Die Mittelalter- und Frühneuzeitstudien (M.A.) richten sich an viele verschiedene Bachelorabsolvent*innen (auch aus dem Lehramt). So eignet sich der Masterstudiengang für Sie, wenn Sie zum Beispiel:

  • ein besonderes Interesse am Mittelalter als Epoche der kulturellen Diversifikation haben,
  • das Mittelalter und die frühe Neuzeit im größeren Kontext der kulturhistorischen Entwicklung Europas betrachten wollen,
  • das kulturhistorische Facettenreichtum von Mittelalter und Früher Neuzeit als gemeinsamen Gegenstand eines breiten Fächerspektrums interdisziplinär erschließen möchten,
  • den Platz Ihres eigenen Schwerpunktfachs im interdisziplinären Austausch erfahren und weiter ausbauen wollen,
  • die Begegnung mit benachbarten Disziplinen, fremden Fachkulturen und Fremdsprachen zum Grundsatz Ihres wissenschaftlichen Alltags machen möchten.

Zugangsvoraussetzung für den Masterstudiengang ist der Nachweis eines Bachelorabschlusses an einer Hochschule in einem der folgenden Fächer:

  • Germanistik (ggf. auch B.Ed. Deutsch)
  • Geschichte (ggf. auch B.Ed. Geschichte)
  • Kunstgeschichte
  • Mittelalterliche Archäologie
  • Philosophie (ggf. auch B.Ed. Philosophie/Ethik)
  • Romanistik (Französisch, Italienisch, Portugiesisch oder Spanisch, ggf. auch B.Ed.)
  • Englisch
  • Englische Sprachwissenschaft
  • Linguistik
  • Evangelischer bzw. Katholischer Theologie (ggf. auch B.Ed. Religionslehre)
  • Islamwissenschaft
  • Judaistik
  • Religionswissenschaft

oder eines Studienabschlusses an einer Hochschule, der sich davon nicht wesentlich unterscheidet. Im jeweiligen Fach müssen mindestens 60 Leistungspunkte (LP) nachgewiesen werden.

Für die Schwerpunktfächer Geschichte und Philosophie gelten zusätzlich nachzuweisende Sprachanforderungen.

Wenn Ihnen das Zeugnis über den Bachelorabschluss zum Bewerbungsschluss noch nicht vorliegt, Sie aber im Bachelorstudium mindestens 135 Leistungspunkte erworben haben, bewerben Sie sich fristgemäß mit einer Bescheinigung über sämtliche bislang erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen einschließlich der dadurch bislang erreichten Durchschnittsnote; diese Bescheinigung muss von der zuständigen Hochschule ausgestellt worden sein (beglaubigte Kopie).

Wer die Hochschulzugangsberechtigung weder an einer deutschsprachigen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben hat, muss ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen. Diese müssen dem Niveau DSH-2 der „Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)“ entsprechen und bis zur Einschreibung an der JGU nachgewiesen werden.

Wichtig zu wissen: Rechtsverbindliche Grundlage und damit maßgeblich für die Auswahl, Zulassung und Einschreibung ist der in § 2 und ggf. im Anhang der jeweils gültigen Prüfungsordnung formulierte Wortlaut der Zugangsvoraussetzungen.

Hier geht es zur Prüfungsordnung.

Studienverlauf


Schwerpunkt- und Wahlpflichtbereich
(1. bis 3. Semester)

Im Schwerpunktbereich studieren Sie je nach Ihrem Zugang ein Fach aus Anglistik, Germanistik, Geschichte, Kirchen- und Religionsgeschichte, Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik. In diesem absolvieren Sie drei Module.

Sie können Wahlpflichtmodule in all den obengenannten Fächern des Schwerpunktbereichs oder auch in Buchwissenschaft, klassischer Philologie, Musikwissenschaft und Theaterwissenschaft belegen. In den meisten Fällen braucht es dafür keine Vorkenntnisse. Bei der Auswahl und Zusammensetzung Ihrer Wahlpflichtmodule erhalten Sie individuelle Betreuung.

Interdisziplinarität und Praxis (1. bis 4. Semester):

Das Modul „Interdisziplinarität und Praxis“ bildet den Kern Ihrer persönlichen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Epochen und erstreckt sich über alle vier Semester. Im Rahmen dessen absolvieren Sie ein Berufspraktikum und nehmen jedes Semester am Colloquium teil. Im Colloquium vertiefen Sie Ihre Kenntnisse in Theorie und Methodik und arbeiten an interdisziplinären Forschungsvorhaben, die Sie gemeinsam mit Ihren Kommiliton*innen und Dozierenden entwickeln. Wechselnde Leitungen, Gastvorträge und offene Diskussionen bereichern das Colloquium und bieten Ihnen vielfältige Perspektiven und Anregungen für Ihre wissenschaftliche Arbeit.

Abschlussarbeit (4. Semester):

Im letzten Semester widmen Sie sich Ihrer Abschlussarbeit, die eine interdisziplinär ausgerichtete Problemstellung behandelt. Diese Arbeit wird von Vertreter*innen unterschiedlicher Fachgebiete begleitet, um die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs zu unterstreichen und Ihnen eine umfassende wissenschaftliche Betreuung zu bieten.

Abschlussarbeit (4. Semester):

Im letzten Semester widmen Sie sich Ihrer Abschlussarbeit, die eine interdisziplinär ausgerichtete Problemstellung behandelt. Diese Arbeit wird von Vertreter*innen unterschiedlicher Fachgebiete begleitet, um die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs zu unterstreichen und Ihnen eine umfassende wissenschaftliche Betreuung zu bieten.

Auslandsaufenthalte

Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.

Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.

Praktika

Im Rahmen des Moduls „Interdisziplinarität und Praxis“ absolvieren Sie u.a. ein Praktikum, das der Berufsorientierung dient. Als Zeitpunkt bietet sich hierfür das Ende des dritten Fachsemesters an.

Auch freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

Im Rahmen des Studiums erlangen Sie viele Kenntnisse und Fähigkeiten, die Sie in verschiedenen Arbeitsbereichen anwenden können. Hierzu gehören:

  • Techniken des eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherche, Analyse, Problematisierung, Argumentation),
  • Kompetenzen in der Erfassung komplexer Probleme aus interdisziplinärer Sicht,
  • interkulturelle Kompetenzen in kulturhistorischer Perspektivierung,
  • die Fähigkeit, Wertvorstellungen und identitätsbildende Kulturphänomene Europas kulturhistorisch einzuordnen und zu reflektieren,
  • Kompetenzen in der Gewinnung, Verarbeitung und Vermittlung von Informationen verschiedenster Herkunft,
  • besondere Diskursfähigkeit in fachlich heterogenen Kontexten.

Je nach Schwerpunkt bereitet Sie der Studiengang auf die Forschung im interdisziplinären Kontext vor. Es gibt jedoch noch viele weitere Berufsmöglichkeiten, die für Sie als Absolvent*in infrage kommen können:

  • Bildungswesen (private und öffentliche Bildungseinrichtungen, Erwachsenenbildung)
  • Kultureller Sektor (Museen, Kulturmanagement)
  • Verlagswesen
  • Bibliotheken und Archiven
  • (Wissenschafts-) Journalismus
  • Auslandsbeziehungen (z.B. Tourismus)

Gut zu wissen: Einen Grundstein für derartige Tätigkeiten können Sie schon während ihres Studiums legen – beispielsweise durch Praktika und Nebenjobs.

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!

Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie benötigen Unterstützung bei der Wahl des passenden Masterstudiengangs, haben Fragen zum Bewerbungsverfahren, dem Auswahlverfahren oder können sich einfach nicht entscheiden?

Die Berater*innen der Zentralen Studienberatung stehen Ihnen mit Rat & Tat zur Seite:

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist die Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!