Zwei-Fächer-Bachelor of Arts

Der Bachelorstudiengang ist ein grundständiger wissenschaftlicher Studiengang, der zu einem ersten berufsqualifizierenden akademischen Abschluss führt. Er hat zum Ziel, wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen zu vermitteln.

Im Zwei-Fächer-Bachelor of Arts sind vornehmlich Studienfächer aus dem Bereich der Geistes-, Sozial- oder Sprachwissenschaften kombinierbar.

Der Studiengang setzt sich aus einem Kernfach und einem Beifach zusammen, wobei auf das Kernfach ca. zwei Drittel des Curriculums entfallen.

Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang kann individuell gestaltet werden. Es gibt ein breites Spektrum an Kombinationsmöglichkeiten (zu den wenigen Einschränkungen der Kombinationsmöglichkeiten s.u.). Sinnvolle Kombinationen der Studienfächer ergeben sich durch persönliche Interessen und angestrebte Berufsziele.

Eine Übersicht aller wählbaren Fächer finden Sie hier.

Einschränkungen der Fächerkombinationen

Im integrierten Studienbereich "Kultur - Theater - Film" können die einzelnen Kernfächer Kulturanthropologie, Theaterwissenschaft und Filmwissenschaft nicht mit einem Beifach aus diesem Studienbereich kombiniert werden.
Ausgeschlossen ist ebenfalls eine Kombination der archäologischen Kernfächer (Klassische Archäologie oder Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie) mit den archäologischen Beifächern (Archäologien, Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte, Klassische Archäologie oder Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie) oder dem Schwerpunkt Vorderasiatische Archäologie des Beifachs Ägyptologie/Altorientalistik.
Analog dürfen die archäologischen Beifächer nicht mit den archäologischen Kernfächern oder dem Schwerpunkt Vorderasiatische Archäologie des Kernfachs Ägyptologie/Altorientalistik kombiniert werden.

Fremdsprachenkenntnisse

Es wird grundsätzlich in allen Bachelorstudiengängen vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende passive und aktive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen. In einigen Fächern sind darüber hinaus weitere fachspezifische Sprachkenntnisse gefordert, die in der Regel bis zum Abschluss des dritten oder vierten Semesters nachzuweisen sind.

Die fachspezifischen Sprachkenntnisse sind im Fächer-Anhang der Prüfungsordnung für den Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang aufgeführt. Sie finden diese auch auf den Steckbriefen der einzelnen Studienfächer. Studierende, die nicht über die erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse verfügen, können diese in Kursen des Internationalen Studien- und Sprachenkollegs (ISSK, ehemals Fremdsprachenzentrum) oder der entsprechenden Fachbereiche erwerben. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig für diese Kurse anzumelden, da die Nachfrage groß ist.

Die in einigen Fächern erforderlichen Latein- und/oder Griechischkenntnisse können in Kursen des Seminars für Klassische Philologie erworben werden.

Studienpläne und Prüfungsordnung

Die Rechtsgrundlage für die Zwei-Fächer-Bachelorstudienfächer an der JGU bildet die 'Ordnung für die Prüfung im Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang', die Sie auf den Serviceseiten der Abteilung Studium und Lehre finden.

Im fachspezifischen Anhang der Prüfungsordnung finden Sie die Modulstruktur (Pflicht-, Wahlpflicht- und Aufbaumodule) der einzelnen Studienfächer.

Umfang und Art der Bachelorprüfung

Die Bachelorprüfung besteht aus folgenden Prüfungsleistungen:

  1. den studienbegleitenden Moduprüfungen im Kern- und Beifach
  2. der schriftlichen Bachelorarbeit im Kernfach
  3. der mündlichen Abschlussprüfung im Kernfach

Eine mündliche Abschlussprüfung im Beifach findet in der Regel nicht statt.
Die Fachnoten des Kern- und Beifaches errechnen sich jeweils aus dem arithmetischen Mittel der Modulprüfungsnoten, die je nach zugeordneten Leistungspunkten gewichtet werden. Die Gesamtnote der Bachelorprüfung wird in der Regel aus dem arithmetischen Mittel der Kernfachnote, der Beifachnote, der Note für die Bachelorarbeit und der Note für die mündliche Abschlussprüfung gebildet, wobei die Noten jeweils mit den ihnen zugeordneten Leistungspunkten (LP) gewichtet werden.

Abweichungen von der Regel sind in der Prüfungsordnung geregelt, die Sie auf den Serviceseiten der Abteilung Studium und Lehre finden.

Regelstudienzeit, Leistungspunkte und Fristen

Die Regelstudienzeit einschließlich der Zeit für die Anfertigung der Bachelorarbeit und die abschließende Bachelorprüfung beträgt drei Jahre (6 Semester).
Der zeitliche Gesamtumfang in Semesterwochenstunden (SWS) beträgt in der Regel bis zu 80 SWS in den Modulen des Kernfaches und bis zu 40 SWS in den Modulen des Beifaches. Zum erfolgreichen Abschluss des Studiengangs müssen insgesamt 180 Leistungspunkte (LP) nachgewiesen werden, davon entfallen:

  1. auf die Module im Kernfach: 100 bis 109 LP
  2. auf die Module im Beifach: 60 LP
  3. auf die Bachelorarbeit: 6 bis 12 LP
  4. auf die mündl. Prüfung: mind. 5 LP

Die genaue Leistungspunktezahl ist abhängig von der Wahl der Studienfächer im Kernfach und findet sich im fachspezifischen Anhang der Prüfungsordnung.

Ein LP entspricht in etwa 30 Stunden studentischer Arbeitszeit.

Im Interesse der Einhaltung der Regelstudienzeit ist das Studium straff organisiert. Wird die Bachelorarbeit nicht spätestens nach Ablauf des sechsten Studienjahres angemeldet, gilt sie ein erstes Mal als nicht bestanden. In diesem Fall ist die Teilnahme an einer Studienfachberatung obligatorisch.

Studienaufbau

Die Lehrveranstaltungen und Praktika des Bachelorstudiengangs werden im Rahmen von Modulen angeboten. 'Modul' bezeichnet thematisch und zeitlich aufeinander abgestimmte, in sich abgeschlossene Lehreinheiten. Die Lehr- und Lerninhalte in Modulen sind weniger fächer- als vielmehr themen- und qualifikationszielorientiert und fördern damit Inter- und Transdisziplinarität. Ein Modul erstreckt sich in der Regel über ein bis zwei Semester. Jedes Modul wird mit einer Modulprüfung abgeschlossen und fließt anteilig in die Bachelorabschlussnote ein.