Zusatzqualifikation: Zertifikat über die fachwissenschaftlichen Voraussetzungen zur Erlangung der Unterrichtserlaubnis in Portugiesisch

Das Wichtigste auf einen Blick:

 

Abschluss:

Zwei-Fächer-Bachelor of Arts (Kern- und Beifach)

Regelstudienzeit:

6 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bewerbung:

in Kombination mit einem zulassungsfreien Kern- oder Beifach
> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

in Kombination mit einem zulassungsbeschränkten Kern- oder Beifach
> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerber/innen mit ausländischen Zeugnissen:

Sie benötigen zunächst eine Anerkennung Ihrer ausländischen Zeugnisse.

Nachweis von Deutschkenntnissen. Erforderliche Sprachprüfung: DSH-2

Sofern eine Feststellungsprüfung erforderlich ist, ist folgender Kurs des Studienkollegs für dieses Fach zu absolvieren:

S/G- oder S-Kurs

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06.-01.09.

Sommersemester: 01.12.-01.03.

Homepage:

Romanisches Seminar

Fachbereich:

Fachbereich 05 - Philosophie und Philologie

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

Gegenstand

Das Studienprogramm „Zertifikat über die fachwissenschaftlichen Voraussetzungen zur Erlangung der Unterrichtserlaubnis in Portugiesisch“ als zusätzliche Qualifikationsmöglichkeit im Rahmen des Faches Portugiesisch innerhalb der Studiengänge des Romanischen Seminars stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar, wobei die JGU deutschlandweit eine Vorreiterrolle einnimmt, da derzeit in keinem Bundesland eine entsprechende Ausbildung von Portugiesisch-Lehrkräften möglich ist.

Das Studium ist durch eine auf interkulturelle Kompetenz und mehrere lusophone Regionen fokussierte Lehre ausgerichtet.

Zudem bietet Portugiesisch ein gut funktionierendes Alumni-Netzwerk mit einem regelmäßigen Kontaktaustausch.

Das Studienprogramm richtet sich an Studierende, die im 3. oder einem höheren Semester in dem Bachelor of Education oder in dem Master of Education (alle Fachsemester) an der JGU eingeschrieben sind.
Die Studierenden können damit ihr Lehrportfolio um eine weitere Fremdsprache von globaler Bedeutung erweitern können, wodurch die Zusatzqualifikation den Erwerb einer zertifizierten Teilqualifikation ermöglicht. Die Zusatzqualifikation kann somit die Chancen auf Einstellung an Schulen mit breit gefächertem Sprachenportfolio bzw. Europaschulen erhöhen.

  • Bereitschaft, sich auf eine neue Sprache einzulassen. Erste Kenntnisse der Sprache bzw. Aufenthalte in Ländern des portugiesischen Sprachraums sind zweifellos hilfreich, aber nicht notwendig, da die Sprache an der JGU von Beginn an gelernt werden kann.
  • Interesse an gesellschaftlichen Zusammenhängen
  • Interesse an Arbeit mit Texten

Die Studierenden erwartet die wissenschaftliche Beschäftigung mit einem durch eine enorme Vielfalt gekennzeichneten Sprachraum, der Lusophonie. Portugiesisch gehört mit über 250 Mio. Sprechern zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt und ist die meistgesprochene Sprache der südlichen Hemisphäre. Zudem ist Portugiesisch eine der meistverwendeten Sprachen in den sozialen Netzwerken. Portugiesisch ist Amtssprache in Portugal, Brasilien, Angola, Mosambik, Guinea-Bissau, den Kapverdischen Inseln, São Tomé und Príncipe, Äquatorial-Guinea und Ost-Timor (Karte) sowie in Macau. Darüber hinaus gibt es über alle Kontinente verteilt portugiesischsprachige Gemeinschaften, die aus verschiedenen (kolonialen und postkolonialen) Migrationsphasen resultieren. Das Erlernen bzw. Vertiefen und die Anwendung der portugiesischen Sprache als Zugang zu Texten und sonstigen medialen Ausdrucksformen ist fundamentaler Bestandteil des Studiums. Da Sprache, Kultur, Geschichte und Gesellschaft sich gegenseitig bedingen und einem steten Wandel unterliegen, werden sich die Studierenden im Laufe des Studiums mit entsprechenden Fragestellungen auseinandersetzen, wobei sprach- und literaturwissenschaftlichen Untersuchungsmethode zum Einsatz kommen.
Im Bereich der Fachdidaktik erwerben die Studierenden mehrsprachigkeitsdidaktische Kompetenzen und die Fähigkeit zur theoriegestützten Planung und Reflexion von Fremdsprachenunterricht,
Fremdsprachenvermittlungsstrategien und -methoden.

Studienaufbau

  • Fundierte Sprachkenntnisse im Portugiesischen (mündlich und schriftlich)
  • Anwendung der Sprachkenntnisse
  • Fundierte Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten
  • Fundierte Kenntnisse in der Aufbereitung und Präsentation von Recherchearbeit und Ergebnissen
  • Anwendung von Methoden (sprach- und literaturwissenschaftliche Analysen etc.)
  • Durchführen eigener wissenschaftlicher Arbeiten
  • Mehrsprachigkeitsdidaktische Kompetenz
  • Fähigkeit zur theoriegestützten Planung und Reflexion von Fremdsprachenunterricht
  • Förderung von Text- und Medienkompetenz im Blick auf den erweiterten Textbegriff, von transkultureller Kompetenz, mehrsprachigkeitsdidaktische Ansätze

Der modularisierte Verlauf des Studienprogramms gliedert sich in die folgenden Bereiche: Spracherwerb (Vorbereitungsmodul, je nach Vorkenntnissen), mündliche und schriftliche Kommunikation sowie Sprachwissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft sowie Fachdidaktik
Neben spezifischen Sprachkenntnissen sowie Fachwissen in den jeweiligen Teilbereichen erwerben die Studierenden darüber hinaus interkulturelle Kompetenzen, die sie befähigen, bestimmte sprachliche Ausprägungen, unterschiedliche Identitätsdiskurse, gegenseitige Stereotype und soziokulturelle Gegebenheiten, die ihren Ursprung in der (auf den portugiesischen Sprachraum bezogenen kolonialen) Vergangenheit haben, näher zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.
Das Studienprogramm stellt eine gute Grundlage auf dem Weg zur Erlangung der Unterrichtserlaubnis im Fach Portugiesisch dar. Studierende können im Rahmen des Zertifikats die notwendigen sprachlichen, sprachwissen- wie literatur- und kulturwissenschaftlichen als auch fachdidaktischen Grundkompetenzen erwerben. Diese Zusatzqualifikation ermöglicht den Erwerb der notwendigen Grundlagen für die spätere Lehrertätigkeit, um Portugiesisch im Sekundarbereich (AG, dritte / weitere Fremdsprache) unterrichten zu können.

Aufbau der jeweiligen Teilbereiche:

  • Sprachpraxis:
    • Spracherwerb; sprachliche Grundlagen
    • danach Vertiefung der schriftlichen und mündlichen Kompetenzen (Grammatik, Übersetzung,
      Textredaktion, Mündliche Kommunikation)
  • in den Teilbereichen Sprachwissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft zunächst Grundlagen durch einführende Lehrveranstaltungen mit thematischen Überblicken und Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
  • danach folgen thematisch spezifizierte Lehrveranstaltungen mit dem Ziel der Vertiefung und Schwerpunktbildung
  • Fachdidaktik
    Erwerb von mehrsprachigkeitsdidaktischen Kompetenzen und die Fähigkeit zur theoriegestützten Planung und Reflexion von Fremdsprachenunterricht, Fremdsprachenvermittlungsstrategien und -methoden.

Voraussetzungen

Keine besonderen formalen Voraussetzungen, welche im Vorfeld nachzuweisen wären.
Es sind auch keine Sprachkenntnisse im Portugiesischen als Zugangsvoraussetzungen notwendig, da die Sprache an der JGU von Beginn an erlernt werden kann. Sollten Studierende noch nicht über die erforderlichen portugiesischen Sprachkompetenzen verfügen (z.B. ein portugiesisches Sprachzertifikat A2-B1), ist vor Zulassung zum Studium der Zusatzqualifikation: Zertifikat über die fachwissenschaftlichen Voraussetzungen zur Erlangung der Unterrichtserlaubnis in Portugiesisch das Vorbereitungsmodul zu absolvieren. Sollten Studierende die erforderlichen Sprachkompetenzen bereits mitbringen, können diese anerkannt werden

Auslandsstudium

Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Wenngleich kein verpflichtendes Auslandssemester vorgesehen ist, wird den Studierenden ein Aufenthalt in einem portugiesischsprachigen Land empfohlen. Dafür gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten wie ERASMUS oder Promos. Denn eine Sprache lernt und erweitert man am besten vor Ort.

Praktika

Zwar gibt es kein Pflichtpraktikum, trotzdem ist ein Praktikum im Bereich Fremdsprachenlehre oder Sprachvermittlung empfehlenswert.
Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen überhaupt entspricht. Praktika vermitteln zudem erste Berufserfahrungen und Kontakte.

Allgemeine Informationen zu Praktika finden Sie im Portal des Career Service. Dieser unterstützt Sie außerdem bei der Berufsorientierung sowie beim Übergang vom Studium in den Beruf durch sein Beratungs- und Veranstaltungsangebot.

Fremdsprachenkenntnisse

Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen, bspw. fachspezifische Sprachkenntnisse, sind nicht notwendig. Im Rahmen des Moduls „Spracherwerb“ werden Sprachkurse (Sprachkurs I und II) angeboten, die den speziellen Erfordernissen eines Philologie-Studiums Rechnung tragen.

Berufsfelder

  • Fremdsprachunterricht in staatlichen Bildungseinrichtungen (Sekundarbereich: AG, dritte / weitere Fremdsprache), aber auch in privaten oder innerbetrieblichen Bildungseinrichtungen
  • Sprachvermittlung

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de