Neuer Studiengang ab dem Wintersemester 2026/27

  • Vertieftes Interesse an globalen Umwelt- und Klimaveränderungen im Erdsystem
  • Gutes naturwissenschaftliches Grundverständnis, analytisches Denkvermögen sowie Interesse an interdisziplinärer Arbeit, quantitativen Methoden und Datenanalyse
  • Offenheit für praktische Anteile wie Gelände- und Laborarbeit
  • Gute Englischkenntnisse sind erforderlich, da das Studium vollständig auf Englisch stattfindet

Zugangsvoraussetzungen

Nachweis eines Bachelorabschlusses im Fach

  • Umweltwissenschaften oder Meteorologie (Schwerpunkt „Environmental Sciences“) bzw.
  • Geowissenschaften (Schwerpunkte „Paleoclimate“, „Solid Earth Science“ und „Quantitative Earth System Science“) oder Geophysik („Quantitative Earth System Science“)

an einer Hochschule oder eines Studienabschlusses an einer Hochschule, der sich davon nicht wesentlich unterscheidet. Es können auch Leistungen berücksichtigt werden, die nicht im zugrundeliegenden Bachelorstudiengang erbracht wurden.

Bei einem anderen Abschluss gilt:

  • Schwerpunkt „Environmental Sciences“: Nachweis über erforderliche Kenntnisse in Umweltwissenschaften im Umfang von mindestens 18 Leistungspunkten (LP) oder vergleichbarem Umfang im Rahmen des vorangegangenen Studiums.
  • Schwerpunkt „Paleoclimate“: Nachweis über erforderliche Kenntnisse in Geowissenschaften im Umfang von mindestens 18 Leistungspunkten (LP) oder vergleichbarem Umfang im Rahmen des vorangegangenen Studiums.
  • Schwerpunkt „Solid Earth Science“: Nachweis über erforderliche Kenntnisse in Geowissenschaften im Umfang von mindestens 18 Leistungspunkten oder vergleichbarem Umfang im Rahmen des vorangegangenen Studiums.
  • Schwerpunkt „Quantitative Earth System Science“: Nachweis über erforderliche Kenntnisse in Geowissenschaften, Geophysik oder Atmosphärenphysik im Umfang von mindestens 18 Leistungspunkten oder vergleichbarem Umfang im Rahmen des vorangegangenen Studiums.

Bei Kenntnissen im Umfang von weniger als 18 Leistungspunkten für den jeweiligen Schwerpunkt wird die Zulassung zum Masterstudiengang mit der folgenden Auflage erteilt: Erfolgreiches Absolvieren des Angleichungsmoduls im Umfang von 18 LP bis zum Ende des ersten Studienjahres.

Wenn Ihnen das Zeugnis über den Bachelorabschluss zum Bewerbungsschluss noch nicht vorliegt, Sie aber im Bachelorstudium mindestens 135 Leistungspunkte erworben haben, bewerben Sie sich fristgemäß mit einer Bescheinigung über sämtliche bislang erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen einschließlich der dadurch bislang erreichten Durchschnittsnote; diese Bescheinigung muss von der zuständigen Hochschule ausgestellt worden sein. Sofern bei den obenstehenden Zugangsvoraussetzungen der Nachweis einer bestimmtem Leistungspunkteanzahl gefordert wird, gilt, dass bis zum Ende der Bewerbungsfrist zwei Drittel dieser Anzahl nachgewiesen werden müssen.

Bei Studienbewerber*innen, die weder ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben haben, ist der Nachweis von sehr guten aktiven englischen Sprachkenntnissen auf dem Niveau B2 zu erbringen.

Wichtig zu wissen: Rechtsverbindliche Grundlage und damit maßgeblich für die Auswahl, Zulassung und Einschreibung ist der in § 2 und ggf. im Anhang der jeweils gültigen Prüfungsordnung formulierte Wortlaut der Zugangsvoraussetzungen.

Die Prüfungsordnung finden sie hier.

Vor Beginn des Studiums wählen Sie einen von vier Schwerpunkten:

Environmental Science

Der Schwerpunkt vermittelt ein vertieftes Verständnis aktueller Umwelt- und Klimaprozesse, von globalen Stoffkreisläufen bis hin zu Stadtklima und Luftqualität. Sie arbeiten mit Messdaten, Modellierungen und Fernerkundung und lernen technische Ansätze zur Bewältigung von Umweltproblemen kennen. Praxisanteile wie Feldmessprojekte und Umweltanalytik ergänzen die Ausbildung.

Paleoclimate

Im Fokus steht die Rekonstruktion und Analyse vergangener Klimaveränderungen. Sie lernen Methoden der Klimarekonstruktion, Fernerkundung sowie isotopenchemische und geochemische Analyseverfahren kennen. Ziel ist es, Klimaarchive auszuwerten und Prozesse des Klimawandels über geologische Zeiträume zu verstehen.

Solid Earth Science

Dieser Schwerpunkt befasst sich mit Prozessen der festen Erde, von Geodynamik bis Plattentektonik. Sie erwerben Kenntnisse in geomechanischer und numerischer Modellierung sowie in geologischen Feldmethoden. Anwendungen umfassen unter anderem geothermische Systeme und die Speicherung von Fluiden und Gasen im Untergrund.

Quantitative Earth System Science

Der Schwerpunkt legt den Fokus auf mathematische und computergestützte Methoden zur Analyse des Erdsystems. Sie erlernen numerische Modellierung, Datenanalyse und maschinelles Lernen sowie deren Anwendung auf Klima-, Umwelt- und geowissenschaftliche Fragestellungen, etwa bei Risikomodellierungen oder Stofftransportprozessen.

Neben fachlichen Inhalten erlangen Sie im Studium zentrale methodische Kompetenzen, insbesondere in quantitativer Modellierung, Datenanalyse, Fernerkundung und modernen Messverfahren. Praxisorientierte Lehrformate wie Labor- und Feldarbeit, Exkursionen sowie projektbasiertes Arbeiten ermöglichen Ihnen die Anwendung theoretischer Kenntnisse und fördern selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten.

Ein begleitendes Seminar zu Erdsystemwissenschaften sowie die Masterarbeit im vierten Semester runden das Studium ab.

Praktika

Im Rahmen dieses Studienfachs ist kein Pflichtpraktikum vorgesehen. Freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.

Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.

Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.

Auslandsaufenthalte

Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.

Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.

In diesem Masterstudiengang erlangen Sie zentrale berufspraktische Kompetenzen für Tätigkeiten in Wissenschaft, Behörden und Industrie. Im Mittelpunkt stehen selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten, analytisches Denkvermögen sowie die Fähigkeit, komplexe Fragestellungen strukturiert zu bearbeiten und eigenständig Lösungen zu entwickeln.

Als Absolvent*in eröffnen sich Ihnen vielfältige Berufsfelder in Umwelt, Industrie, Energie und Forschung. Je nach gewähltem Schwerpunkt eröffnen sich unterschiedliche Möglichkeiten:

Im Bereich Environmental Science liegen typische Tätigkeitsfelder in Umweltämtern oder im Umweltschutz bei Unternehmen oder, Kommunen etc. Auch die Industrie bietet Einsatzmöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, Chemie, Mobilität und Antriebstechnik.

Mit Spezialisierungen in Solid Earth Science oder Paleoclimate ergeben sich Perspektiven in der Infrastrukturplanung, Rohstoffindustrie sowie im Bereich Wasser- und Ressourcenmanagement. Diese gewinnen vor dem Hintergrund von Klimawandel und Extremereignissen zunehmend an Bedeutung. Im Energiesektor, insbesondere im Bereich der Geothermie, bestehen weitere wichtige Beschäftigungsmöglichkeiten.

Absolvent*innen mit Schwerpunkt Quantitative Earth System Science sind zudem besonders gefragt in Bereichen, die fundierte Modellierungs- und Analysekompetenzen erfordern, etwa in der Risikoabschätzung, Atmosphärenmodellierung oder Lagerstättenanalyse.

Unabhängig vom gewählten Schwerpunkt sind Sie als Absolvent*in durch Ihre Fertigkeiten im Umgang mit großen Datenmengen in der Datenanalyse sehr gefragt. Zum Beispiel in den Tätigkeitsfeldern:

  • Beschäftigung im Bereich der Fernerkundung (Satelliten),
  • Finanzsektor,
  • Versicherungsbranche,
  • Risikoanalysen von Klima- und Umweltereignissen.

Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!

Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.

Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.

Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.

Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!

Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.

Sie benötigen Unterstützung bei der Wahl des passenden Masterstudiengangs, haben Fragen zum Bewerbungsverfahren, dem Auswahlverfahren oder können sich einfach nicht entscheiden?

Die Berater*innen der Zentralen Studienberatung stehen Ihnen mit Rat & Tat zur Seite:

Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.

Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:

  • Aufbau und Inhalt des Studiums
  • Studienplanung
  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
  • Prüfungsverfahren

Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!