Sie sollten ein Interesse an der französischen Sprache und Kultur haben und sich gut in der französischen Literatur und Literaturgeschichte auskennen. Ein historisches Interesse sowie die Fähigkeit, aktuelle kulturellen und politischen Vorgänge der interkulturellen Beziehungen einzuordnen, helfen für ein besseres Verständnis der Studieninhalte.
Ein allgemeines gutes Sprachgefühl und Interesse an Kulturaustausch und interkulturellen Kontakten sowie Kommunikation sollten Sie bereits aus der Schule und Ihrem Bachelorstudium mitbringen.
Nachweis eines Bachelorabschlusses im Fach Romanistik oder eines gleichwertigen Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland; hiervon müssen mindestens 50 Leistungspunkte im Fach Romanistik bzw. Lettres Modernes mit der Spezifizierung in der Französischen Philologie erworben sein.
Eine weitere Voraussetzung für die Zulassung ist der Nachweis französischer Sprachkenntnisse; dieser wird erbracht
- durch eine mindestens mit der Note „ausreichend“ oder 5 Punkten abgeschlossene fünfjährige Schulausbildung oder
- durch Nachweise für Französisch Niveau B2 oder
- durch Vorlage einer Hochschulreife, die an einer französischsprachigen Schule abgelegt wurde oder
- durch Vorlage eines Abi-Bac (gleichzeitiger Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife [Abitur] und des französischen Baccalauréat [Bac]).
Nachweis von Kenntnissen in einer weiteren romanischen Sprache (Italienisch, Portugiesisch oder Spanisch) mindestens auf Niveau B1 oder in Latein.
Wenn Ihnen das Zeugnis über den Bachelorabschluss zum Bewerbungsschluss noch nicht vorliegt, Sie aber im Bachelorstudium mindestens 135 Leistungspunkte erworben haben, bewerben Sie sich fristgemäß mit einer Bescheinigung über sämtliche bislang erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen einschließlich der dadurch bislang erreichten Durchschnittsnote; diese Bescheinigung muss von der zuständigen Hochschule ausgestellt worden sein.
Wichtig zu wissen: Rechtsverbindliche Grundlage und damit maßgeblich für die Auswahl, Zulassung und Einschreibung ist der in § 2 und ggf. im Anhang der jeweils gültigen Prüfungsordnung formulierte Wortlaut der Zugangsvoraussetzungen.
Die Prüfungsordnung finden Sie hier.
Erstes Studienjahr: Mainz
Im ersten Studienjahr vertiefen und erweitern Sie bereits erworbener Kenntnisse aus dem Bachelorstudium. Dabei stehen sowohl das romanistische Kernfach Französisch mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft als auch die Vermittlung von Fachkenntnissen und Methodenkompetenz auf dem Plan. Ein kultur- und sprachwissenschaftlicher Anteil ist ebenfalls verpflichtend.
Inhalte:
- Cultures francophones
- Kulturvermittlung
- Sprach- und Literaturwissenschaft: ausgewählte Themen
Zweites Studienjahr: Dijon
Das zweite Studienjahr an der Université Bourgogne Europe eröffnet den Zugang zur aktuellen romanistischen Forschung – auch als Grundlage für ein sich anschließendes Promotionsstudium. Gleichzeitig erhalten Sie die Möglichkeit, Frankreich, Sprache und Kultur vor Ort zu (er-)leben.
Inhalte:
- Spezialisierungsmodul
- Séminaires de recherche littéraire
- Forschung
- Masterarbeit
Innerhalb des Studiums haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Wahlpflichtveranstaltungen auszuwählen, die die aktuellen Schwerpunkte aus der französischen und frankophonen Forschung zur Literatur- und Sprachwissenschaft abdecken, oder historische Aspekte beleuchten. Vor allem im 3. und 4. Semester ist eine Spezialisierung möglich, wobei verschiedene Inhalte zur Auswahl stehen: Sprachdidaktik, Communication interculturelle und einem Sprachkurs in einer anderen Fremdsprache.
Auslandsaufenthalte
Nachdem Sie in den ersten beiden Semestern in Mainz studiert haben, verbringen Sie die darauffolgenden zwei Semester (3.-4. Semester) an der Université Bourgogne Europe (UBE) in Dijon. Sie tauchen in die Kultur und Sprache Frankreichs ein und lernen, in Französisch zu denken. Dank unterschiedlicher Förderprogramme, wie beispielsweise Erasmus+ und Mobilitätsstipendien der Deutsch-Französischen Hochschule, ist auch eine finanzielle Unterstützung während Ihres Auslandsstudiums möglich.
Praktika
Im Rahmen des Studiums absolvieren Sie ein verpflichtendes Berufspraktikum. Empfohlen ist dieses für das erste Fachsemester. Es ist studienbegleitend möglich, sofern der Umfang einem vierwöchigen Praktikum entspricht.
Auch freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.
Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.
Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.
Im Studium erlangen Sie unterschiedliche Kenntnisse und Fähigkeiten, die für den internationalen und interkulturellen Arbeitsmarkt des 21. Jahrhunderts attraktiv sind. Hierzu gehören zum Beispiel fundierte Kompetenzen in den Bereichen Interkulturalität, Sprachvermittlung und Übersetzung sowie Methoden zum wissenschaftlichen Arbeiten und landeskundliches Wissen.
Damit stehen Ihnen viele verschiedene Berufsfelder offen. Typische anschließende Arbeitsgebiete für Absolvent*innen sind:
- Erwachsenenbildung/Bildungsberatung
- Diplomatischer Dienst
- NGOs, Stiftungen oder Verbände (mit europäischem Schwerpunkt)
- Internationale Entwicklungs- und Hilfsorganisationen
- Verlagswesen
- Journalismus
- Interkulturelle Beratung, Forschungs- und Wissenschaftsmanagement
- Kulturmanagement
- Übersetzung
- Forschung
Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!
Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.
Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.
Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.
Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!
Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.
Sie benötigen Unterstützung bei der Wahl des passenden Masterstudiengangs, haben Fragen zum Bewerbungsverfahren, dem Auswahlverfahren oder können sich einfach nicht entscheiden?
Die Berater*innen der Zentralen Studienberatung stehen Ihnen mit Rat & Tat zur Seite:
Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.
Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:
- Aufbau und Inhalt des Studiums
- Studienplanung
- Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
- Prüfungsverfahren
Das Dijonbüro verwaltet, organisiert und koordiniert die binationalen integrierten Studiengänge Mainz-Dijon und die trinationalen Programme mit Bologna (Italien) und Sherbrooke (Kanada).
Die Mitarbeiter*innen des Dijonbüros beraten Studieninteressierte und betreuen Studierende bei nicht prüfungsordnungsbezogenen Anliegen von der Einschreibung bis zum Abschluss und darüber hinaus
Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.
Nehmen Sie gerne Kontakt auf!