Für das Studium benötigen Sie gute Kenntnisse der englischen Sprache, um Fachliteratur auf Englisch lesen und verstehen zu können. Die Sprachkenntnisse müssen Sie aber nicht gesondert nachweisen.Die Psychologie ist eine Mischung aus Sozial- und Naturwissenschaft. Unerlässlich für das Studium sind daher Ihr Interesse an Menschen und dem Austausch mit ihnen – in Einzelarbeit oder in größeren Teams – sowie auch Spaß an Naturwissenschaften und Mathematik ‒ vor allem Statistik spielt im Psychologiestudium eine große Rolle.

Studienverlauf

Die Psychologie erforscht menschliches Verhalten, Erleben und Handeln in allen Facetten. Grundlegende Teilbereiche der Psychologie sind deshalb: Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie und Sozialpsychologie.

Hinzu kommen Grundlagen in biologischer und Neuro-Psychologie sowie das sozialwissenschaftliche „Handwerkszeug“ der Statistik und der psychologischen Diagnostik.

Im experimentalpsychologischen Praktikum lernen Sie psychologische Experimente zu planen, durchzuführen und auszuwerten.

1. Studienjahr:

  • methodische Orientierung (Statistik, Datenanalyse)
  • wissenschaftliche Methoden und Techniken
  • Grundlagen:
    • Biologische Grundlagen & Neuropsychologie
    • Allgemeine Psychologie
    • Entwicklungspsychologie
    • Differentielle Psychologie
    • Sozialpsychologie

2. Studienjahr:

  • Experimentalpsychologisches Praktikum
  • Diagnostik
  • Anwendungsfächer
    • Gesundheitspsychologie
    • Rechtspsychologie
    • Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie
  • fachübergreifende Grundlagen der Psychotherapie (Medizin/Pädagogik)
  • Klinische Psychologie

3. Studienjahr:

  • Praktika (Orientierung/Forschung/Beruf)
  • Bachelorarbeit
  • erste Berufsqualifizierungen

Schwerpunkte können Sie durch die Wahl des Nebenfachs, der Praktika und der Bachelorarbeit setzen. Die angebotenen Nebenfächer ermöglichen Ihnen durchaus einen Blick über den Tellerrand – so können Sie zwischen Philosophie, Soziologie, Erziehungswissenschaft, Sport, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie oder Wirtschaftswissenschaften wählen.

Auslandsaufenthalte

Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.

Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.

Empfohlen wird Ihnen seitens des Faches ein Auslandsaufenthalt frühestens ab dem dritten Semester. Neben den bereits erwähnten Gründen bietet Ihnen ein Auslandsaufenthalt auch die Möglichkeit, Facetten der Psychologie kennen zu lernen, die es in Deutschland nicht gibt. Beliebte Ziele liegen in Frankreich und Spanien, aber auch die nordischen Länder oder Polen und Ungarn bieten interessante Programme an.

Praktika

Im Rahmen des Bachelorstudiums Psychologie & Psychotherapie absolvieren Sie zwei Praktika:

Im vierwöchigen Orientierungspraktikum nehmen Sie unter Anleitung von Psychotherapeut*innen, Psychologischen Psychotherapeut*innen oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen an der Praxis in einer klinischen Versorgungseinheit teil. Auf Wunsch können Sie das Praktikum auch in einer interdisziplinären Einrichtung der Gesundheitsversorgung absolvieren.

Während des vierwöchigen Forschungs- oder Berufspraktikums (im 5. und 6. Semester) nehmen Sie aktiv an exemplarischen wissenschaftlichen Untersuchungen teil oder lernen in Institutionen und Unternehmen verschiedene psychologische Tätigkeitsfelder kennen. So erhalten Sie die Möglichkeit, weitere Felder der Psychologie kennenzulernen – oft ergeben sich hieraus schon nützliche Kontakte für die spätere Berufstätigkeit.

Auch Freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Durch betriebliche, außeruniversitäre Praktika in verschiedenen Bereichen, können Sie genauer einschätzen, welche Tätigkeiten oder Branchen Sie interessieren So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

Ihre beruflichen Möglichkeiten hängen von Ihrem Schwerpunkt und Ihren gewünschten Tätigkeitsfeldern ab. Für die meisten psychologischen Tätigkeitsfelder wird ein Masterabschluss verlangt.

Arbeitsmarktanalysen zeigen, dass die Nachfrage nach psychologischer Kompetenz in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen gestiegen ist.

Das klassische Einsatzgebiet für Psycholog*innen ist nach wie vor die Klinische Psychologie. Das zweitgrößte Betätigungsfeld ist der Bereich Lehre und Forschung an Hochschulen. Ferner wächst die Nachfrage im Bereich der Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie sowie der Rechtspsychologie stetig weiter.

Die Berufsfelder für Psycholog*innen mit Masterabschluss sind breit gefächert und setzen zum Teil spezielle Weiterbildungen voraus.

Im Zentrum steht die Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Diagnostik- und Interventionsverfahren, vor allem von psychologischer Beratung und Trainings. Die Arbeitsinhalte reichen von klinisch-gesundheitspsychologischen über wirtschaftliche Fragestellungen bis hin zur wissenschaftlichen Grundlagenforschung.

Entsprechend vielfältig sind die Arbeitsbereiche:

  • Psychologische und psychiatrische Abteilungen in Kliniken und psychotherapeutische Praxen
  • Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen
  • Schulpsychologische Beratungsstellen
  • Arbeitsmarkt- und Bildungsberatung
  • Unternehmensberatung und Organisationsentwicklung
  • Personalauswahl und Personalmanagement
  • Coaching und Weiterbildung
  • Markt- und Meinungsforschung
  • Grundlagen- und Anwendungsforschung an Universitäten
  • Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie, im Bank- und Versicherungswesen, in der Medizintechnologie, und in den digitalen Medien (Usability, Gestaltung von Benutzerschnittstellen, Visualisierung komplexer Informationen)
  • gutachterliche Tätigkeiten als Gerichtssachverständige im Bereich des Familien- und Strafrechts, psychologische Tätigkeiten im Bereich des Straf- und Maßregelvollzugs, der Polizei sowie forensischer Nachsorgeambulanzen, gutachterliche Fragen an klinische Neuropsycholog*innen

Einen Überblick über die verschiedenen Berufsbilder bietet die Deutsche Gesellschaft für Psychologie.

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!

Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie sind sich unsicher welches Fach zu Ihnen passt, wissen nicht, ob Sie eine Chance auf einen Studienplatz haben oder können sich einfach nicht entscheiden?

Dann vereinbaren Sie einen Termin bei der Zentralen Studienberatung – Ihrer ersten Anlaufstelle bei allen studienbezogenen Fragen.
Die Studienberater*innen beraten Sie gerne persönlich vor Ort, telefonisch oder digital zu folgenden Themen:

  • Studienwahl & Fächerkombination
  • Fachwechsel
  • Studienzweifel & Entscheidungsberatung
  • Bewerbungsstrategie
  • Berufsorientierte Gestaltung Ihres Studiums
  • Und vieles mehr …

Termine können Sie online oder über die Hotline vereinbaren.

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

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Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!