Ein Studium der Politischen Ökonomie und der internationalen Beziehungen ist für alle interessant, die Spaß daran haben, über den sprichwörtlichen „Tellerrand“ zu blicken. In diesem Studium geht es nämlich darum, komplexe Zusammenhänge interdisziplinär anzugehen.
Fragen wie „Wer ist Koch, wer ist Kellner im internationalen Zusammenwirken von Politik und Wirtschaft?“ zwingen nachgerade dazu, auch die Nachbardisziplinen der Politikwissenschaft in den Blick zu nehmen, um zu sehen, was Mikroökonominnen und Völkerrechtler, Amerikanisten und Philosophinnen, Soziologinnen und Publizisten zu ihrer Beantwortung beitragen können.
Wenn Sie sich also dafür begeistern, aktuelle Probleme im Spannungsfeld zwischen Politik und Wirtschaft unter Bedingungen von Globalisierung zu beschreiben, zu sezieren, fundierte Erklärungen und tragfähige Vorhersagen zu erarbeiten und mit Ihren Kommilitonen und Kommilitoninnen zu diskutieren, dann sind Sie im MA-Studium der Politischen Ökonomie und Internationalen Beziehungen goldrichtig.
Die formalen Zugangsvoraussetzungen für den Masterstudiengang „Politische Ökonomie und internationale Beziehungen“ sind:
- Nachweis eines Bachelorabschlusses mit mindestens 60 Leistungspunkten im Fach Politikwissenschaft oder eines gleichwertigen Abschlusses
- Nachweis von Kenntnissen in Statistik und Methoden der empirischen Sozialforschung/empirischen Politikforschung im Umfang von mindestens 6 Leistungspunkten
Wichtig zu wissen: Rechtsverbindliche Grundlage und damit maßgeblich für die Auswahl, Zulassung und Einschreibung ist der in § 2 und ggf. im Anhang der jeweils gültigen Prüfungsordnung formulierte Wortlaut der Zugangsvoraussetzungen.
Hier geht es zur Prüfungsordnung.
Das Studium der Politischen Ökonomie und internationalen Beziehungen an der JGU gliedert sich in insgesamt sieben inhaltliche Module. Jedes dieser Module ist einem anderen Themenschwerpunkt gewidmet, so dass Sie sich sowohl umfassend als auch vertiefend mit den vielfältigen Aspekten der internationalen politische Ökonomie befassen:
- Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden
Hier lernen Sie die Vielzahl von Methoden kennen, die zur Analyse, Erklärung und Bewertung der Zusammenhänge zwischen Politik und Ökonomie diesseits und jenseits nationaler Grenzen zum Einsatz kommen. Außerdem erfahren Sie etwas über die wissenschaftstheoretischen Grundlagen dieser Methoden und die Anforderungen an ein angemessenes Forschungsdesign. - Politische Institutionen und Prozesse
Schwerpunkt hier bildet die Auseinandersetzung mit Theorien und empirischen Befunden zur Entstehung und Entwicklung, zum Funktionieren und zur Leistungsfähigkeit von Demokratien und Autokratien, und zwar in europäischen und außereuropäischen Ländern sowie im internationalen Vergleich. Besonderes Augenmerk gilt hier der Entstehung und Entwicklung von Institutionen speziell im Spannungsverhältnis zwischen Politik und Wirtschaft. - Normative und positive politische Theorie
Hier geht es vor allem um die Vertiefung und kritische Reflektion der theoretischen Grundlagen der Politischen Ökonomie und der Internationalen Beziehungen. Sie beschäftigen sich mit den sozialtheoretischen Grundlagen der Politikwissenschaft, also etwa mit Entscheidungs- und Handlungstheorien, Public Choice und der Logik kollektiven Handelns, aber auch mit politikphilosophischen Theorien, etwa zu Problemen der (internationalen) Verteilungsgerechtigkeit. - Politische Ökonomie und Wohlfahrtsstaatlichkeit
- Welche Möglichkeiten hat die Politik, ökonomische und soziale Entwicklungen zu steuern? Wo finden die Gestaltungsmöglichkeiten der Politik ihre Grenzen? Wie kommen Gesetze in zentralen Politikfeldern wie der Wirtschafts-, Sozial-, Gesundheits- oder Finanzpolitik zustande? Speziell: Wie entwickelt und wandelt sich Wohlfahrtsstaatlichkeit im internationalen Vergleich?
Die Internationalen Beziehungen im Allgemeinen und das Verhältnis zwischen den Mitgliedern der Europäischen Union im Besonderen scheinen einem epochalen Wandel unterworfen zu sein. Die Analyse und Erklärung dieser Entwicklung setzt eine vertiefte Auseinandersetzung mit den zentralen Forschungsansätzen, Theorien und Befunden der Internationalen Politik und der Europäischen Integration voraus. - Inhaltliche Vertiefung mit interdisziplinärer Orientierung
Zur Analyse des Spannungsverhältnisses zwischen Politik und Wirtschaft im nationalen und internationalen Kontext lohnt ein Blick über den Tellerrand. Deshalb vertiefen Sie die Inhalte eines Seminars, das Sie bei uns am Institut besuchen, indem Sie eine dazu passende Vorlesung aus einem unserer Nachbarfächer hören, also bei den Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften, der Soziologie oder der Publizistik, der Geschichtswissenschaft, der Amerikanistik oder der Philosophie. - Praxismodul
Sie haben die Wahl: Entweder Sie absolvieren ein neunwöchiges Praktikum in einem politiknahen Bereich ODER Sie besuchen Lehrveranstaltungen – gerne außerhalb der Politikwissenschaft – ODER Sie kombinieren beides.
Interessante Kurse jenseits der Politikwissenschaft bieten Ihnen z. B. das Studium Generale, das Zentrum für Datenverarbeitung oder unser Internationales Studien- und Sprachenkolleg.
Sie beenden Ihr Studium mit dem Abschlussmodul: Sie besuchen mindestens ein Kolloquium, um Ideen für Ihre Masterarbeit zu diskutieren sowie methodische und inhaltliche Probleme, die beim Schreiben auftreten, mit Kommiliton*innen und Betreuer*innen zu besprechen. Sie haben vier Monate Zeit, um die Arbeit zu verfassen. Und schließlich stellen Sie Ihre zentralen Ergebnisse in einer 45-minütigen mündlichen Prüfung kurz vor und beantworten dann nach Absprache mit Ihren Prüfer*innen Fragen zu zwei weiteren Themen aus zwei inhaltlichen Modulen des M.A. Politische Ökonomie und Internationale Beziehungen.
Auslandsaufenthalte
Ein halbes oder ganzes Jahr lang im Ausland leben? Eine andere Sprache und Kultur kennenlernen? Eine andere Sichtweise auf das eigene Fach erhalten? Ein Auslandsaufenthalt bietet die perfekte Gelegenheit dazu und ist in jedem Studiengang möglich – entweder selbstorganisiert und individuell oder mit einem der beliebten Austauschprogramme. Verschiedene Kooperationen mit ausländischen Hochschulen machen es möglich.
Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten zum Auslandsstudium. Eine Übersicht über Kooperationshochschulen Ihres Faches finden Sie auf unserer Plattform zu Austauschmöglichkeiten.
Dieses Studienfach sieht keinen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vor; die Möglichkeit dazu haben Sie natürlich trotzdem.
Praktika
Im Rahmen dieses Studienfachs ist kein Pflichtpraktikum vorgesehen. Freiwillige Praktika bieten eine gute Möglichkeit, ein Berufsfeld intensiv kennen zu lernen.
Im Praktikum erleben Sie, ob der berufliche Alltag zu Ihren Vorstellungen und Interessen passt. Sie können sich für ein Berufsfeld qualifizieren und wichtige fachliche und persönliche Kompetenzen für Ihren späteren Berufseinstieg erwerben. So gestalten Sie Ihren Berufsweg, aber auch Ihren weiteren Studienverlauf – insbesondere durch die Wahl von Schwerpunkten, die zu Ihren praktischen Erfahrungen passen.
Weitere Informationen sowie passende Praktikumsstellen finden Sie auf den Seiten des Career Service.
Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Fähigkeiten, die im Studium vermittelt werden, wie etwa:
- im Team zu arbeiten
- theoriegeleitet und methodenfundiert Hypothesen zu entwickeln und zu überprüfen
- ihre Ergebnisse ansprechend vorzustellen,
gepaart mit ihrer fachlichen Kompetenz auf dem Gebiet der Politischen Ökonomie und der Internationalen Beziehungen steht Absolvent*innen des Masterstudiengangs ein breites Spektrum an Tätigkeitsfeldern nach ihrem Abschluss offen, etwa
- als wissenschaftliche Mitarbeiter*innen in Parteien, Fraktionen, Abgeordneten, in Ministerien, Regierungsbehörden, internationalen Organisationen und NGOs
- in politiknahen Bereichen wie politischen Stiftungen, im politischen Journalismus oder der Politikberatung allgemein
- in der Markt- und der Meinungsforschung
- in der Öffentlichkeitsarbeit sowie
- in der Unternehmensberatung
Daneben steht Absolvent*innen des Masters „Politische Ökonomie und internationale Beziehungen“ auch offen, eine wissenschaftliche Karriere anzustreben.
Sie wissen noch nicht, wie es nach dem Abschluss für Sie weitergehen soll? Keine Sorge!
Ein Universitätsstudium stellt in der Regel keine Ausbildung für einen einzelnen Beruf dar, sondern qualifiziert Sie für viele verschiedene Berufsfelder – z.B. in der Wissenschaft, in einem typischen Beruf Ihres Studienfaches oder in einem der vielen weiteren akademischen Tätigkeitsbereiche.
Deshalb gehört auch die berufliche Orientierung zu den Aufgaben Ihres Studiums. Hierbei spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle, die Sie z.B. durch Praktika, Werkstudierendenstellen, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten erlangen können.
Der Career Service der JGU steht Ihnen während des gesamten Prozesses mit Informationen, Beratung, Workshops und zahlreichen Events zur Seite – von der beruflichen Orientierung über die Arbeit an Ihrem Profil und Ihren Skills bis hin zur Suche nach dem Traumjob und der erfolgreichen Bewerbung.
Den Wunschstudiengang gefunden?
Ihr Traumstudium ist nur eine Onlinebewerbung entfernt!
Wir zeigen, wie Sie sich auf einen Studienplatz an der JGU bewerben und was es dabei zu Voraussetzungen, Zulassungen und Bewerbungsfristen zu beachten gibt.
Sie benötigen Unterstützung bei der Wahl des passenden Masterstudiengangs, haben Fragen zum Bewerbungsverfahren, dem Auswahlverfahren oder können sich einfach nicht entscheiden?
Die Berater*innen der Zentralen Studienberatung stehen Ihnen mit Rat & Tat zur Seite:
Sie haben fachspezifische Fragen zu einem Studiengang? Dann kontaktieren Sie gerne die zuständigen Studienfachberater*innen.
Bei folgenden Anliegen sind die Studienfachberater*innen Ihre richtigen Ansprechpersonen:
- Aufbau und Inhalt des Studiums
- Studienplanung
- Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
- Prüfungsverfahren
Sie suchen Informationen und Beratung durch Studierende Ihres (zukünftigen) Studienfaches?
Dann ist die Fachschaft/der Fachschaftsrat als Interessensvertretung der Studierenden Ihre richtige Anlaufstelle.
Nehmen Sie gerne Kontakt auf!
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