Für das Studium benötigen Sie gute Kenntnisse der englischen Sprache, um Fachliteratur auf Englisch lesen und verstehen zu können. Diese Sprachkenntnisse müssen Sie nicht gesondert nachweisen.

Sie sollten ein ausgeprägtes Interesse an kulturell unterschiedlichen Lebenswelten haben und bereit seien, die eigenen kulturell geprägten Annahmen und Selbstverständlichkeiten zu erkennen und zu hinterfragen. Soziale Probleme und globale Zusammenhänge hinterfragen Sie kritisch, um sie zu verstehen und Lösungen zu entwickeln.

Die Bereitschaft zum Erlernen einer außereuropäischen Sprache ist erwünscht und wird empfohlen.

Dieses Studienfach studieren Sie in dem Studiengang Zwei-Fächer-Bachelor. Der Studiengang besteht immer aus einem Kern- und einem Beifach, die Sie beispielsweise aufgrund Ihrer Interessen oder beruflichen Ziele miteinander kombinieren.

Wählen Sie das Fach als Beifach, absolvieren Sie in der Regel nur einen Teil der Module und Veranstaltungen des Kernfachstudiums. Sie befassen sich dann mit einer Auswahl aus den im Folgenden genannten Inhalten.

Studienverlauf

  • Einführung in Gegenstandsbereiche (bspw. Globalisierung, Migration, Ökologie, Politik, Medien und Kunst) und Fragestellungen der Ethnologie
  • Geschichte und Theorien der Ethnologie
  • Methoden der Ethnologie und Feldforschung (mit Feldforschung)
  • Verknüpfung systematischer Fragestellungen mit regionalen Kontexten
  • Analyse transkultureller Prozesse und deren Dynamiken
  • Reflexion der Positionalität von Wissen und Wissensproduktion
  • Fremdsprachenerwerb als Schlüsselqualifikation

Als Schwerpunkte können Musikethnologie, Migrationsforschung, Wirtschaftsethnologie, Politikethnologie, Verwandtschaftsethnologie oder Religionsethnologie gewählt werden.

Die Lehrenden am Institut arbeiten zumeist mit einem regionalen Schwerpunkt auf Afrika und seiner Diaspora. Jedoch werden auch Lehrveranstaltungen zu anderen regionalen Kontexten angeboten. Außer in Regionalseminaren werden in den Lehrveranstaltungen immer Themen über Afrika und seine Diaspora hinaus behandelt.

Auslandsaufenthalte

Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.

Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.

Im Rahmen des Studienverlaufsplans eignet sich das dritte und gegebenenfalls vierte Semester besonders gut für ein Auslandssemester, aber auch alternative Planungen lassen sich realisieren.

Praktika

Im Rahmen Ihres Studiums der Ethnologie absolvieren Sie ein Berufspraktikum oder besuchen eine Projektorientierte Veranstaltung (bspw. Ausstellungsprojekt, Medienprojekt) im Umfang von 180 Stunden.

Auch freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

Als Ethnolog*in

  • verfügen Sie über (inter)kulturelle Kompetenz und verhalten sich in fremden kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten professionell und ergebnisorientiert;
  • können Sie unterschiedliche Lebens- und Denkweisen verstehen und deuten;
  • gelingt es Ihnen, sich auf fremde soziale Praktiken und Denkweisen einlassen, ohne diese Fremdheit zu be- oder verurteilen;
  • besitzen Sie die Kompetenz, Inhalte in Vorträgen, Texten, Filmen, Audiodateien und Ausstellungen zu repräsentieren;
  • analysieren Sie Situationen sozialer Ungleichheit;
  • haben Sie ein Bewusstsein für antirassistischen und antikolonialen Sprachgebrauch;
  • wenden Sie Methoden der qualitativen Sozialforschung (Interview- und Gesprächsführung, teilnehmende Beobachtung, Fallstudien, etc.) an;
  • sind Sie im Hinblick auf antirassistische und dekoloniale Positionen, Sprech- und Verhaltensweisen informiert.

Typische Berufsfelder sind:

  • Akademische Karriere in Forschung und Lehre
  • Vereine und Bildungseinrichtungen wie Museen, Sammlungen und Bibliotheken
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Konfliktmanagement und interkulturelle Mediation
  • Kulturmanagement
  • Medien: Presse, Fernsehen, neue Medien, Verlage
  • Nicht-Regierungsorganisationen und nationale und internationale Organisationen
  • Organisationsentwicklung und -beratung (bspw. kommunale Einrichtungen)
  • Tourismus
  • Verwaltung

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!

Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?

Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:

  • Studienwahl & Fächerkombination
  • Fachwechsel
  • Studienzweifel & Entscheidungsberatung
  • Bewerbungsstrategie
  • Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
  • Und vieles mehr …

Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!