Studien- und Lerntechniken


Um ein Studium erfolgreich zu bewältigen, benötigen Sie sowohl fachspezifische Techniken als auch fachungebundene Lern- und Arbeitstechniken. Sie sind zugleich wichtige Qualifikationen für Ihre zukünftige berufliche Tätigkeit.

Viele der Lern- und Arbeitstechniken, die Sie in der Schule gelernt und genutzt haben, werden Sie auch an der Universität anwenden können, z.B. Zeitmanagement, Prüfungsvorbereitung, Vorbereiten von Referaten usw.

Zu den an der Universität benötigten Arbeitstechniken gehört auch die Arbeit mit dem Computer, z.B. für die Recherche im Internet, für die Anwendung von Statistikprogrammen oder für das Schreiben von Referaten und Hausarbeiten.

Fachspezifische Techniken

Mit Studientechniken sind zum einen fachspezifische Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens gemeint, wie z.B. Experimente, Befragungen oder Quellenstudium.

Insbesondere fachspezifische Lern- und Arbeitstechniken, z.B. wissenschaftliches Schreiben oder das Durchführen von Experimenten, lernt man in der Regel erst in Lehr­veran­staltungen der jeweiligen Fächer an der Universität.

In Einführungskursen wird ein Überblick über die Methoden des Faches vermittelt, die dann in speziellen Veranstaltungen vertieft werden. Bei Fragen zu fachspezifischen Arbeits­techniken sind die Lehrenden im Fach und die Studienfachberater/innen Ihre ersten Ansprechpartner/innen.

Gute wissenschaftliche Praxis

"Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist der Maxime akademischer Integrität verpflichtet: Das tägliche Handeln ihrer Mitglieder in Forschung, Lehre und Studium, in der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie im Wissenschaftsmanagement steht in Übereinstimmung mit den Werten und Regeln guter wissenschaftlicher Praxis."
Das Projekt "Akademische Integrität" übernimmt im Auftrag der Hochschulleitung die Aufgabe, Präventions-, Identifizierungs- und Kontrollmaßnahmen zu akademischem Fehlverhalten zu entwickeln und unter anderem ein Informationsangebot zu diesem Problemfeld bereitzustellen.

Lern- und Arbeitstechniken

Studientechniken sind aber auch Lern- und Arbeitstechniken, die Studierende benötigen, gleich welches Fach sie studieren. Dazu gehören:

  • Selbstorganisation und Zeitmanagement: Sie müssen z.B. Ihren Stundenplan zusammenstellen, Ihren Studienverlauf gestalten und die Vorbereitung auf Prüfungen planen. Zur Selbstorganisation gehört aber auch, sich selbst zum Lernen zu motivieren, da externe Anreize wie Leistungskontrollen und Feedback an der Universität eine untergeordnete Rolle spielen.
  • Lesen, Schreiben, Reden: Diese Kulturtechniken haben Sie natürlich bereits gelernt. Allerdings sind Sie an der Universität häufig mit höheren Anforderungen konfrontiert als in der Schule oder im Alltag. Beispielsweise werden Bücher nicht komplett, sondern selektiv gelesen, da im Studium große Textmengen bewältigt werden müssen. Wichtig ist dabei, sich einen Überblick zu verschaffen und die für die eigene Fragestellung relevanten Textpassagen gründlich zu bearbeiten. Beim Schreiben genügt es z.B. nicht, einfach aufzuschreiben, was man denkt. Umfangreiche Texte müssen in der Regel mehrmals überarbeitet werden, bis sie gut strukturiert und präzise formuliert sind.
  • Wissen aneignen: Je nach Fach benötigen Sie unterschiedliche Strategien, um sich Wissen anzueignen und sich für Prüfungen vorzubereiten. In einigen Bereichen besteht die Herausforderung darin, sehr viel Stoff auswendig zu lernen, in anderen eher darin, sehr komplexe Zusammenhänge zu begreifen und diese Erkenntnisse anwenden zu können. Dadurch, dass an der Universität Prüfungen seltener, jedoch umfangreicher und anspruchsvoller sind, ist der Prüfungsstress oft besonders hoch.
  • EDV-Kenntnisse: An der Universität wird in der Regel mit dem Computer gearbeitet. Das gilt z.B. für die Recherche im Internet, für die Anwendung von Statistikprogrammen oder für das Schreiben von Referaten oder Hausarbeiten.

Techniken lernen und weiterentwickeln

Die meisten Studienanfänger/innen und Studierenden haben die genannten Lern- und Arbeitstechniken bereits in den Grundzügen gelernt. Viele stellen aber auch fest, dass ihre bisherigen Techniken nicht ausreichen, um das Studium gut zu bewältigen.

Wenn das der Fall ist, sollten Sie den Verbesserungsbedarf nicht einfach ignorieren, sondern in den betreffenden Bereichen dazulernen. Fachspezifische Techniken wissenschaftlichen Arbeitens werden in Lehrveranstaltungen der jeweiligen Fächer vermittelt.

Fächerübergreifende Kurse zu Lern- und Arbeitstechniken (kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr) bieten z.B. folgende Einrichtungen an:

Career Service

Frauenbüro

Psychotherapeutische Beratungsstelle

Im Buchhandel sind eine Reihe brauchbarer Ratgeber erhältlich, mit denen Sie Lern- und Arbeitstechniken trainieren können.

Auch die Infothek der Zentralen Studienberatung bietet Ihnen Literatur zu diesem Thema.