Grundsätzlich sollten Sie ein starkes Interesse an Naturwissenschaften haben. Gute Kenntnisse in Mathematik, Chemie und Physik sind wünschenswert, aber nicht verpflichtend, da Sie alle Grundkenntnisse während des Studiums lernen.

Als Studierende*r der Geowissenschaften nehmen Sie an vielen Exkursionen teil. Sie sollten sich daher sicher im Gelände bewegen können und ausreichend Kondition für solche Touren mitbringen, da die Exkursionen häufig abseits von Wegen oder Straßen verlaufen.

Für das Studium benötigen Sie gute Kenntnisse der englischen Sprache, um Fachliteratur auf Englisch lesen und verstehen zu können. Diese Sprachkenntnisse müssen Sie nicht gesondert nachweisen.

Gute Englischkenntnisse sind auch für die im Ausland stattfindenden Geländekurse relevant.

Studienverlauf

Der Studiengang ist in drei grundlegende Segmente aufgeteilt:

Erstes Studienjahr (1. und 2. Semester):

  • Naturwissenschaftliche Angebote (Mathematik und Chemie)
  • Modul ‚System Erde‘: Aufschlüsslung aller geologischen Zusammenhänge auf der Erdoberfläche und im Erdinneren
  • Modul ‚Mineralogie‘: Bausteine der Gesteine, aber auch die Nutzung mineralischer Rohstoffe
  • Modul ‚Sedimentologie‘: Zusammenwirkung von Atmosphäre und Hydrosphäre und deren Wirkung auf Oberflächengesteine
  • Modul ‚Angewandte Geologie‘: Anwendungen geowissenschaftlicher Techniken im Bereich Hydrogeologie und Ingenieurgeologie
  • Modul ‚Geoinformatik‘: Einweisung in geowissenschaftliche Spezialprogramme
  • erste Geländeübungen und Exkursionen in ortsnahen Regionen – Auswahl aus einem Pool von mehreren Angeboten

Zweites Studienjahr (3. und 4. Semester) ‒ dient der Vertiefung der geowissenschaftlichen Teildisziplinen

  • Geophysik
  • Petrologie
  • Paläontologie
  • Bodenkunde
  • Tektonik
  • Zusätzlich: mehrtägige Geländeübungen

Im dritten Studienjahr nehmen Sie an einer 10-tägigen Kartierung teil, die meist im Ausland stattfindet.
Darüber hinaus wählen Sie drei aus elf Wahlpflichtmodulen, in denen Sie sich vertiefend mit den zuvor behandelten Themen beschäftigen. Oftmals sind diese Module an einzelne Forschungsschwerpunkte des Instituts gekoppelt. Für die abschließende Bachelorarbeit haben Sie neun Wochen Zeit. Die möglichen Themenbereiche, die Sie für Ihre Bachelorarbeit wählen können, stammen in der Regel aus den von Ihnen zuvor belegten Wahlpflichtmodulen.

Auslandsaufenthalte

Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.

Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.

Sinnvoll ist ein Auslandssemester in den Geowissenschaften nach dem zweiten Studienjahr bzw. dem 4. Semester. Auch innerhalb des dritten Studienjahres ist dies möglich.

Im Studienfach Geowissenschaften ist zudem für Sie ein 10-tägiger Auslandsaufenthalt in Frankreich oder Spanien zur geologischen Kartierung vorgesehen.

Praktika

Im Rahmen dieses Studienfachs ist kein Pflichtpraktikum vorgesehen. Freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

In den Geowissenschaften empfehlen sich Praktika außerhalb von Forschungseinrichtungen nach dem zweiten Studienjahr oder innerhalb des dritten Studienjahres.

Als Absolvent*in der Geowissenschaften stehen Ihnen viele Berufsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen offen. Das Studium vermittelt Ihnen umfassendes geowissenschaftliches Grundwissen als Basis für alle geowissenschaftlichen Berufe. Die angewandte Module des ersten und dritten Studienjahres bereiten Sie bereits auf Ihre berufliche Karriere vor.

Typische Berufsfelder für Absolvent*innen der Geowissenschaften sind:

  • Rohstoffgeologie: Erkundung und Förderung mit besonderem Fokus auf Erzgewinnung und mineralische Rohstoffe
  • Umweltgeologie: z.B. im Bereich Altlastensanierung, Grundwassergewinnung und -schutz
  • Georessourcen: z.B. bei der Vorerkundung von Standorten zur geothermischen Nutzung
  • Ingenieurgeologie: Felssicherung, Baugrunduntersuchungen, Erstellen von Risikokarten (Stichwort Georisiken)
  • Tunnel und Straßenbau, sowie Trassenplanung für Bahnstrecken
  • Geoinformatik: Erstellen von Spezialkarten oder computerbasierten Raummodellen zur Infrastrukturentwicklung
  • Grundwassernutzung und -schutz
  • Sanierungskonzepte im Umweltbereich
  • Ingenieurgeologie
  • Geländeaufnahme in Landesämtern
  • Wissenschaft

Grundsätzlich können sich Absolvent*innen des Bachelorstudiengangs Geowissenschaften auf alle Stellen bewerben, die explizit Naturwissenschaftler*innen ansprechen. Ein recht großer Teil unserer Absolvent*innen findet in diesem Beschäftigungssegment eine Anstellung. Das sind z.B. weiterverarbeitende Unternehmen, Unternehmen im Bereich Mobilität (Deutsche Bahn) und IT-Unternehmen, die sich schwerpunktmäßig mit Raumdaten befassen.

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

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Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?

Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:

  • Studienwahl & Fächerkombination
  • Fachwechsel
  • Studienzweifel & Entscheidungsberatung
  • Bewerbungsstrategie
  • Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
  • Und vieles mehr …

Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

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Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

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