel (wie z.B. Präsentationsfolien) und/oder teilen ein Thesenpapier für die anderen Studierenden aus. Bei der Gestaltung des Referats gibt es je nach Studienfach häufig viele Freiheiten. - Portfolio
Ein Portfolio besteht aus einer Einleitung, einer Sammlung von Dokumenten und einer Reflexion. Die Dokumente sollten selbständige verfasst, ausgewählt und zusammenstellt sein und behandeln die Themen eines Moduls bzw. einer Lehrveranstaltung.
In der Regel werden Studierende einzeln geprüft, manchmal sind aber auch Gruppenprüfungen möglich.
Viele Prüfungen finden am Ende der Vorlesungszeit oder zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit statt. Hiervon kann es aber Ausnahmen geben.
Auf absolvierte Prüfungen erhalten Sie in der Regel Noten und erwerben für abgeschlossenen Veranstaltungen und Module Leistungspunkte.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zum Studienaufbau.
Alle Informationen zu den Veranstaltungs- und Prüfungsformen Ihres Faches finden Sie in Ihrem Modulhandbuch, das über die jeweiligen Homepages der Fächer zum Download zur Verfügung steht.
Zudem beraten Sie die Studienfachberatungen hierzu.
Egal, ob in Studium, Lehre oder Forschung – die wichtigste Fähigkeit an einer Universität ist das wissenschaftliche Arbeiten. Es umfasst u.a. das objektive und sachliche Bearbeiten und Beantworten wissenschaftlicher Fragestellungen unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Forschungsergebnisse. Eine wichtige Rolle für die Wissenschaft – und damit auch für Ihr Studium und Ihre Prüfungen – spielt dabei das korrekte Zitieren der verwendeten Quellen und der richtige Umgang mit dem Urheberrecht. Als Angehörige der Universität sind Sie hierbei zur akademischen Integrität verpflichtet:
- Urheberrecht beachten
Nutzen Sie für Ihre Arbeiten nur Quellen, die zur freien Nutzung zur Verfügung stehen oder bei denen die Rechteinhaber*innen die Nutzung erlauben.
- Korrektes Zitieren
Geben Sie in Ihren Arbeiten an, welche fremden Inhalte und Quellen Sie verwendet haben. Markieren Sie deutlich und nachvollziehbar, welche Inhalte, Gedanken und Ergebnisse wörtlich oder sinngemäß aus fremden Werken entnommen sind – nach den in Ihrem Fach jeweils gültigen Standards des Zitierens. Fremde Inhalte umfasst alles, was Sie übernehmen, z.B. Text-, Ton- oder Bildinhalte aus Publikationen (Bücher, Zeitschriften etc.), dem Internet (inklusive Suchmaschinen, Datenbanken etc.) oder sonstigen Medien.
- Plagiate unterlassen
Wenn Sie fremde Inhalte wortwörtlich oder sinngemäß aus Quellen übernehmen und diese nicht nach den entsprechenden Regelungen kennzeichnen oder sie widerrechtlich als eigene Inhalte darstellen, begehen Sie ein Plagiat. Hierbei handelt es sich um einen schweren Verstoß gegen die akademische Integrität und die wissenschaftlichen Grundregeln. Eine solche Täuschung wird durch Prüfer*innen und Prüfungsausschüsse entsprechend hart bestraft. Verstöße gegen das Urheberrecht können zudem durch die Urheber*innen juristisch geahndet werden. Halten Sie daher unbedingt die gute wissenschaftliche Praxis ein.
Sie sind sich unsicher, welche Vorgaben für Sie gelten oder ob Sie alles richtig machen?
Keine Sorge! Was gute wissenschaftliche Praxis ist, wie man wissenschaftlich arbeitet und wie man in seinen Arbeiten korrekte Quellenangaben verwendet – all das lernen Sie in ihren ersten Semestern an der JGU. Zudem können Sie Ihre Dozent*innen bzw. die Prüfer*innen darauf ansprechen oder sich an das Prüfungsamt Ihres Faches wenden. Weitere Hilfestellungen und Tipps gibt es zudem von der Kompetenzstelle Kompetenzstelle Akademische Integrität (AkIn).
Veranstaltungen besuchen und nachbereiten, Referate erarbeiten und halten, Prüfungen vorbereiten und sich seine Lernzeit selbst einteilen. Vieles, von dem was Sie an Arbeitstechniken für die Universität benötigen, haben Sie in der Schule bereits erlernt. Die Arbeitsweise an der Universität unterscheidet sich aber in einigen Punkten von der Schule oder legt den Schwerpunkt auf andere Anforderungen.
- Allgemeine Anforderungen
Neugier auf neues Wissen und Themen, Offenheit für die Welt und andere Menschen sowie Spaß, sich in ein Thema zu vertiefen – was bereits in der Schulzeit wichtig war, wird an der Universität noch wichtiger. Bei uns gehen Sie den Dingen auf den Grund. Wissenschaft, also neues Wissen zu schaffen, bedeutet zudem, Sachverhalte kritisch zu hinterfragen und einzuordnen. Sie müssen stärker flexibel und eigenständig Denken und Handeln und sollten eine gewisse Kommunikations- und Entscheidungsfreude „mitbringen“. Treffen diese Eigenschaften dann noch auf die Begeisterung für Ihr Fach, steht einem erfolgreichen Studium nichts im Wege. - Selbstorganisation und Zeitmanagement
Eigenverantwortung und Selbstorganisation werden an der Universität großgeschrieben. Sie stellen z.B. in den meisten Fächern Ihren Stundenplan selbst zusammen, gestalten aktiv Ihren Studienverlauf (z.B. mit Auslandsaufenthalt, Berufsorientierung und Zusatzqualifikationen) und planen die Vorbereitung auf die Prüfungen weitestgehend eigenverantwortlich. Zur Selbstorganisation gehört auch, sich selbst zum Lernen zu motivieren, da externe Anreize wie regelmäßige Leistungskontrollen und Feedback seitens der Dozent*innen an der Universität eine untergeordnete Rolle spielen. Gleichzeitig bietet Ihnen diese Art zu arbeiten auch mehr Freiräume und Sie haben vielfach die Möglichkeit, das Lernen stärker auf Ihre Bedürfnisse oder außeruniversitäre Anforderungen anzupassen. - Lesen, Schreiben, Reden
An der Universität steigt die Anforderung, selbstständig Literatur zu recherchieren, große Mengen an Text zu erfassen und auch längere wissenschaftliche Texte zu schreiben. Selbstständig die relevante Literatur herausfiltern und finden, diese selektiv lesen, d.h. nur diejenigen Passagen, die für die eigene Fragestellung interessant sind, und umfangreiche Texte verfassen, strukturieren und mehrfach überarbeiten – dies sind nur einige Beispiele für die Anforderungen an eigenständiges Arbeiten. - Fachspezifische Lern- und Arbeitstechniken
Quellen und Artefakte erforschen, Umfragen und Experimente entwerfen und auswerten, Laborversuche umsetzen und die Ergebnisse analysieren – je nach Studienfach benötigen Sie sehr unterschiedliche Strategien und Methoden, um sich neues Wissen anzueignen und ihr Studium erfolgreich zu absolvieren. Diese Kenntnisse bringen Sie i.d.R. nicht aus der Schule mit und erwerben Sie daher erst im Studium. In speziellen (Einführungs-)Kursen bringen wir Ihnen alles bei, was Sie für Ihr Studienfach wissen und können müssen. Dazu gehört auch die generelle Kompetenz des wissenschaftlichen Arbeitens (siehe oben). Auch die Prüfungsanforderungen können von Fach zu Fach unterschiedliche Schwerpunkte haben: In einigen Bereichen besteht die Herausforderung eher darin, Unterrichtsstoff auswendig zu lernen, in anderen, komplexe Zusammenhänge zu begreifen und diese Erkenntnisse auf Fallbeispiele übertragen zu können.
Sie merken – das, was Sie wissen und können müssen, um an der Uni zu bestehen, bringen Sie bereits aus der Schule mit oder lernen Sie im Studium. Sollten Sie dennoch das Gefühl haben, dass Sie bei gewissen Anforderungen Schwierigkeiten oder Nachholbedarf haben, so lassen sich Arbeits- und Lerntechniken einüben und trainieren.
Die JGU bietet dafür unterschiedliche Zusatz- und Unterstützungsangebote, z.B.
- Beratung bei der Studienfachberatung – bei Fragen zu fachspezifischen Anforderungen und Arbeitstechniken
- Campusweite Schreibwerkstatt – zum Thema „Wissenschaftliches Schreiben“
- Psychotherapeutische Beratungsstelle – Kurse zu Selbstorganisation, Zeitmanagement, Prüfungsvorbereitung etc.
- Universitätsbibliothek – Kurse zur Literaturrecherche und zum wissenschaftlichen zitieren; Literatur zu verschiedenen Themen im Bereich Arbeits- und Lerntechniken
- Career Service – verschiedene Zusatzangebote zu Soft Skills (z.B. in der Frühjahrs- und Herbstuniversität)
Als Studienanfänger*innen betreten Sie die neue Welt des Universitätslebens – voller Abkürzungen und spezieller Bezeichnungen.
Im Glossar finden Sie eine Übersicht samt Erklärungen der wichtigsten Begriffe, die Ihnen in den nächsten Semestern begegnen und Sie in Ihrer Zeit an der JGU begleiten werden.
Wie in der Schule studieren Sie auch an der Uni jedes Semester nach einem Stundenplan mit allen Ihren wöchentlichen Veranstaltungen. Nur in wenigen Studienfächern bekommen Sie einen festen Stundenplan vorgelegt; in den meisten Fällen stellen Sie ihn sich jedes Semester aufs Neue selbst zusammen. Gerade in den Bachelor- und Masterstudiengängen sind Sie dabei – innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen – sehr flexibel und entscheiden selbst, welche und wie viele Veranstaltungen Sie dieses Semester besuchen und welche und wie viele Prüfungen Sie anmelden.
Eine Zeit lang im Ausland studieren, Kontakte zu späteren Arbeitgeber*innen knüpfen, zusätzliche Kompetenzen erwerben – Studieren an der JGU bietet Ihnen neben dem eigentlichen Studium viele weitere Möglichkeiten. Nutzen Sie die (zeitliche) Flexibilität und die Angebote des Studiums, um auch abseits des Hörsaals Neues zu lernen, die (Arbeits-)Welt kennenzulernen oder sich an der Uni einzubringen.
Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten und gleichzeitig etwas für den eigenen Lebenslauf tun? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang der JGU möglich.
Sie können den Auslandsaufenthalt dabei selbst organisieren oder auf ein bestehendes Austauschprogramm zurückgreifen. Viele Fächer empfehlen dafür einen bestimmten Zeitpunkt. Sie können Ihr Auslandsstudium oder -praktikum aber auch ganz individuell planen – ganz wie es in Ihren persönlichen Studienverlauf passt. Sofern Sie ihr Fach im Ausland weiterstudieren, können Sie sich die erbrachten Leistungen i.d.R. nach Ihrer Rückkehr anerkennen lassen und ihr Studium nahtlos weiterführen. Die JGU unterstützt Sie mit Informationen und Beratung bei Ihrem Auslandsaufenthalt – sowohl mit fächerübergreifenden Servicestellen als auch eigenen Ansprechpersonen in Ihrem Fach.
Viel Theorie? Wie praktisch! – Ein Universitätsstudium ist keine Berufsausbildung. Dennoch bereitet Sie die Universität bestens auf die Praxis und das Berufsleben vor. Sie erwerben mit Ihren Studienabschluss nicht nur detailliertes Fachwissen, sondern fachbezogene wie fächerübergreifende Kompetenzen, welche Sie für ein breites Spektrum an möglichen Berufsfeldern qualifizieren. Nach dem Abschluss stehen Ihnen somit nicht nur die klassischen Berufsfelder Ihres Studienfaches, sondern eine ganze Reihe an weiteren akademischen Berufen offen.
Wichtig ist daher, dass Sie sich bereits während des Studiums orientieren und herausfinden, welches Berufsfeld nach Ihrem Abschluss das passende ist. Die JGU unterstützt Sie dabei, um nach Ihrem Abschluss den Übergang in den Beruf möglichst erfolgreich gestalten zu können: Sie haben die Möglichkeit, neben Pflichtpraktika auch freiwillige Praktika in den Studienverlauf einzubauen, auf Karrieremessen oder im Jobportal künftige Arbeitgeber kennenzulernen, durch zahlreiche außercurriculare Angebote die für Ihren späteren Beruf benötigten Zusatzqualifikationen zu erwerben. in einer persönlichen Beratung beim Career Service der JGU können Sie Perspektiven für die berufliche Zukunft entwickeln und die Bewerbung auf Ihren Traumjob optimieren.
Der Erwerb von Zusatzqualifikationen neben Ihrem eigentlichen Studium lohnt sich für Sie doppelt: Sie erweitern ihren Horizont und können bestehenden Interessen oder Talenten nachgehen bzw. neue entdecken und verbessern gleichzeitig Ihre individuellen Berufschancen durch zusätzliche Fertigkeiten.
Das Angebot der JGU ist dabei sehr umfangreich. Sie können bei uns unter anderem
- zahlreiche Fremdsprachen lernen oder vertiefen,
- fächerübergreifende Lehrveranstaltungen besuchen und interdisziplinäre Zusatzkurse belegen,
- Softwarekurse absolvieren und so neue IT-Programme lernen,
- Beim CampusTV oder Campusradio journalistische Erfahrung sammeln,
- sich in einer der vielfältigen (gemeinnützigen) Hochschulgruppen oder in der studentischen Selbstverwaltung engagieren,
- einen von vielen möglichen Kultur- und Freizeitkursen (Musik, Film, Theater, Kunst etc.) besuchen.
Die JGU bietet Ihnen hierfür nicht nur zahlreiche, i.d.R. kostenfreie Kurse, sondern auch die nötigen Freiräume und Flexibilität sowie eine ausgezeichnete Infrastruktur. Nutzen Sie Ihre Studienzeit dazu, zu entdecken, was der Campus Ihnen bietet!
Sich für bessere Studienbedingungen einsetzen, Hilfsangebote für neue Studierende organisieren oder die nächste Fachschaftsparty organisieren – das Studium an der JGU lebt auch davon, dass Sie sich bei uns einbringen.
Als Angehörige der Uni Mainz haben Sie das Recht, sich an der akademischen Selbstverwaltung zu beteiligen. Das bedeutet, dass Sie sich für die Studierendenschaft (= alle Studierende der JGU), für Ihr Studium und für bessere Studienbedingungen engagieren und an den Entscheidungsprozessen der JGU teilhaben können.
Gewählte Vertreter*innen der Studierenden sind daher in den wichtigen Entscheidungsorganen vertreten – im Senat der JGU sowie in den jeweiligen Fachbereichsräten und Fachschaftsräten. Die Fachschaftsräte (oder kurz Fachschaften) bilden die Interessensvertretungen aller Studierenden eines Studienfaches. Sie setzen sich für die Belange der Studis am jeweiligen Fachbereich ein, wirken bei Entscheidungen zu Studiengängen und -strukturen eines Faches mit und bieten viele Unterstützungs-, Kultur- und Freizeitangebote für neue und alte Studierende. Sie entsenden zudem Vertreter*innen in den Zentralen Fachschaftsrat (ZeFaR).
Zudem wählt die Studierendenschaft jährlich das Studierendenparlament (StuPa), welches wiederum die Arbeitsbereiche des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) wählt und den Haushalt der Studierenden kontrolliert. Der AStA ist die zentrale Interessensvertretung aller Studierenden und befasst sich mit verschiedenen hochschulpolitischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Themenbereichen.
Viele Studierende engagieren sich auch außerhalb dieser Gremien in politischen, sozialen, kulturellen Hochschulgruppen und Vereinen.
Im Studium läuft nicht immer alles wie geplant. Vielleicht befinden Sie sich in einer Situation, die Sie in Ihrer Studienzeit vor neue Herausforderungen stellt. Oder eine auftretende Krise bzw. Problemlage erschwert Ihr Studium. Möglicherweise bemerken Sie auch kleine (oder größere) Alltagshürden, die Ihren Studienfortschritt gefährden oder Sie allgemein belasten.
Die JGU unterstützt Sie dabei, diese Herausforderungen zu bewältigen. Daher gibt es für nahezu jedes studienbezogene Anliegen eine besondere Anlaufstelle, die Ihnen Beratung und individuelle Unterstützung anbietet. So kommen Sie gut durch Ihr Studium und zielsicher zu Ihrem Abschluss.
Ob ungeplante Hürden im Studium auftreten oder nicht – sicherlich gibt es immer wieder Momente, in denen Sie Fragen haben und Informationen oder Beratung benötigen. Auch hier gilt: Für jedes Anliegen gibt es an der JGU die richtige Anlaufstelle!